Donnerstag, 31. Dezember 2009

"Die Arena" von Stephen King

In gewissem Sinne ist Anja schuld. Auf Ihrem Blog fand ich den Hinweis, daß dieser neue King-Roman im November 2009 erscheint. Eine Leseprobe war auch gleich dabei - und ich am Haken. Zwar bin ich noch etwas um den Roman herumgeschlichen. Zu Nikolaus/Weihnachten habe ich ihn mir dann aber doch gekauft.

Worum geht es:
An einem ganz normalen schönen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, einem Gärtner wird beim Herabsausen "der Kuppel" die Hand abgehauen, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Barriere prallen. (Quelle: Heyne, s.o. Leseprobelink). Wer ist schuld? Verschwindet die Kuppel? Und die wichtigsten Frage: Wie entwickelt sich das Leben (und die Umwelt) in der abgeschlossenen Stadt? Was werden die Einwohner tun?

Der erste Satz: 

"Aus einer Höhe von zweitausend Fuß, wo Claudette Sanders gerade eine Flugstunde nahm, leuchtete die Kleinstadt Chester's Mill im Mogenlicht, als wäre sie frisch hergestellt und eben erst dorthin verfrachtet worden."

*****Nachlese
Was für ein Lese-Abschluß für dieses Jahr :). 1280 Seiten umfaßt die gebundene Ausgabe, fester Einband - incl.  geprägter Schrift - Leseband, einer Personenliste von Chester Mill's und einem Stadtplan. Der Schutzumschlag zeigt eine Schneekugel ... und das Cover paßt perfekt.

Ich habe mich diesem Roman mit Hingabe gewidmet :) Am 26.12.2009 habe ich im Bett nur die ersten 25 Seiten gelesen, die ich auch der Leseprobe schon kannte. Da ich am Sonntag, 27.12.2009, aber sehr früh wach war - meine MuM's weckten mich freundlicherweise um halb sieben -, habe ich mich mit einem frisch gebrühten Krümelkaffee und dem Roman auf die Couch verzogen. Es gab am Sonntag durchaus Unterbrechungen, aber im Grunde habe ich über den Tag bis nachts um 02.00 Uhr in diesem Schmöker gelesen. Und am Montag vor der Arbeit, in der Mittagspause, nach der Arbeit mit um halb zwei nachts... Und so ging es fröhlich weiter bis gerade kurz vor 22.00 Uhr. In diesem Tempo und so ausschließlich habe ich schon lange keinen Roman mehr durchgelesen. "Die Arena" war für mich ein echter "Pageturner".

King führt erneut - wie z.B. in "The Stand - Das letzte Gefecht" oder "Needful Things - In einer kleinen Stadt" - sehr viele Charaktere ein. Trotz der Masse entstanden die Charaktere, auch die Nebencharaktere, mit ihren Stärken, Schwächen, Ängsten und Hoffnungen vor meinem inneren Auge. King versteht es, durch Sprache, Handlungen, Erinnerungen, Gedanken und Reaktionen Dritter dem jeweiligen Charakter Tiefe zu verleihen, ob es nun der Gebrauchtwagenhändler "Big Jim Rennie" ist, der Alkoholiker Sam,  der "Vagabund" Barbie, die junge alleinerziehende Mutter Sammy oder die Imbißbesitzerin Rose ist. Über die Charaktere habe ich im Verlauf des Romans mehr und mehr erfahren - und manche sind mehr, als man erwartet.

Die Handlung selbst ist zwar auf die Stadt begrenzt, findet dort aber an verschiedenen Orten statt. Was die Art der Story angeht:

Es ist kein Horror-Roman wie z.B. "Es" oder "Brennen muß Salem"  Es gibt keine Vampire, keinen Clown, keinen Teufel wie in "In einer kleinen Stadt". Es ist der andere Horror, der hier beschrieben wird.Natürlich stellt sich auch die Frage, warum die Kuppel errichtet wurde und durch wen. Aber Brennpunkt der Erzählung ist nicht so sehr die Kuppel selbst, sondern das emotionale, gesellschaftliche und politische Geflecht dieser Kleinstadt. Ich habe mal einen Auffahrunfall erlebt: Im Rückspiegel sah ich einen Kleintransporter um die Kurve kommen und wußte, er würde den hinter mir stehenden Wagen rammen. Ich konnte nur sehenden Auges hilflos das Ereignis abwarten. Hieran mußte ich bei der Lektüre des Romans häufig denken: Man erahnt förmlich, was in der Stadt geschieht bzw. geschehen wird und kann - natürlich - nur zusehen, d.h. es erlesen. Für mich ist das die Stärke Stephen Kings: nicht nur Horror "von außen" darzustellen, sondern auch psychologisch ausgefeilte Charaktere zu entwickeln und den schleichenden Horror im alltäglichen Leben darzustellen, den Alltag aber auch zu sezieren. Ok, der Ansatz - Isolation einer Gruppe/einer Person - ist nicht neu, aber auch hier gilt für mich: super umgesetzt. Für mich war auch das Ende des Romans befriedigend.

Bezogen auf den Romanumfang hat S.K.nur ein paar wenige Bandwurmsätze fabriziert (z.B. den ersten Satz). Die Übersetzung durch Wulf Bergner erscheint mir äußerst gelungen: "Brüche" habe ich nicht feststellen können und Kings Sprache ist auch in seinen anderen Romanen durchaus "kräftig".

Der Roman ist aus Drittperspektive geschrieben. Es gibt aber gewollte stilistische Brüche. Ich bin nicht firm, was "Schreibtechniken" angeht und wie die richtigen Bezeichnungen lauten. Aber ich versuche, mich verständlich zu machen: Bei mehreren Gelegenheiten im Roman wechselt King in eine andere Zeitform und beschreibt, was gerade geschieht (z.B.: "Es ist 14.40 Uhr an einem weiteren überwältigend schönen Herbsttag ...Beide Männer sind zufrieden..." ) und wendet sich manchmal auch direkt an den Leser ("Nun seht euch das an; seht genau her."

Das ist auch etwas, was mir stilistisch gesehen gefällt. Diese Brüche finden zu ganz bestimmten Anlässen im Buch statt, über die ich hier nicht weiter schreiben will (Spoilergefahr). Ich finde, daß S.K.dadurch nicht nur die Vorkommnisse an sich hervorhebt, sondern auch zusätzlich eine weitere Spannung aufbaut: Als betrachte ich eine gerade stattfindende Szene unter der Lupe.

Aus meiner Sicht ohne Frage 5 Sterne

Was mir noch aufgefallen ist:
- Nett sind auch hier die Popkultur-Referenzen. So werden zumindst erwähnt Dr. Hous MD, Nora Roberts, Lost und Stephenie Meyer.
- Aus der Zeitangabe unter dem letzten Satz folgt, daß S.K. den Roman Ende 2007 bis März 2009 geschrieben hat (erster Versuch war 1976).
-An einer Stelle im Roman steigt der Vollmond auf, der "in Form und Farbe ... einer frisch aufgeschnittenen rosa Grapefruit" gleicht. Ich hatte Assoziationen zu Roland und dem Dunklen-Turm-Zyklus, besonders Teil 4 "Glas". Dort geht es um die "rosafarbene Glaskugel", auch Maerlyns Pampelmuse, genannt. Ob Stephen King diese Assoziation wirklich provozieren wollte, weiß ich allerdings nicht :)

Kino und Serien - mein 2009

Die vier Fragen zu den Bücher von Katrin sehe ich als kleinen Blick zurück auf mein Lesejahr. Ich habe mal darüber nachgedacht, wie es filmtechnisch für mich 2009 aussah:

Kino-Filmknaller: Star Trek - Der Film (reboot)
Ich fand den Reboot genial, die Story machte Sinn für mich, der Humor erinnerte an die besten Star-Trek-Zeiten. "Kirk" bezog bzw. verteilte Prügel wie fast in der gesamten Classic-Serie. "Spock" war neu und doch alt und "Pille" genial. Überhaupt gefielen mir die Schauspieler durch die Bank ausnehmend gut in ihren Rollen. Ich hatte keine Probleme, ihnen die "junge Riege" abzunehmen. Herausragend weiterhin für mich Karl Urban als Mc Coy.
Obwohl ich Avatar noch nicht gesehen habe, kann ich mir übrigens nicht vorstellen, daß er für mich als Trekki diesem Film den Rang abgelaufen hätte :)

Kino-Filmenttäuschung Harry Potter und der Halbblutprinz
Vielleicht hatte ich mich zu sehr auf diesen Film gefreut... Ich empfand es als enttäuschend, daß so viel aus der Story fehlte. Auch die Umsetzung des Buches fand ich, ja, hauptsächlich langweilig.

Kino-Filmflop - New Moon
Ich hoffe, daß ich jetzt nicht virtuell - oder real - gesteinigt werde. Die Schauspieler können bestimmt besser spielen als sie es hier taten - auch von den Volturi nahm ich nur Dakota Fanning ihren Charakter ab -. Die kaum existierende Film-Story wurde mit Herzschmerz und Schmalz aufgebläht und ehrlich, eine bessere Werwolf-Animation (besonders die ersten Szenen) habe ich auch schon gesehen. Obwohl Werwolf-Animationen scheinbar generell Probleme bereiten, man denke nur an auch nicht gelungenen Wolf in Harry Potter & der Gefangene von Askaban.

TV-Serien-Kaufknüller -"BlackBooks"
Es handelt sich um eine BBC-Comedy von und mit Dylan Moran, die "Spaced" mit dem von mir verehrten Simon Pegg den Rang abgelaufen hat. "BlackBooks" spricht meinen Humor total an und wurde in Deutschland bislang nie gesendet. Es war also ein Blindkauf bei amazon.co.uk und ein echter Knaller

TV-Serien-Nostalgie -"Picket Fences - Tatort Gartenzaun" 
Es war einfach :) . Von dieser US-Serie mit Tom Skerrit und Kathy Baker u.a., deren erste Staffel mir von Sayuri&Friend geschenkt wurde, ist in Deutschland auf DVD noch nichts erschienen und in den Staaten wohl bislang auch nur die erste Staffel. Polizeiliche Ermittlungen, Gerichtsverhandlungen, skurille Charaktere, der Humor ist genial und doch ist die Serie dramatisch. Im deutschen Fernsehen wurde die Serie leider seit Ewigkeiten nicht mehr wiederholt.

