Sonntag, 28. Februar 2010

"Die Elfen" von Bernhard Hennen und James Sullivan

Dieses Buch habe ich mir für meine Bernhard-Hennen-Elfenromane-Jahres-Challenge gekauft.

Worum geht es?
Wie faßt man diesen Roman in kurze Worte? Der Roman beginnt nicht im Land der Elfen, sondern im Fjordland. Der Dorfjarl Mandred verfolgt mit Gefährten ein Untier, einen Mann mit einem Eberkopf. Im Verlauf dieser Jagd wird Mandred schwer verletzt, durch ein Tor nach Albenmark transportiert und dort an den Hof der Elfenkönigin Emerelle gebracht. Da Mandred in Albenmark Wesen aus Tier und Mensch sieht, vermutet er, der Manneber komme aus Albenmark und fordert Unterstützung, die ihm auch gewährt wird: Neben weiteren Elfen begleiten insbesondere Nuramon und Farodin den Menschensohn Mandred. Diese zwei Elfen buhlen seit Jahrzehnten um die Gunst der Elfe Noroelle, die einen von ihnen nach ihrer Rückkehr erwählen will. Zwar kann der Manneber getötet werden, doch es stellt sich heraus, daß ihm ein Dämon innewohnte. Dieser Devanthar hat als letzter seiner Art die Vernichtung seines Volks durch die Elfen überlebt und einen ausgeklügelten Racheplan ersonnen, in deren Verlauf Noroelle verbannt wird und sich Farodin, Nuramon sowie Mandred zahlreichen Gefahren stellen müssen. Welche Pläne verfolgt der Devanthar und werden sie verwirklicht? Wird Mandred in die Menschenwelt zurückkehren? Werden Farodin und Nuramon Noroelle wiedersehen und falls ja, wen wird sie erwählen?

4,0 * Nachlese
Der Roman wurde von Bernhard Hennen und James A. Sullivan gemeinsam geschrieben. Wie Herr Sullivan in den FAQ auf seiner Homepage ausführt,  war er für die Figuren Nuramon und Noroelle "zuständig" und hat daneben noch weitere Kapitel geschrieben, Herr Hennen "betreute" die Figuren Mandred und Farodin. Was weitergehende Iinformationen über diie Autoren angeht, mache ich es mir leicht und verweise auf die jeweiligen Webseiten von Herrn Hennen und Herrn Sullivan. Ich habe die erstmals im November 2004 der im Heyne-Verlag erschienenen Paperback-Ausgabe von satten 912 Seiten gelesen, also nicht die Sonderausgabe aus dem Jahr 2009. Wie mir Herr Hennen auf eine  Anfrage mitteilte, sind die Elfenromane in Deutschland bislang nicht als Hardcover erschienen.

"Die Elfen" pausierte bei mir zwei Wochen, nachdem ich ungefähr die Hälfte gelesen hatte. Dies hatte mit dem Read-a-Thon zu tun, dem Leserundenbuch und meiner zeitweisen Übersättigung mit Fantasy und letztlich auch mit meinem recht arbeitsreichen Februarmonat. Die intensiv eingeführten Protagonisten blieben über diesen 2-Wochen-Zeitraum aber durchgängig präsent, auch ihre bis zu diesem Zeitpunkt bereits geschilderten Abenteuer: Mandred Menschensohn, der in den Augen der Elfen polternde laute Barbar mit Ehrgefühl und Leidenschaft, der wiedergeborene aber sich nicht erinnernde Nuramon mit heilender Magie  und Farodin, der veschlossene Krieger und hervorragende Fährtenleser mit einer ausgeprägten Fähigkeit , Suchzauber zu wirken.

Währnd ich die Schilderungen der Suche - insbesondere Iskandria und die "Wüste" - sehr reizvoll empfand, interessierten mich die ebenfalls ausführlichen Beschreibungen der Schlachten nicht besonders. Hier hätte ich gut auf einige Seiten verzichten können. Natürlich wird es Leser geben, die auch auf diese Passagen nicht verzichten wollen ;) Mandred war mir mit seiner Leidenschaft nah, auch Nuramon wurde mir schnell sympathisch, während ich mit Farodin nicht wirklich warm wurde. Seine "Art" lag mir nicht, aber als lebendigen Charakter habe ich ihn trotzdem empfunden. Auch Nebenfiguren wie z.B. Freya offenbaren trotz kurzem Auftreten Tiefe, die Charaktere klingen nach. Ein weiterer Punkt, der mich neben der Schlachtenschilderung nervte, war nicht etwa der Minnewettstreit zwischen Farodin und Nuramon, sondern daß diese beiden Elfen so ritterlich miteinander umgingen. Beide behaupten Noroelle tief und inniglich zu lieben und wetteifern jahrzehntelang um ihre Gunst. Dabei entwickelt sich keine Rivalität, keine Eifersucht?! Wow, was sind die beiden nett und gut erzogen, höflich, freundlich und zurückhaltend. Daß beide zur Leidenschaft fähig sind, erfährt man im Verlauf des Romans, aber diese Leidenschaft unterscheidet sich von der der Menschen. Nun gut. Aber das stille zurückhaltende Werben und/oder Leiden insbesondere dieser beiden Elfen in Bezug auf Noroelle hat mich trotzdem "gestört" ;)

Schlachtszenen und so unglaublich rücksichtsvolle elfische Liebhaber bringen verzauberte 4,0 *

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