Sonntag, 9. Mai 2010

"Das Haus der kalten Seelen" von Sarah Singleton



Das Buch stand schon länger auf meiner to-read-Liste. Als ich es gestern beim örtlichen Buchhändler liegen sah, konnte ich einfach nicht mehr widerstehen :)

Worum geht es: 
Ich zitiere den Taschenbuchtext: "Das Haus »Century«, der Landsitz der Vergas, ist in ewigen Winter gehüllt. Die Familie, allen voran die Schwestern Mercy und Charity, erwacht bei Sonnenuntergang und schläft während des Tages. Nie haben sich die Schwestern gefragt, warum sie so leben müssen. Bis zu dem Abend, an dem Mercy im Garten einem Fremden begegnet. Er schickt sie zu einem Ort jenseits der Dunkelheit, an dem der Fluch, der auf den Vergas lastet, seinen Anfang nahm. Doch kann Mercy das düstere Geheimnis ihrer Familie aufdecken, ohne alles zu zerstören, was sie jemals geliebt hat?"


Nachlese
Dieses im cbt-Verlag erschienene Taschenbuch wurde von Catrin Frischer übersetzt und hat mich den heutigen Nachmittag über gefesselt. Es handelt sich um ein Jugendbuch und umfaßt 288 Seiten. Ich habe es mit zwei kurzen Unterbrechungen in einem Rutsch durchgelesen, gefangen genommen von der interessanten Erzählstruktur.

Der Leser wird mit Mercy, der Protagonistin, in einen ungewöhnlichen Alltag geworfen, der jedoch Mercy zunächst gar nicht seltsam vorkommt. In dem Haus "Century" steht man abends auf und geht morgens zu Bett, der Januar dauert an, die Nächte sind kalt. Nach dem Aufstehen frühstückt Mercy mit ihrer Schwester Charity, danach werden sie von der Gouvernante Galatea unterrichtet. Später verbringen die Schwester getrennt ihre Zeit, Mercy liebt Spaziergänge im Garten und irgendwann werden sie müde und gehe zu Bett. Ein allnächtlicher Rhytmus, der durchbrochen wird, als Mercy die Leiche einer jungen Frau in einem See auf dem Anwesen der Vergas entdeckt. Der Leser stellt sich mit Mercy gemeinsam die Fragen: Warum erinnert sie sich nicht an ihre Mutter, ihren letzten Geburtstag? Warum sind sie, ihre Schwester, ihr Vater und die zwei Hausangestellten nachts wach und verschlafen den Tag und wie lange dauert schon der kalte Januar? Die Leiche im See ist ein Hinweis, der junge Mann, Claudius, erteilt weitere und Mercy beginnt "aufzuwachen". Sie findet einen Durchgang zu einer sonnigen Bibliothek. Handelt es sich um eine Erinnerung, einen Zauber, eine Illusion? Darf sie Claudius glauben?


Ich will an dieser Stelle nicht  mehr schreiben, weil die Story ihren eigenen Rhythmus und ihre eigene Magie hat. Es ist auch kaum möglich, konkreter zu werden, ohne zu spoilern oder den Reiz der Erzählung zu zerstören. Wie bei einer Zwiebel werden nach und nach Geheimnisse enthüllt, offenbaren diese Emotionen und Motivationen. Für mich hat die in klaren schlichten Worten erzählte Geschichte einen düster-zauberhaften Sog entwickelt, so daß ich das Buch nur kurz weglegen mochte.

Kommentare:

  1. Hi und guten Abend Natira

    Das Buch steht auch auf meiner Wunschliste, und bin echt gespannt wie mir das Buch gefallen würde, wenn ich es dann habe. Die Story klingt auf alle Fälle sehr spannend und geheimnissvoll.

    Danke für deine Meinung ;)

    Schönen Abend noch
    Alexandra ;)

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  2. Ich hoffe, Du findest den Roman genauso reizvoll wie ich :) Viele Grüße!

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  3. Halli hallo und guten morgen,

    das Buch hab ich auch schon in der Hand gehabt. Jetzt wird es noch reizvoller sein es zu lesen. Danke dir.

    Lg

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  4. Laß Dich überraschen!Viele Grüße!

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