Serien-Knaller im TV - "Torchwood - Kinder der Erde" (Staffel 3) 
Torchwood - der Dr. Who (reboot) - Ableger ging in die dritte Staffel und es handelte sich nur um einen 5Teiler. RTL2 ist absolut zu loben, daß es diese Staffel zügig nach Erstausstrahlung auf der Insel hierher holte und vernünftig synchronisierte. 5 Tage - 5 Folgen: Kinder, die plötzlich überall auf der Welt anhalten und diesselbe Botschaft verkünden, Aliens die erscheinen und - wie man denkt - unerfüllbare Forderungen stellen, politische und moralische Entscheidungen: Was für ein Plot!

TV-Film
Hier kann ich nichts zu sagen. Zum einen schaue ich wenig Filme im TV - bin ja eher der Serienjunkie und DVD-Schauer -. Und zum anderen habe ich die dieses aufgenommenen Wallander-Filme mit Kenneth Brannagh sowie die Romy-Biographie mit Jessica Schwarz noch nicht gesehen ;).

Wie sieht es so bei Euch aus in der Kino/TV-Landschaft? Ihr könnt mir ja, wenn Ihr mögt, einen Kommentar-Link hinterlassen :)

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch in das neue Jahr, das für Euch alle noch besser werden soll als 2009. Verjagt mit realen oder virtuellen (wie ich) Böllern alles Schlechte und startet gut, gesund, erfolgreich, kreativ und glücklich neu durch:

Ein neues Jahr ist wie ein neuer Bank-Kunde:
solange nichts Nachteiliges von ihm bekannt ist,
sollte man ihm Kredit geben.


Mittwoch, 30. Dezember 2009

7 Buchcover = 1 Regenbogen - Buchaktion in 2010

Eigentlich wollte ich mich zu keiner weiteren Buch-Jahres-Challenge 2010 mehr anmelden. Jetzt bin ich doch noch einmal schwach geworden, aber es ist eher eine Buchaktion, denn eine Challenge. Vielleicht habt Ihr "RegenbogenLesen 2010"  bereits bei Nina und/oder Katrin  gesehen, diese beiden Buchliebhaberinnen haben die Aktion gemeinsam entwickelt und ins Leben gerufen:

Es sind kleine Regenbögen aus Buchcovern zusammenzulesen, also aus
Rot, Orange, Gelb, Grün, Hellblau (Türkis), Dunkelblau und Lila (bzw. Violett)
oder Hörbücher, Genre, Seitenzahl, ist egal, ebenfalls ob aus dem SuB, neu gekauft oder wiedergelesen.

Und weil diese Aktion bestimmt mit fröhlichen Farben Spaß macht, werfe ich den bislang einzigen Vorsatz für das neue Jahr schon einmal fröhlich über Bord und melde mich an.

Diese Seite wird mir zugleich als Archiv für diese Aktion dienen. Ich bin neugierig, ob und wieviele Regenbogenbrücken ich aus Büchern erlesen werde ...


Erinnerungstütze rot
Schwarzer Montag
Erinnerungsstütze orange
Prof. Igelfeldt
Erinnerungsstüze gelb
Flix
HP Orden of Phoenix

Erinnerungsstütze grün
"Wolfsjagd"
City of Bones
Erinnerungsstütze hellblau/türkis
Lanze und Licht  - türkis
Ich bin dann mal weg - hellblau
Erinnerungstütze dunkelblau

Erinnerungstütze lila/violett

Dienstag, 29. Dezember 2009

4 Buchfragen für 2009

Bei Winterkatze habe ich ein interessantes kleines Stöckchen gefunden und aufgesammelt. Vier Fragen sollen bis zum 31.12.2009 beantwortet werden und hier sind meine Antworten für 2009:

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?
Das war der Doppelband "Schwarz" und "Drei" von Stephen King. Ich hatte davon gelesen, daß dieser Zyklus jetzt auch als Graphic Novel umgesetzt werden sollte. Vorher wollte ich noch einmal versuchen, in den Zyklus hineinzukommen. Vor etlichen Jahren war ich hieran kläglich gescheitert. und rechnete nicht wirklich mit einem anderen Ausgang. Und im März dieses Jahres? Als ich dieses Mal in "Drei" an den Monsterhummern vorbei war und durch die erste Tür mit Roland ging, nahm mich "Der dunkle Turm" Zyklus gefangen. Ich habe im Anschluß alle sieben Teile gelesen und finde den Zyklus grandios.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat?
Leider hat "Wilde Schafsjagd"von Haruki Murakami meine Erwartungen nicht erfüllt. Andere Sparte: "Bis zum Ende der Nacht" von Stephenie Meyer fand ich auch enttäuschend, gleiches gilt für  "Spur der Flammen" von Barbara Wood. Drei Romane gingen gar nicht, die Erwartungen wurden so etwas von enttäuscht: "Inglaterra", "Schattenkönigin" und "Der Zweifel". Langeweile statt Unterhaltung...

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?
Hm, es waren etliche Bücher von für mich neuen Autoren in diesem Jahr dabei. Und ich möchte mehr von Joseph Nassises "Hunt-Chroniken" lesen und mehr über "Johannes Cabal - Seelenfänger" von Jonathan L. Howard erfahren. "Flavia de Luce" von Alan Bradley wird hoffentlich weiter ermitteln und die Neil Gaiman Sandman-Comics begeisterten mich- und es fehlen noch welche in meiner Sammlung :) Und wiederentdeckt habe ich Stephen King, von welchem ich einige neuere Romane noch nicht kenne.aber ich freue mich auch auf die neuen Bücher von Claudia Toman und Kirsten Marohn und neugierig bin ich auf Andrea Koßmanns Romandebut. Die Liste ist nicht abschließend :)

Welches war eurer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
Im Gegensatz zu Melanie bin ich ja kein Coverjunkie :). Trotzdem: Besonders gefallen haben mir die Cover von "Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" und "Johannes Cabal - Seelenfänger", außerdem ist zu erwähnen das Cover der Dumont-Ausgabe von Murkamis "Schlaf". Warum? Sie sind originell ("Flavia", "Cabal") bzw. traumhaft verstörend schön ("Schlaf").

Ich werfe das Stöckchen jetzt einfach mal hoch. Wer mag, kann mir ja einen Link da lassen ...

Bitte schickt auch einen Link an Buchsaiten, Katrin hat dieses Stöckchen geschnitzt
:)

Sonntag, 27. Dezember 2009

"Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

Im Rahmen einer privaten Minileserunde (Wilde Schafsjagd) Dezember 2009 mit Sayuri und Tine habe ich diesen Roman von Murakami. Der Roman ist im Original gem.Wiki wohl 1982 erschienen. Es ist, wie ich in Wiki gelesen habe, auch nicht sein Erstling, wenngleich einer seiner frühen Romane. Vor kurzem erst habe ich von  *****"Schlaf" von Haruki Murakami gelesen und ****"Sputnik Sweetheart" und war von beiden bezaubert. An "Naokos Lächeln" erinnere ich mich auch positiv zurück.


Worum geht es:
Der - namenlose - Protagonist betreibt mit einem Partner eine Werbeagentur. Für eine Lebensversicherung verwendet er ein Foto: Schafe auf einem Hügel in Hokaido. Dieses Foto führt zu dem Besuch eines mysteriösen Mannes (namenlos) auftrags des Chefs eines großen japanischen Imperiums. Mehr oder weniger durch Erpressung wird der Protagonist genötigt, den Ort der Fotoaufnahme zu ermitteln. Weshalb? Weil sich auf dem Foto ein Schaf mit einem Stern im Fell befindet, daß es nicht geben kann, von dem "der Chef" jedoch geträumt hat und welches besonderes Kräfte haben soll... Und so begibt sich der Protagonist auf die Jagd nach "dem Schaf" ...

2,5 * Nachlese
So sehr ich Murakami schätze, mit diesem Roman hatte ich Schwierigkeiten. Ersteinmal fand ich die zeitliche Aufteilung, konkreter die Einführung, des Romanes verwirrend. Der Roman beginnt mit der Beerdigung - ich weiß auch nach Beendigung des Romans nicht, was diese Figur in dem Roman sollte. Ich fand den Roman am Anfang auch unglaublich zäh. Auch im weiteren Verlauf war ich so manches mal ob der umfangreichen Informationen zur Schafzucht auf Japan irritiert. In der "Wilden Schafsjagd" hat mich auch mal wirklich die nicht vorhandene Namensgebung gestört (obwohl das in den Murakami-Romanen ja häufig vorkommt). Wäre es nicht ein Leserunden-Buch gewesen, hätte ich es vermutlich wieder ins Regal gestellt und die Lektüre auf unbestimmte Zeit verschoben. So war ich aber motiviert, weiterzulesen :)

Jedenfalls gewann der Roman auch endlich an Fahrt, sobald der mysteriöse Mann auftrat.  Nach und nach blitzte dann auch der Murakami auf, den ich so schätze. Der Humor (Gott in allen Dingen und der Frage, welcher Gott in den Autos zu finden ist, die in den USA gebaut und nach Saudi-Arabien exportiert werden, Namensgebung von Bahnhöfen, Bückling und die Ainu-Story etc.) ist skurill, die Charaktere sowieso eigen und auch das Surreale - es geht schließlich um ein Schaf! - ist natürlich auch in diesem Roman zu finden.

Trotz der Steigerung zum Ende hin war dieses Murakami-Buch in der Gesamtschau für mich leider enttäuschend und aus meinem Bauchgefühl nur etwas besser als **Tintentod. Ich habe bei Amazon die positiv überwiegenden Rezensionen gesehen, kann ihnen aber  nicht folgen. 2,5 Sterne (leider, leider).


Was mir noch aufgefallen ist
Obwohl ich das Cover dieses Taschenbuches interessant finde, kann ich schlicht weg nicht sagen, worin der Bezug zum Roman besteht.

Bernhard Hennen-Elfenromane-Jahres-Challenge 2010

EDIT 27.07.2010
Ich habe diese Challenge nicht vergessen ;). Irgendwie kann ich mich aber nicht aufraffen, das hier schon bereitliegende Buch "Elfenwinter" zu beginnen ... *seufz*

Mit Seychella habe ich eine kleine Abmachung getroffen. Sie wird nun doch an Hollys Jahres-Challenge 2010 Ich bilde mich weiter teilnehmen und sich insbesondere den Genres Horror, Drama/Lyrik und Liebesroman stellen. Im Gegenzug werde ich Melli unterstützen und habe mir vorgenommen, im Jahr 2010 vollständig die  "Elfenromane" von Herrn Bernhard Hennen lesen. Diese Seite wird mir als Archivseite für die Nachlese-Links dienen. Es handelt sich um folgende Romane:

- Die Elfen - Nachlese

- Elfenwinter

- Elfenlicht

- Elfenkönigin

- Elfenlied

- Elfenritter 1 : Die Ordensburg

- Elfenritter 2 : Die Albenmark

- Elfenritter 3 : Das Fjordland

Zweiter Weihnachtsfeiertag 2009

:) Entspannend

Auch am 2. Feiertag war ich bereits um 07.00 Uhr "richtig" wach. Meine MuM's waren sehr fürsorglich und stellten bereits um 05.30 Uhr erstmals sicher, daß ich an ihr Morgenfutter denke. Ich habe die Zeit genutzt und mal wieder etwas im Troll gerätselt, ein paar Aufnahmen von Flash Gordon (reboot) geschaut, mit Seychella  gechattet, mir Sayuri telefoniert und mir den restlichen Fischauflauf gemacht. Dazu gab es einen portugiesischen Weißwein "Gatao" (= Katze), ein leichter, prickelnder halbtrockener Wein. Köstlich.

Zum Kaffee war ich von meiner Freundin R. nebst Ehemann N. und Sohn A. hier in meinem Wohnort eingeladen. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel bin ich zu ihnen gegangen, ein schöner kleiner Spaziergang von etwa 20 Minuten. Und Geschenke gabe es auch noch: Ganz leckeres Nougat mit ganzen Haselnüssen und einen schönen Teelichthalter mit Kerze. Und eine Flasche Wein von R. Mutti :)

Eingeladen war auch noch eine weitere befreundete Familie. Bei leckerem von R. und N. selbstgebackenem Maulwurfs- und Donauwellenkuchen - ah, noch mehr Hüftgold - haben wir einen schönen Nachmittag verbracht und über "Gott und die Welt" geredet. Später überraschten uns die beiden noch mit einem warmen Abendessen. Fleisch! Endlich Fleisch nach meinen Weihnachtsfischtagen :) mit selbstgemachten Rotkohl und dunkler Soße. Lecker!

Den Abend habe ich dann gemütlich hier zu Hause mit den MuM's verbracht. Erst war Katzen bespaßen angesagt, dann ein wenig "Stirb langsam - jetzt erst recht" und dann "Arena" ...

Samstag, 26. Dezember 2009

Erster Weihnachtsfeiertag 2009 oder: "Angeln und Schießen"

Wie ich im Heiligabend-Post schon angedeutet habe, gab es am ersten Feiertag erneut Fisch zu essen. Da mein Filetierungs-Massaker irgendwie nur wenig Forellenfilet ergab und dieses auch mehr - hm - Stückchenqualität hatte (der schöne Fisch, seufz), habe ich  mich für Auflauf entschieden. In meinem Kühlschrank schlummerte auch noch eine Packung geräucherte Forellenfilets - die übrigens mehr Gräten aufwies als meine verhackstückten frischen Filets -. Und im Tiefkühlfach lag eine Packung Blattspinat ...

Geräucherte und frische Forellenfilets "gezupft" -grins - in die Auflaufform,
grobes Meersalz und frischen Pfeffer darauf,
dann auch die fix vorgekochten Nudeln,
eine weitere Salz-/Pfefferwürzung, den angetauten und "entwässerten" Blattspinat,
Muskatnuß (allerdings nur die normale gemahlene im Streuer) über den Blattspinat
undetwas Rama Culinesse über den Auflauf, zu guter letzt Goudaraspel
+  20 Minuten in den Ofen bei 180° Umluft

Ich bin ja grundsätzlich skeptisch, wenn ich in der Küche etwas zusammenrühre. Aus diesem Grund habe ich eigentlich immer Spaghetti und Pesto im Haus und/oder TK-Pizza :) Aber gestern war ich zufrieden mit meiner "Kreation. Zusammen mit einem Glas Pfälzischen trockenen Rieslings habe ich mein Mittagessen genossen und mir als Nachtisch etwas Vinetta gegönnt, den Klassiker Vanille/Schoko. Hmmmmmm.  Den Rest gibt es übrigens am Zweiten Feiertag.

Den Tag über habe ich "Flavia" zu Ende gelesen und mein Leserundenbuch "Wilde Schafsjagd", Nachlese hierzu folgt später. Etwas Bildbearbeitung für den Heiligabendpost fand auch noch statt. Und gegen 18.15 Uhr habe ich Siobhan und L. abgeholt und wir sind nach Osnabrück ins "Theater dam Domplatz". Es wurde ab 19.30 Uhr "Der Freischütz" , Musik Carl Maria von Weber, Libretto von Johann Friedrich Kind, aufgeführt.

Also ... Wir sind in der Pause - nach dem zweiten von drei Akten - gegangen. Wir drei waren uns auch hierüber auch einig, daß wir gehen wollten, meine ich. Ich habe die Sänger nicht verstanden, nur Brocken. Und damit meine ich nicht nur den Gesang, sondern auch, soweit gesprochen wurde. Die Aufführung war modern: Das Geschehen wurde in die heutige Zeit transportiert. Schützenverein statt Förster-Schützenfest, PC-Baller-Spieler (Shooter) statt Beschwörung beim Freikugelgießen, Samiel als Computerdämon, heimkehrende Veteranen im Tarnanzug und Max nahm ich während der Ouvertüre (und danach) als traumatisierten Heimkehrer war. Ich fand die Bühnengestaltung incl. Leinwand - dort wurden z.B. die PC-Video-Szenen aufgespielt - durchaus interessant. Aber ich konnte dem Geschehen in dieser Form nicht folgen. Einerseits, weil ich den Text nicht verstand. Andererseit auch, denke ich heute, weil ICH den Grundkern dieser Oper nicht ins Heute bringen kann (Wiki. Der Freischütz). Zu den Sängern oder dem Orchester kann ich nichts sagen, dazu habe ich zu wenig Ahnung. Ich sehe es als experimentelle Erfahrung ;). Wer etwas mehr über diese Aufführung in Osnabrück wissen möchte, hier ist der Theaterlink.

Wir drei haben den Abend dann noch in einem Osnabrücker Bistro ausklingen lassen, was sehr schön war.

"Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet" von Alan Bradley

Bereits im Oktober 2009 war ich im Buchladen um dieses Buch herumgeschlichten, nur um mich dann für ****"Johannes Cabal - Seelenfänger" von Jonathan L. Howard zu entscheiden. Ich bekenne: Sowohl das Herumschleichen, als auch die Entscheidung zum Kauf (Dezember 2009) war coverbedingt :), übrigens bei beiden Büchern. Bei "Johannes Cabal" wurde ich nicht enttäuscht. Wie sieht es also mit Flavia aus?

Worum geht es?
Die 11jährige Flavia ist die jüngste der drei Töchter des verwitweten Colonel de Luce, anässig in Buckshaw. Seine Ehefrau Harriet verunfallte ein Jahr nach der Geburt Flavias. Der Colonel ist offensichtlich seit diesem Vorfall ein gebrochener Mann, die Kommunikation mit seinen Töchtern - die ihn ohne Zweifel verehren und lieben - scheint mehr oder wenig tot zu sein. Der Vater vergräbt sich in sein Hobby, die Philatelie, und lebt in ihr sogar auf. Ms. Mullet, die Haushälterin, und "Dogger", das Mädchen für alles, arbeiten in Buckshaw. "Dogger" ist ein traumatisierter Soldat, der unter dem Colonel gedient hat und dessen Vertrauen besitzt, übrigens auch Flavias. Flavia ist offensichtlich extrem intelligent, bereits jetzt passionierte Chemikerin mit mehr Wissen über Pflanzen und Gifte, als gut für eine 11jährige sein sollte, und altklug. An einem Abend hört sie "zufällig" ihren Vater mit einem Fremnden streiten, Dogger erwischt sie und schickt sie zu Bett. Frühmorgens findet Flavia diesen Fremdem in Buckshaw'schen Gurkenbeet liegend und seinen letzten Atem mit dem Wörtchen "Vale" aushauchend. Natürlich wird die Polizei unterrichtet, ihr Vater wird verdächtigt. Aber Flavia hat so ihre eigenen Fragen, Theorien und Ermittlungsmethoden... Wer also war der Fremde? Was wollte er von ihrem Vater? Hat Ihr Vater etwas mit dem Tod des Fremden zu tun? Oder Dogger? Wie ist der Fremde gestorben, warum und durch wen? Fragen über Fragen, die im Verlauf des Romans geklärt werden. Der erste Satz:

"Im Wandschrank war es so dunkel, und die Dunkelheit hatte die Farbe von altem Blut". 

****Nach-Lese
Das Buch liegt wunderbar in der Hand: Hardcover, hellblauer fester Einband, Titel und Autor auch auf dem Einband eingeprägt. Es gibt ein Leseband und der Druck erfolgte auf festen Papier. Es gibt zwar keine Illustrationen, aber die Kapitel- und Seitennummer sind gerade so verziert, so daß sie "besonders" und etwas antiquiert wirken. Der Schutzumschlag aus beigem Papier ist, wie ich finde, wunderschön gestaltet mit Flavia nebst Briefmarke, Vogel und Katze vor dem von Ranken umspielten Sessel. Für mich greiftt die Umschlaggestaltung den Grundton im Buch, das Dunkle, Morbide, schön auf.

Beim Lesen ist mir nichts aufgefallen, was ich als "Bruch" empfunden hätte. Hierbei handelt es sich um meinen einzigen Ansatzpunkt für die Übersetzungsbewertung. Ich gehe daher davon aus, daß Gerald Jung und Katharina Orgaß die Originalstimmung gut transportiert haben.

Die Geschichte wird aus Flavias Perspektive erzählt, Ich-Form. Zwangsläufig habe ich von ihrem Charakter am meisten erfahren und nur durch ihre Augen etwas über die weiteren Personen. Hier liegt aber auch der Nachteil. Zwar läßt der Autor Flavia über ihre Familie und daneben hauptsächlich über Dogger erzählen bzw. von ihren Aktionen berichten. Ich erfahre aber nichts von ihren Beweggründen, außer der Charakter offenbart sich Flavia.

Es ist ein - wenn auch ungewöhnlicher - Krimi. Eine Leiche wird gefunden, Ermittlungen finden statt. Daneben ist es eine Schilderung von Flavias Kosmos, emotional, materiell, Innenleben und Umwelt. Es gibt Nebenschauplätze, aber auch diese dienen meistens dem Plot, sprich der Lösung der Rätsel. Und Flavia selbst! Alan Bradley legt Flavia hochintelligent an mit überbordener Fantasie, schneller Auffassungsgabe, Tatkraft. Bei der Lektüre hatte ich manchmal Artemis Fowl und manchmal Amelia Peabody im Hinterkopf, aber Flavia de Luce ist definitiv ein eigener Charakter. So manches Mal schüttelte ich den Kopf darüber, daß "dieses Kind" 11 Jahre alt sein soll. Und dann schildert A.B. eine Phantasievorstellung, Flavias Unkenntnis in manchen Dingen, ihr altkluges Gehabe und bringt hierdurch den kindlichen Charakter zum Vorschein. Zum Beispiel:

"Daphne hatte mich über Wundstarrkrampf aufgeklärt. Ein Kratzer von einem alten Autogetriebe, und mir würde im Handumdrehen Schaum vor dem Mund stehen, ich würde bellen wie ein Hund und mich beim Anblick von Wasser in Krämpfen auf dem Boden winden."

Ich finde den Schreibstil wunderbar klar. Außerdem transportiert A. Bradley die Neugierde, den Entdeckerdrang und die morbide Faszination der Protagonistin für mich sehr überzeugend. Einem Teenager von 13/14 Jahren würde ich das Buch trotzdem nicht so ohne weiteres empfehlen (der Roman liegt in Buchhandlungen durchaus in der Jugendabteilung). Reines Bauchgefühl. Es ist nicht so, daß Sexszenen vorkommen oder Blut und Horror, dafür ist die erzählende Protagonistin nun wirklich zu jung. Aber die Geschichte ist durchaus komplex, zeitlich gradlinig aber dennoch verschlungen. Und obwohl die Sprache direkt und frisch ist, gibt es Literatur- und Popkulturreferenzen, die - wie ich vermute - einen jugendlichen Leser überfordern könnten. Ich jedenfalls hoffe, alsbald den nächsten Teil dieser Reihe zu lesen, der wohl in 2010 in den Staaten erscheinen soll.


Was mir noch aufgefallen ist:
Dem Roman vorangestellt ist ein Zitat von William King aus "The Art of Cookery": "Die Streusel schmecken süß, jedoch - viel süßer schmeckt der Boden noch." Im Roman wird auf dieses Zitat auch noch eingegangen. Der Originaltitel greift dieses Zitat übrigens auf und lautet "The Sweetness at the Bottom of  the Pie". Im deutschen ist vom Originaltitel (erneut) nichts zu erkennen (auch das Cover ist anders), jedoch finde ich den deutschen Titel gelungen und "griffig".


Der Roman gefiel mich ebenso gut wie Johannes Cabal, daher auch hier 4 Sterne.

Freitag, 25. Dezember 2009

Heiligabend 2009

Wie einige von Euch bereits wissen, durfte ich am Heiligabend noch arbeiten und kam gegen halb ein aus dem Büro heraus. Da mir Siobhans Freund L. eine selbstgeangelte Forelle für mein Weihnachtsessen angeboten hatte, bin ich bei den beiden vorbeigefahren. Statt einer bekam ich gleich drei bereits ausgenommene Forellen und außerdem noch Schokolade zu Weihnachten geschenkt. Wunderbar :)
Auch ansonsten kam ich überraschend vollgepackt aus dem Büro nach Hause. Eine Freundin kam ins Büro und gab ein Geschenk für mich ab, eine ganz liebe Bekannte kam ins Büro und brachte Geschenke für mich und den Chef. Meine Kollegin hatte mir eine wunderschöne Weihnachtstasche dagelassen.Und auch der Chef wünschte nicht nur ein schönes Weihnachtsfest, sondern überreichte mir Geschenke. Ich habe mich total gefreut! Daneben bekam ich aber auch etwas ein schlechtes Gewissen, denn von mir gab es zu Weihnachten - wie immer - nur Kleinigkeiten (entweder selbstgemachte Überraschungskugeln bzw. Plätzchen und dazu entweder selbstgemachtes Zitronenöl oder nicht selbst gemachten Wein). Zu Hause angekommen habe ich erst einmal "klar Schiff" gemacht und alle "materiellen" Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt, der erfreulicherweise von Merlin und Marlowe nicht sichtbar angerührt worden war.

Dann nahm ich mir die Forellen vor und schon gab es eine Premiere: Ich habe das erste Mal in meinem Leben einen Fisch filetiert. L. hatte mir zwar kurz erklärt, wie man filetiert - Rücken aufschneiden etc. -. Da ich aber eigentlich gar keine Filets herstellen wollte, habe ich nicht genau hingehört. Hm. Bei drei Fische, die bereits einmal eingefroren waren, mußte ich mir aber zur Zubereitung etwas einfallen lassen.Kochtechnisch bin ich nicht gerade bewandert. Es ist weiterhin mehr ein - hm - organisiertes Chaos. Also ich bin durchaus strukturiert in der Vorbereitung, Schneiden etc. Dabei verzettele ich mich aber recht schnell mal - da ungeübt - und die Zusammenstellung von Zutaten und Gewürzen bereitet mir auch schon mal Schwierigkeiten :)

Jedenfalls sollte es Heiligabend sollte eine (!) Forelle im Pizzamantel geben. Das Rezept aus der Zeitschreift "Essen und Trinken" war schlicht und einfach: Forelle säubern, auf einer Seite mehrfach schräg einschneiden, würzen - eigentlich mit Orangenfilets und Zimt, was ich aber nicht mag und deswegen durch Wurzelgemüse und Kräuterbutter ersetzt habe -, in fertigen Pizzateig aus der Kühltheke einschlagen und 30 min. bei 180 ° Umluft backen. Klappte übrigens hervorragend, schmeckte auch :)

Von dieser Forelle entfernte ich also nur noch fix den Kopf und die Flossen und los ging es. Aber das waren ja noch zwei! Warum nicht am ersten Feiertag Forellenfilets? Also machte ich mich daran Kopf und Schwanz abzuschneiden, die Flossen zu entfernen und die Forellen am Rücken einzuschneiden. So weit, so gut :) Dann kam Marlowe, denn ich ich hatte vergessen, die Küchentür zuzumachen. Es dauerte ein Weile, bis ich den Kater wieder "herauskomplimentiert" hatte... Dann begann das, was geübte Köche vermutlich als "Massaker an einer toten Forelle"  bezeichnen würden. Unglaublich, wie sich eine tote Forelle und die in ihre befindlichen Gräten noch wehren können! Zu denken gab mir zudem auch, WIE MEINE Ausbeute aussah und WIE WENIG es war. Irgendwann war ich jedenfalls fertig und stellte die Filetstücke  :) in den Kühlschrank. Heute kam ich übrigens auf die Idee, bei YouTube hineinzuschauen, wo ich natürlich prompt fündig wurde :) Hier ist der Link für die Profi-Forellenfiletierung. WOW, so viel Fisch kann dabei übrigbleiben :D

Endlich war es 17.00 Uhr und Bescherung



Ich habe meine Geschenke geöffnet und die Karten gelesen. Und ich habe an all die lieben Menschen gedacht, die Grüße und Wünsche zur Weihnacht - ob geschrieben oder gesproche - geschickt haben. Dann habe ich Merlin und Marlowe spielerisch ihre Geschenke gegeben incl. der bereits bespielten Baldriankissen. Vermutlich lag es an einem diese Kissen, daß der Plüschwürfel besonders gut ankam :D



Später schaute ich mir "Die Geister, die ich rief" mit Bill Murray an - zugegebenermaßen eine äußerst rabiate Version der Weihnachtsgeschichte von Dickens - und genoß die entspannten Kater Merlin und Marlowe auf bzw. neben meinen Beinen.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

Weihnachtsvorbereitungen 2009

Heute abend habe ich meinen Baum geschmückt. Es ist immer etwas abenteuerlich, wenn ich mich auf die Lichterkette stürze. Seitdem ich aber nicht mehr diese Minilichterketten nehme, gehört das nachfolgende Bild der Vergangenheit an :)



Sobald ich den zwischenzeitlich aufgetauten Baum in das Wohnzimmer geholt hatte, begann Marlowe um den Baum zu flitzen, die Zweige mit den Pfoten zu bearbeiten, an den Nadeln zu schnupper. Merlin, der den Weihnachtsbaum ja schon aus früheren Jahren kennt, war cooler. Er konnte jedoch nicht widerstehen, hinter Marlowe herzujagen. Nun, ich habe den beiden zwei Tage Zeit gelassen, die Nadeln im unteren Baumbereich herunterzustreifen :)



Lametta oder auch Engelshaar gibt es seit Einzug von Merlin ja nicht mehr. Mit den "Kugelketten" tat und tue ich mich beim Schmücken schwer. Irgendwie sieht der Baum dann immer seltsam aus. Also habe ich mir in diesem Jahr goldfarbene (glänzend und matt) "Beerensträucher" gekauft, die ich nun an einigen Stellen in den Baum gesetzt habe. Außerdem habe ich mich seit Jahren mal wieder für die blau/gold-Kugel-Kombination entschieden. In den letzten Jahren hatte ich hauptsächlich in Gold geschmückt. Meinen Eltern ar die Kombination mit blau immer zu dunkel gewesen. Der Baum ist also mit Lichtern, goldenen und blau-goldenen Kugeln sowie diesen Beeren geschmückt. Mir gefällt er ... und hoffentlich den MuM's nicht zu gut :)



Ich wünsch Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Lotterie #2 - Challenges

Mittels Lotterie - mein Chef war ja der Glücksfeerich und loste 1 Kategorie aus 5 aus - habe ich meine Kategorie für Melli's SuB-Wettbewerb I/2010 bestimmt.

Es ist die Kategorie "Ein Wort": 5 Bücher, die ein bestimmtes, vom Teilnehmer selbst festgelegtes Wort, im Titel haben müssen, sind von mir im ersten Halbjahr 2010 im Rahmen dieses Wettbewerbes zu lesen. Das Wort hatte ich bereits vor der Lotterie anhand der Buchtitel meines Stapels ungelesener Bücher (oder auch Buch-Turm ungelesener Bücher :D ) ausgewählt: "Geschichte"

Aus meinem TuB werde ich also zwei Sachbücher und drei Romane lesen, die dieses Wort im Titel enthalten. Es handelt sich um

1) "Menschheit und Mutter Erde. Die Geschichte der großen Zivilisationen" von Arnold Toynbee
2) "Universalgeschichte der Zahlen" von Georges Ifrah
3) "Die kurze Geschichte eines Prinzen" von Jane Hamilton
4) "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving
5) "Das Haus. Familiengeschichte vom Ende vorigen Jahrhunderts" von Lou Andreas-Salome

Die Bücher 1 - 3 befinden sich seit ca. einem 3/4 Jahr bei mir, Buch Nr. 4 seit ca. 3 Jahren (obwohl ich Irving eigentlich mag) und Nr. 5) ist das älteste ungelesene Buch dieser Auswahl und sicherlich schon gut 5 Jahre alt. So werde ich also auch gleich ein paar "Geister" los :)

Ich hoffe auf Eure moralische Unterstützung, wenn ich hier anfange, über diese Buchauswahl beim Lesen zu jammern :D

Daneben steht ja für das gesamte Jahr 2010 Hollys "Ich bilde mich weiter-Challenge an, zu der ich mich angemeldet habe. Wie bereits gesagt ist Ziel dieser Challenge, im Jahr 2010 aus den folgenden Genres jeweils ein Buch zu lesen:  

Biographien | Fantasy/Science Fiction | Horror | Klassiker | Krimis/Thriller | Sach/Fachbücher | Dramen/Lyrik | Historische Romane | Humor&Satire | Liebesroman | Kinder- und Jugendbücher | Romane/Erzählungen. 

Nun, bei Sach-/Fachbuch kann ich ja Hollys Challenge mit Mellis Wettbewerb schon mal kombinieren :)

Dienstag, 22. Dezember 2009

SUB-Kategorie-Lotterie

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, habe ich mich bei Mellis SuB-Wettbewerb I/2010 angemeldet. Bei dieser Challenge ist vom Teilnehmer eine vorgegebenen Kategorie zu wählen, danach die entsprechende Liste mit den 5 Bücher dieser Kategorie zu posten. In 2010 sind - natürlich - diese fünf Bücher zu lesen, die Nach-Lese zu schreiben und im Forum mitzuteilen.

Obwohl ich nicht daran glaube, daß mein Sternzeichen Auswirkungen auf mich hat  - nein, nein ;) - , bemerke ich mal wieder eine leichte Unentschlossenheit bei der Kategoriewahl. JA, ich bin WAAGE.  Ich habe von den 14 vorgeschlagenen Kategorien schon mal 5 in die engere Wahl gezogen, tatsächlich! Mein Problem ist jetzt, daß ich mich zwischen diesen 5 Kategorien ("ein Wort", "Stadt/Land/Fluß", "Deutschlandreise", "Genrehopping" und "Buchstabieren Lernen") nicht entscheiden kann.

Hm.

Deswegen habe ich die Entscheidung sozusagen ausgelagert. Ich habe 5 Zettel gefertigt und die Kategorien aufgeschrieben, die Zettel dann schön zusammengefaltet und zur Sicherheit auch noch getackert :). Mein ahnungsloser Chef wird heute nachmittag von mir gebeten werden, einen Zettel auszuwählen. Ganz offiziell werde ich den Zettel dann dann in seiner Gegenwart öffnen. Die dort aufgeschriebene Kategorie werde ich dann für den SuB-Wettbewerb I/2010 nehmen und die Bücher posten.

Lotterie zur Kategorie mit Chef als Glücksfeerich. Mal sehen, was dabei herauskommt :)

Sonntag, 20. Dezember 2009

Stewart, Shakespeare und Star Trek

Bei Serienjunkies.de habe ich gerade die Meldung gelesen, daß Patrick Stewart  im kommenden Jahr die Ehre zuteil werden soll, den Ritterschlag durch die britischen Königin zu erhalten.Das finde ich ganz wundervoll!

Natürlich ist mir Patrick Stewart als Captain Jean Luc Picard von Star Trek The Next Genereation bekannt, allerdings nicht nur :) Ob in "Dune" oder "Moby Dick", "Hamlet" oder "A Christmas Carol" und natürlich "X-Men", ich finde, daß Patrick Stewart überall überzeugt.

Was Star Trek angeht: Ich bin mir nicht sicher, wieviel der Shakespeares-Referenzen in TNG auf die Autoren und wieviel z.B. auf den Darsteller Patrick Stewart zurückzuführen sind. Allerdings hat Star Trek ja schon vor Patrick Stewart ein "Faible" für Shakespeare gehabt, z. B. "Kodos, der Henker" und "Das Spukschloß im Weltall" um nur zwei Folgen der Classic-Serie zu nennen. Auf jeden Fall zu erwähnen ist natürlich "Star Trek VI - Das unentdeckte Land".

Ich habe übrigens eine Seite gefunden, die sich mit dem Thema Shakespeare und Star Trek beschäftigt. Da die Seite seit 2007 nicht aktualisiert wurde und ich nicht sicher bin, wie lange sie noch existiert, zitiere ich aus  http://www.wsu.edu/~delahoyd/shakespeare/star.trek.html  nachfolgend ...........bitte weiterlesen - kein Spoiler :) -..............

"Die Hunt-Chroniken - Der Schattenseher" von Joseph Nassise

Bereits seit ca. Ende November 2009 war ich immer wieder kurz davor, daß Buch zu ordern. Es war auf der Seite des Pan-Verlags vorgestellt worden, auf der ich herumstöberte. Ebenso übrigens wie "Das Königreich der Kälte". Beide Romane habe ich nun endlich in diesem Monat gekauft :)


Worum geht es? 
Jeremiah Hunt hat keine Augen, dort ist Narbegewebe.Er ist blind. Trotzdem wird er von der Polizei, insbesondere Detektiv Stanton, bei Ermittlungen hinzogezogen, so auch in einer aktuellen Mordserie. Stanton hält ihn für einen Hellseher. Und Hunt klärt Stanton auch nicht darüber auf, daß er aufgrund eines magischen Rituals die "ganze Wahrheit", die sichtbare und "verborgene" Welt, sieht: Menschen,  magische Geschöpfe, Tote. Unter bestimmten Umständen sieht und erfühlt er Auren oder die letzten Momente eines Verstorbenen. Hunt wollte unbedingt auch das "Verborgene" sehen: Seine Tochter verschwand vor 5 Jahren (sie ist sozusagen "verborgen"). Hunt hat die Suche nach ihr bislang nicht aufgegeben und finanziert sie durch diverse Jobs, ob Geistervertreibung oder polizeilicher Beistand. Die aktuelle Mordserie ist jedenfalls besonders: Woran starben die Opfer, was bedeutet die altertümliche Schrift und was hat es mit diesen kleinen silbernen Figuren auf sich, die Hunt so vertraut sind. Hunt, der Einzelgänger, braucht selbst Hilfe und wendet sich an den Besitzer seiner Stammkneipe,Dmitri, der ihn an die Hexe Denise Clearwater verweist ...
Der erste Satz:

"Ich habe mein Augenlicht gegeben, um die Wahrheit sehen zu können."

**** Nachlese
Es handelt sich um ein knapp 350 Seiten umfassendes Taschenbuch des Pan-Verlages in der Übersetzung von Heike Holtsch. Auch hier gilt: Ich kenne das Original nicht, der Text liest sich aber flüssig. Es gibt keine "Brüche" in Wortwahl und Syntax. Der Einband ist übrigens, wie ich finde, schön gestaltet und auch die "Prägung" auf dem Buchdeckel gefällt mir gut.  Der Autor Joseph Nassise ist Jahrgang 1968 und lebt in Phoenix. Bei diesem Buch handelt es sich NICHT um seinen Erstling, vielmehr hat er auch in Deutschland bereits die "Chroniken der Templer" in drei Teilen veröffentlicht, die ich allerdings nicht kenne. Aber zu den Hunt-Chroniken:

Die Erzählperspektive und die Zeitebenen wechseln im Roman:
Zum einen erzählt Jeremiah Hunt, und zwar aus der Ich-Perspektive. Hier findet auch der Wechsel in den Zeitebenen statt. Hunt erzählt von "damals", als seine Tochter Elisabeth verschwand und wie er zu dem Mann wurde, den der Leser zu Beginn des Romans kennenlernt. Zudem berichtet er über die aktuellen Geschehnisse. Ein paar wenige Kapitel werden aus Drittperspektive geschildert. In ihnen geht es um Denise Clearwater und ihre Visionen bzw. Aktivitäten. Da sich der Autor bei Hunt für die Ich-Perspektive entschieden hat, macht dieser Wechsel natürlich Sinn. Schließlich kann Hunt nicht wissen, was Denise erlebt. Mich stört der Wechsel nicht.  Natürlich wäre er vermeidbar gewesen, aber dies ist ja schließlich Autorenentscheidung :)

Bei dem Roman soll es sich um einen "magischen Thriller" handeln. Hm. Im Vergleich des Spannungsbogens z.B. mit "Cupido" verliert "Der Schattenseher" . Aber auch J.N. baut Spannung auf, ohne Frage:Ich wollte wissen, was damals passiert ist. Wie wurde Hunt zum "Schattenseher". Wie wurde Hunt zu diesem eigenbrötlerischen Menschen, der zu Beginn des Romans weder nach links, noch nach rechts schaut, dem Schuld und Unschuld nach eigener Aussage nicht interessieren? Was passierte mit Elisabeth und gibt es eine Auflösung in diesem Roman? Wer sind Whisper und Scream und welche Rolle spielen sie in diesem Puzzle? Wer ist der Mörder und gibt es eine Beziehung zu Hunt?Was passiert mit Denise Clearwater und was geschah auf Long Island? Viele Fragen werden in diesem Roman beantwortet, andere nur teilweise: Ich hoffe auf Antworten in den folgenden Teilen - die ich kaufen und lesen werde -, besonders zu Hunts emotionaler und charakterlicher Entwicklung.

Übrigens. Ich mag Referenzen zur aktuellen Popkultur, ob es nun Gegenwartsromane sind (zuletzt in "Bunte Fische" z.B. Dementoren), oder Mystery/Fantasy wie hier (Entführung Kampusch). Ein anderer Bezug zur Realität gefällig? Unwillkürlich mußte ich bei der Beschreibung des Bostoner Rathauses im Roman an den 70er-Jahre-Betonbau der Kreisverwaltung - mit Kfz-Zulassungsstelle - in Tecklenburg,NRW, denken.

Ich würde den Roman vom Bauchgefühl her bei ****Johannes Cabal einordnen. Aber der Roman wurde als magischer "Thriller" beschrieben und beworben, was er für mich nicht ist. Ich ordne den Roman eher dem Mystery-Genre zu. Deswegen wollte ich eigentlich einen halben Stern abziehen.

Dann habe ich mir aber einmal die Mühe gemacht, und "Thriller" bei der deutschen Wikipedia nachgeschlagen ("Thriller"). Ich würde sagen, nach der dortigen Definition erfüllt dieser Roman die Bedingungen für einen Thriller. Dort ist aber auch aufgeführt, daß sich "Thriller" im deutschen mit "Mystery" und "Krimi" überschneidet. Noch komplizierter wird es dadurch, daß "Mystery" im englischen einen ganz normaler Kriminalroman ist. Also, obwohl dieser Roman nach meinem Empfinden kein Thriller ist, wurde er aus Autorensicht - und somit auch Verlagssicht - "korrekt" eingeordnet. Denn ein normaler "Kriminalroman" aus englisicher Sicht ist "Der Schattenseher" nicht. Daher kann ich den halben Stern auch nicht abziehen, nicht wahr? 4 Sterne

Mellis SuB-Wettbewerb I/2010

Hier habe ich eine weitere Archivseite eingerichtet für Mellis SuB-Wettbewerb I/2010.


Ich habe mich für die Kategorie "Ein Wort" - und zwar "Geschichte" - entschieden und werde in der Zeit vom 01.01.2010 bis 30.06.2010 die nachfolgenden fünf Bücher lesen, die das Wort "Geschichte" im Titel haben. Auf dieser Seite werde ich die Links zu meiner jeweiligen Nach-Lese hinterlegen:

1) Menschheit und Mutter Erde- Die Geschichte der großen Zivilisationen
von Arnold Toynbee

2) Universalgeschichte der Zahlen
von Georges Ifrah

3) Die kurze Geschichte eines Prinzen
von Jane Hamilton 
2,5 * Nachlese

4) Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
von John Irving

5) Das Haus - Familiengeschichte vom Ende des vorigen Jahrhunderts
von Lou Andreas-Salome 
0,5 * Nachlese

Samstag, 19. Dezember 2009

Viertes Adventswochenende 2009

Fröhliches Schneeschieben war gestern abend hier zu Hause noch angesagt und es war SO KALT! Trotz Handschuhe, warmen Schuhen und der Bewegung waren meine Hände und Füße angefrostet und auch mir war nicht wirklich warm geworden. Nach 20 Minuten habe ich dann aufgehört, obwohl - oder weil?  - es weiterhin schneite. Was das angeht, hätte ich um 22.00 Uhr immer noch fegen können ;)

Meine Jungs waren leicht frustriert, weil sie mit - außer bei den Lüftungsaktionen - keine frische Luft bekommen hatten. Also habe ich den maunzenden MuM's kurzfristig den Zugang zum Balkon ermöglicht. Es hat keine 5 Minuten gedauert, da waren sie beide wieder im Wohnzimmer und ich hatte die Tür zu und Ruhe. Später habe ich mich noch mit Seychella und Melli online bei Bücherblogs getroffen und ein wenig geschnackt und noch später :) in den Hunt-Chroniken weitergelesen.

Dummerweise hatte ich gestern vergessen, meine Radiowecker auszustellen. Also wurde ich heute morgen um 06.30 Uhr mal nicht von Merlin und/oder Marlowe geweckt, sondern von Radio RST. ARGH! Ich konnte natürlich nicht mehr richtig einschlafen! Um halb acht bin ich daher aufgestanden und habe dann auch gleich den Wochenend-/Weihnachtseinkauf erledigt. Es fehlt jetzt nur noch die frischen Gemüsezutaten, frisches Obst und der Fisch, den ich Weihnachten essen möchte. Ich gehe davon aus, daß ich den am Dienstag auf dem Markt erhalte.

Es ist hier weiterhin so kalt:


Obwohl: Die knackige kalte Luft und der Schnee zusammen mit der Weihnachtsmusik im Radio, das bringt mich endlich wirklich in Weihnachtsstimmung und unter Mitsummen von Musik und einem Lächeln auf dem Gesicht ging es dann auf den Hof zum Baumkauf. Der freundliche Mann empfahl mir, die Nordmanntanne besser nicht direkt in die schön warme Wohnung stellen. Vielmehr sollte ich den Baum noch ein paar Tage in die Garage oder den Keller stellen zum Auftauen. Prima! Ich habe einen praktischen Tiefkühlweihnachtsbaum gekauft, Auftauzeit zwei bis drei Tage ;) Nun, das Baumschmücken verschiebe ich dann mal besser vom vierten Advent auf den 23.12.2009.

Heute abend geht es mit meiner Freundin Siobhan und ihrem Freund ins Kino. Geplant ist, "New Moon" anzuschauen. Wir sind ja der Ansicht, daß Kartenreservierungen nach gut einem Monat wohl nicht mehr erforderlich sind ...

Gerade habe ich den die ersten Kleinigkeiten fertiggestellt, die ich als Aufmerksamkeit verschenken will. Die restlichen Sachen erledige ich morgen am Vierten Advent. Ansonsten habe ich auch keine Pläne für den Sonntag, kein Weihnachtsmarkt, auf den ich gehen werde (am Dritten Adventswochenende waren es ja dafür auch zwei). Außerdem wurde für morgen noch Schnee gemeldet und ich habe auch morgen noch Schneedienst. Da erscheint es doch nicht verkehrt, in der Nähe von heißem Kaffee bzw. Tee oder vielleicht Glögg, Plätzchen und den Büchern zu bleiben und das Auto stehen zu lassen Ich kann ganz hervorragend damit leben, an der warmen Heizung mit Buch und Heißgetränk zu sitzen und den Schneeflocken zuzuschauen :)

Ich wünsch' Euch allen einen schönen 4. Advent!

Freitag, 18. Dezember 2009

Schneeflöckchen, Weißröckchen



An meinem Arbeitsort ist alles weiß. Nicht nur Puder: Zum Abend hin schneite und schneite es. Ok, der Ort liegt ja auch höher als sämtliche Nachbarorte :)

Das bedeutet auch, daß ich zu Hause den Schneefall im Auge behalten muß. Bis incl Sonntag habe ich noch Schneeräumpflicht, dann sind wieder die Nachbarn dran...

Ich mag die Welt unter frisch gefallenem Schnee. Sie strahlt Schönheit, Stille und Ruhe aus. Leider bleibt es ja nicht so und einfach ist es für uns Autofahrer ja auch nicht immer ;). Solange es geht, genieße ich es jedenfalls ...

Bei dieser Gelegenheit: Mindenstes zwei Wochen sind schon wieder vorbei, d.h. Blogsicherung ist angesagt :)

Nachtrag:
Ich habe gut 20 Minuten zu Hause Schnee geschoben und sah danach selbst aus, wie eine Schneefrau angesichts anhaltenden Schneefalls ... eine Sisyphus-Arbeit. Es schneit immer noch. Hm. Eigentlich wollte ich ja morgen einen Weihnachtsbaum kaufen, aber ein nasser Baum im Auto? Mal sehen

Mittwoch, 16. Dezember 2009

"Der gestohlene Abend" von Wolfram Fleischhauer


Dieses Buch war mein Wichtelgeschenk von StefanieEmmy. Es ist der aktuellste von Wolfram Fleischhauers Romanen. Sein vorletzter Roman "Schule der Lügen" steht noch in meinem TuB. Die anderen Romane von ihm "Die Purpurlinie", "3 Minuten mit der Ewigkeit", "Die Frau mit den Regenhänden" und "Das Buch, in dem die Welt verschwand" habe ich. bereits gelesen und jeden einzelnen von ihnen genossen. Der Autor, Jahrgang 1961, nahm mich jedes Mal auf eine Reise in die Kultur mit, verbunden mit einem Rätsel, einer Kriminalgeschichte. Ich besuchte Deutschland 1780, Paris1867, Berlin und Argentinien, Frankreich um 1600. Den Jugendroman für die Phantasien-Reihe ("Verschwörung der Engel") kenne ich allerdings nicht.

Worum geht es in diesem Roman?
Matthias (Matthew) Theiss, deutscher Student der Literaturwissenschaft, ist es möglich, von 1987 bis 1988 an der - fiktiven - Universität Hillcrest zu studieren. Er interessiert sich insbesondere für das Institut für neue ästhetische Theorie = INAT, in dem insbesondere die neue Denkschule von Jacques De Vander gelehrt wird. Die Professorin Candall-Carruthers und ihr Doktorand David sind schillerndeMitarbeiter des INAT.Matthias verliebt sich in Davids Freundin Janine und tatsächlich beendet diese auch ihr Verhältnis mit David, der sich seit einer Europareise verändert hat und auch seine Mentorin wissenschaftlich angreift. David spricht nur noch mit Matthias. Kurze Zeit darauf kommt es zu einem Brand im De Vander Archiv der Universität und David stirbt. War es Selbstmord, Mord, Vorsatz, Unfall? Was bewirkte Davids Veränderung? Matthias beginnt nicht nur literaturwissenschaftliche Fragen zu stellen...

Der erste Satz:



"Mein Rezept gegen Stress lautete jahrelang: Schwimmen.


3,5* Nachlese
Manche Rezensionen sind leicht zu schreiben, manche nicht. Wie diese. Der Roman wird aus der Ich-Perspektive von Matthias erzählt was spannend ist:

Nach eigener Auskunft des Autors  ist dieser Roman autobiographisch. Fleischhauer wuchs in Karlsruhe auf und machte 1982 Abitur am Fichte-Gymnasium. Er studierte Literaturwissenschaften in Deutschland (Berlin), Frankreich, den USA und Spanien. Für seine Tätigkeit als Konferenzdolmetscher pendelt er zwischen Brüssel und Berlin, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt (Quelle: Wikipedia). In einem Interview (Quelle: www.wolfram-fleischhauer.de) erklärt Wolfram Fleischhauer:  "Der "außergewöhnliche Vorfall", von dem der Roman erzählt, hat mit dazu geführt, daß ich die Universitätslaufbahn nach dem Magister nicht weiter verfolgt habe. Statt dessen habe ich den Mut gefaßt, endlich das zu tun, was ich schon immer wollte: Romane zu schreiben. Der akademische Betrieb kam mir nach diesem Erlebnis plötzlich sehr fragwürdig vor. Teilweise war das natürlich meine eigene Schuld. Ich war jung und naiv. Dieses Schlüsselerlebnis versuche ich zu rekonstruieren. Aber natürlich wird das ganze ein Roman und keine Lebensbeichte. Es nicht alles so passiert, wie ich es erzähle."

In die Geschichte wurde ich ohne Umschweife hineingezogen ... und kam ins Stolpern, als mich Wolfram Fleischhauer in die Welt der Literaturwissenschaft und ihrer Theorien hineinführte. Ich kann mir vorstellen, daß es für einen Literaturwissenschaftlicher schwierig ist, über "sein" Thema zu schreiben, interessant, fachlich fundiert und auch für Laien verständlich. Und irgendwie ist der Roman auch Selbsttherapie und Aufarbeitung... Matthias als alter ego von Wolfram Fleischhauer?!

W.F. Romane waren für mich sämtlich informativ, spannend, mehrschichtig. Und auch in diesem Roman sind mehrere Themen ineinander verworben:

Studium und Lebensart, Literaturwissenschaft & das Schreiben, Liebe & Verrat, Philosophie,  Krimi und die Frage, wie man mit Schuld umgeht.

Leider wurden nicht alle Charaktere für mich richtig lebendig. Matthias - keine Frage. Aber Janine, David, seine Mentorin? Diese drei Charaktere riefen alle bei mir emotionale Reaktionen hervor. Trotzdem blieb Davids Verhalten rätselhaft für mich. Janinas Benehmen rief zwar Ärger in mir hervor und  Unverständnis, ihr Verharren wird mir aber nicht plausibel. Daß ich Verhaltens- und Erklärungsweisen mancher Professoren im Verlauf des Romans nicht nachvollziehen kann, das kann ich dem Autor noch nicht einmal vorwerfen. Denn dieses auch in der Realität vorkommende Verhalten und Argumentieren kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen; insofern ist mir gegenüber eigentlich jeder in Erklärungsnot.

Obwohl mich der Roman fesselte und mich - wie jeder Fleischhauer Roman - zum Nachdenken brachte, ich nicht ganz "glücklich" bin nach Beenden der Lektüre. Ich führe das einerseits auf die für mich etwas schwierig zugängliche Literaturtheorien zurück und die Restfragen bei den Charakteren. Falls diesen fiktiven Charakteren reale Menschen zugrundelagen, werden diese ihre Motive möglicherweise nicht erläutert haben. Aber es handelt sich hier ja um einen Roman: Die Handlungen des fiktiven Davids z.B. hätte ich gerne näher erläutert bekommen und bei den anderen Figuren zumindst den Versuch ein Erklärung  Daher komme ich bei diesem Roman auf 3,5 Sterne.

Bielefeld

Gestern nachmittag habe ich meine Freundin Sayuri (auch: Sayuri13-Flickr) in Bielefeld besucht. Ich bin glücklich,daß wir beide uns noch vor Weihnachten sehen konnten. Sayuri ist durch das Studium stark beansprucht und bei mir sieht es nach den Urlaub auch eher mau aus, was die Termine angeht. Um so schöner war der gestrige Nachmittag bzw. Abend. Gegen 16.00 Uhr habe ich meine Freudin abgeholt und ab ging es zum Shopping. Nicht was Ihr denkt,  Es waren weder Klamotten, noch Schuhe, noch Bücher, nein, nein :)

Es ging vielmehr zu Ikea, wo ich u.a. endlich die zwei Bilderrahmen bekommen habe, hinter denen ich seit - ich glaube Oktober - hinterherlaufe. Meine Bekannte S. hat mir jeweils aus ihrem Ungarn- und Tschechien-Urlaub zwei Katzendrucke mitgebracht, die endlich gerahmt und an die Wand gebracht werden können. Außerdem habe ich bei dieser Gelegenheit auch gleich zwei Flaschen Glögg mitgenommen fürWeihnachten... Oh, Du fröhliche :)

Für die Jungs habe ich offizielle Weihnachtssachen im  nahe gelegenen Freßnapf gekauft:




Ich hoffe ja, daß das von mir für die Jungs ausgesuchte Futter ihnen auch schmeckt ;) DAS weiß man ja nie so genau. Ebenso ist es immer ein kleines Glücksspiel, ob die gekauften Spielsachen ankommen. Ich verspreche mir ja etwas von dem Plüschwürfel, da meine MuM's auch gerne in Papier- und Plastiktüten herumstöbern :) Eine Federangel ist natürlich auch wieder dabei. Und da ich bei Sayuri mal gesehen habe, wie ihre beiden Mädels auf ein Kuschelkisse mit Baldrian reagierten, habe ich zwei solcher Kissen mitgenommen.

In aller Ruhe, so wie es sich für die Adventszeit gehört, sind wir zu Sayuri nach Hause und haben mit ihrem Freund Kaffee getrunken und Plätzchen gegessen, die Sayuri mit ihrer Freudin N. gebacken hat. Mein Favorit waren die Schoko-Orangenkekse und die Schokoladenplätzchen, lecker.  Später, nach Reden über uns und die Welt zauberte Sayuri noch ein köstliches Abendessen: Basmatireis mit einer Mischung aus Spinat, Tomaten und  gebratenem Tofu.

Nach einem Verdauungskaffee machte ich mich bepackt mit einer weiteren Bücherleihgabe Sayuris ("Gut gegen Nordwind" von Glattauer) sowie zwei Test-Futterdosen und einem Snack-Pack für meine Jungs wieder auf den Heimweg. Hier angekommen erwarteten mich schon meine MuM's. Als ich dann in der Küche die Geschenke für die MuM's auspackte ... wünschte ich mir einen Fotoapparat!

Als ich die in Folie verpackten zwei Kissen mit Baldrianwurzel aus der Tüte holte, war besonders Merlin kaum zu halten. Er saß wie so häufig, wenn ich in die Küche gehe, auf meinem Küchenstuhl und schaute mir zu. Ich hatte das verpackte Kissen in der Hand und Merlin setzte sich nicht nur auf, er ging auf die Hinterbeine, streckte Kopf und linke Vorderpfote nach mir und dem Kissen aus, maunzte laut und fordernd. Verblüfft bin ich leicht erstarrt und dann stand Marlowe neben mir und reckte sich an meinem Oberschenkel auch hoch - autsch!, die Kralle saß im Oberschenkel. Abgelenkt durch Marlowe hatte Merlin es geschafft, seine linke Pfote in die Verpackung zu "schlagen". Er zog an der Verpackung, Marlowe "hing" noch an meinem Oberschenkel. Was blieb mir übrig: Ich nahm erst ein Kissen heraus und warf es in den Flur, dann fix das andere hinterher, weil sich beide Kater bereits auf das erste stürzten. Und dann sah ich zu, daß die beiden in die Wohnstube bekam und ich meinen Fotoapparat erwischte. Und das ist das Ergebnis:



Unglaublich, wie die beiden auf Baldrian reagieren. Katzenminze ist NICHTS dagegen... Die Kissen müffeln zwar unglaublich, aber WOW. Irgendwann habe ich den beiden diese recht durchgesabberten Kissen weggenommen und zum Trocknen weggelegt. Die Kissen können später erneut verwendet werden, steht jedefalls auf der Verpackung. Jedenfalls landeten diese Weihnachtsgeschenke nicht unter dem Baum :)

Dienstag, 15. Dezember 2009

Snow Business by Simon Tofield

Bei Taytom habe ich gerade erfahren, daß Simon Tofield einen neuen Clip bei youtube eingestellt hat. Simon's Cat ist wieder aktiv (Teil 1). Bitte sehr:

Baden-Württemberg

Um 04.00 Uhr bin ich am Freitage aus dem Bett "gefallen". Meine MuM's, die schön auf meiner Bettdecke lagen, schauten völlig verwirrt hoch. "There is no life before coffee": Ich habe mir also erst einmal einen großen Pott Krümelkaffee gemacht. Merlin und Marlowe wurden versorgt, dann waren noch einmal die Katzentoiletten zu säubern. Um 05.00 Uhr habe ich mich auf den Weg zum Flughafen begeben und  nach einem weiteren Kaffee eingecheckt. Direkt zum Terminal durfte ich dieses Mal allerdings nicht gehen, vielmehr mußte ich einer Beamtin in eine abgetrennte Kabine folgen. Das war eine neue Erfahrung für mich, wirklich :) Stichprobenkontrolle: Sie hat mit einem kleinen Probenpad über diverse Gegenstände in meinem Koffer gestriuchen, Staubputzen auf dem Flughafen sozusagen. Eigentlich ist es unnötig zu sagen: Es wurden keine unerlaubten Dinge gefunden :)

Der Flieger startete pünktlich, ausgebucht war er nicht. Die Landung war butterweich, ich habe in Stuttgart das Aufsetzen des Fliegers nicht einmal bemerkt :) Meine Freundin holte mich ab und wir haben dann erst einmal in Ruhe gefrühstückt und gequatscht. Später war dann die gesamte Familie im Hause, wir haben uns einfach mal Pizza geordert und und uns einen schönen Abend gemacht.

Am Samstag habe ich morgens meinen ersten Schnee in dieser Wintersaison gesehen.

 


Außerdem habe ich das erste Mal "Spiel des Lebens" gespielt. Ha! Ich war in der Rund übrigens verheiratet, hatte vier Kinder (! Wer mich kennt, weiß, wie viel mir DAS bedeutet, grins), wohnte in einem Caravan, war Superstar, Verkäufer und Reiseleiter und habe u.a. fettfreies Gebäck erfunden Gewonnen habe ich allerdings nicht :)

Kirstens Roman "Bunte Fische" habe ich am Samstag auch ausgelesen und die Nach-Lese bereits eingestellt. Da ich gerade online war, habe ich bei dieser Gelegenheit auch gleich meine Emails gecheckt, den Reader durchgeschaut und die Weihnachts-Online-Aktionen durchgeklickt, auch die Adventskalendern von Random-House u. Piper. Das samstagliche Moviepilot-Rätsel empfand ich als schwierig; geknackt habe ich es erst mit einem Tip :). Romanmäßig hatte ich noch "Der gestohlene Abend" von Wolfram Fleischhauer dabei, so daß ich gar nicht erst in Versuchung kam, konkret bei meiner Freundin bzw. deren Tochter durch die Bücherregale zu schauen ;)

Am Frühabend sind D.&T. und ich auf den Tübinger Weihnachtsmarkt gefahren, während ihre Tochter L. mit ihrem Freund S.  sich im Kino New Moon anschauten. Der Glühwein in Tübingen hatte fast die gleiche Qualität wie in Lübeck: Das bedeutet wohl, daß die Mischung 1 : 1 von Glühwein und Rum jetzt überall verwandt wird :) Aber ehrlich: Für mich ist das kaum trinkbar und daher werde ich ab jetzt auf diese Kombination verzichten.

Ich wurde ja fast vom Dampfeinatmen betrunken und hatte bestimmt so eine rote Nase wie Rentier und Weihnachtsmann ...

Davon abgesehen: Der Weihnachtsmarkt in der Tübinger Altstadt ist schön. Das Ambiente mit dem Fachwerk im Zusammenspiel mit den Lichtern und die Schneeflocken (nur ein paar wenige), die herunterschwebten: Mir wurde schön weihnachtlich :) Fotos konnte ich nicht machen, ich hatte den Apparat nicht mit. Außerdem gelingen mir "Nachtfotos" auch nicht besonders. Als Ersatz gibt es daher ein Foto der Tübinger Weihnachtsmarkttasse :)

Ausschlafen am Sonntag, gemütliches Frühstück mit allen und dann erholsames Nichtstun. Obwohl das so ja nicht stimmt: Es wurde gelesen, gerätselt, Musik gehört, gestrickt, geredet... Und nach Kaffee und leckeren selbstgemachten Plätzchen bzw. Zupfkuchen ging es gegen drei mit Auto Richtung Stuttgart. "Ltd" & ich spazierten über den Stuttgarter Weihnachtsmarkt, tranken Glühwein, beschauten angebotene Waren, lauschten etwas Livemusik von Flöte, Horn und Chor, schlenderten an einer Miniatur-Eisenbahnanlage vorbei und genossen die kalte trockene Luft, ein paar verirrte Schneeflocken waren auch dabei.



Am Abend kam noch der Nachbar C. vorbei, Katzenhalter :), der mir das Buch "Revier im vierten Stock" empfahl. Da gestern "Foot of the mountain" von Aha im Amazon-Adventskalender für 4,97 EUR versteckt war, habe ich diese CD, "Revier im 4. Stock" und "Schattenseher - Die Hunt-Chroniken" geordert. Auch auf den Flughäfen bzw. Tübingen und Reutlingen war es nicht möglich, das letztgenannte Buch zu bekommen, grins. Dafür habe ich "Die House-Apotheke 2" gekauft, jedoch bislang nur zur Hälfe (Staffel 4) gelesen. Der Rest erwartet mich, sobald ich die Staffel 5 zu Ende geschaut habe :).

Tja und am Montag habe ich mich nach und nach von allen Familienmitgliedern verabschiedet. Meine Freundin hat mich noch zum Tübinger Bahnhof gebracht. Dann ging es per Busshuttle zum Flughafen und nach Hause. C. hat mich wieder abgeholt und wir sind dann fix noch einkaufen gewesen, bevor ich bei Merlin und Marlowe wieder vorstellig wurde.

Aaaah, beide standen im Flur direkt vor der Tür und schauten mich von unten mit so großen Augen an! Mmmmmh, ich bekam sofort wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich ein paar Tage unterwegs war und ich dann immer in ihren Augen einen Vorwurf zu erblicken meine. Meine MuM's waren jedenfalls nicht nachtragend, was sicherlich an der lieben Umsorgung zweimal am Tag durch meine Freundin C. lag. DANKE DIR auch an dieser Stelle! Merlin und Marlowe schnurrten mich an und nachdem ich schnell die Katzentoiletten gesäubert und ihnen als "Heimkehrgeschenk" Thunfisch (in Wasser) anbot - der UNGLAUBLICH gut angenommen wurde :D -, haben wir drei uns auf das Sofa verzogen und gekuschelt :)

Daß ich heute noch am Nachmittag nach Bielefeld zu meiner Freundin Sayuri fahre, habe ich ihnen sicherheitshalber aber nicht verraten. Ich komme ja heute nacht auch wieder zurück ;)

Sonntag, 13. Dezember 2009

Dritter Advent - Weihnachtsumstellung

Meine Gastgeber haben mich auf die nachfolgende "Message from the CEO" aufmerksam gemacht, die sie von einem Freund zugeleitet bekamen. Vielen Dank - auch an den "CEO" bzw. seinen Ghostwriter. Letzterer ist mir leider nicht bekannt. Ich hoffe, er hat nichts dagegen, daß ich die Miteilung hier einstelle, ansonsten bitte melden!



Samstag, 12. Dezember 2009

"Bunte Fische" von Kirsten Marohn



Bei dem Roman "Bunte Fische" handelt es sich um ein knapp 200 Seiten umfassendes Rezensionsexemplar, welches mir von der Autorin Kirsten Marohn zur Verfügung stellt wurde. Danke an dieser Stelle nochmals an die Autorin. Erschienen ist der Roman dieses Jahr im August. Eine Leseprobe zu diesem Roman sowie den aktuellen Projekten findet Ihr auf der Homepage der Autorin www.kirstenmarohn.de.Die Autorin ist Jahrgang 1972 und Wahl-Düsseldorferin. Der Roman kann über die Webseite der Autorin bestellt und bezogen werden.


Worum geht es?
Der Roman beginnt mit Lars, einem geistig behinderten Mann von 42 Jahren, der als Gärtnergehilfe arbeitet und gerade eine Litfaßsäule vor dem Kino betrachtet. Maja König, prallt auf ihrer "Flucht" aus dem Kino mit Lars zusammen und so beginnt ein Wochenende, welches Majas und Lars' Leben verändert. Maja, eine 39Jährige Bäckereifachverkäuferin, ist gerade nach Düsseldorf gezogen, um einen Neuanfang zu versuchen. Nach ihrem Selbstmordversuch und langer Therapie hat sie ihre Heimatstadt und den realen Dunstkreis ihrer Eltern (offensichtlich aber nicht den emotionalen und psychischen) vor knapp einem Monat verlassen. Ihre psychiologisch/psychiatrische Behandlung stationär in der Klinik, ambulant bei ihm, ist abgeschlossen, so ihr Therapeut. Nach dem desaströsen Kinobesuch und dem Sturz will Maja eigentlich nur zurück in ihre sichere Wohnung. Vorher jedoch, entschließt sich Maja, wird sie aber Lars eine Ersatz-Cola kaufen. Dies führt zu einem Besuch von  MacD, der Bekanntschaft mit Tobias (Lars und er kennen sich) und der abendlichen Fahrt zu einem Baggersee. Dort brechen weitere Schutzwälle Majas ein.Der erste Satz:

"Der Asphalt vor dem Kino flimmerte in der Mittagshitze."


3,5 Sterne - Nachlese
Gelesen habe ich die mir zur Verfügung gestellte gebundene Ausgabe das Buches, BoD-Verlag, die Geschichte wird auf ca. 190 Seiten erzählt. Das Papier ist griffig und fest. Vorangestellt findet man ein Zitat aus dem Song "The Power of Love" und die Zahl "5".Welche Bedeutungen das Zitat und die Zahl haben, erfährt der Leser im Verlauf des Buches.

Fast augenblicklich hatte die Autorin mich mit der Geschichte gefangengenommen, obwohl es ein unaufgeregtes ruhiges Buch ist. Kirsten Marohn benutzt eine klare Sprache, selbst in ihren Metaphern.

Wie von mir schon erwähnt, habe ich auch immer ein Augenmerk auf die - angenehme - Satzlänge. Bandwurmsätze wurden bis auf ganz wenige Ausnahmen vermieden.

Die Geschichte selbst wird aus Drittperspektive erzählt. Dadurch kann der Leser die Eigenarten/Gedanken/Intentionen der drei Akteure erlesen: Zum einen direkt durch die Figurenbeschreibung durch die Autorin, zum anderen indirekt durch Majas Reaktionen. In einem kurzen Nachwort führt Kirsten Marohn aus, daß sie bei Romanbeginn "eine Liebesgeschichte über einen geistig behinderten Mann" schreiben wollte. Lars erlebt und reflektiert die Welt anders als der "normale" Tobias und ganz anders als die labile Maja. Die Figur, über die der Leser im Roman direkt am meisten erfährt, ist jedoch Maja, nicht Lars. Aber Majas Reaktionen auf Lars und ihre Reflektionen hierüber sprechen für sich: Manche ihrer Erwartungen werden bestätigt, häufig wird sie von Lars überrascht ... und in direkter Folge wird sie auch so manches Mal von ihren eigenen Reaktionen.

"Spannung" habe ich auch bei diesem ruhigen Buch empfunden: Wie geht es am Baggersee aus? Was ist mit Tobias?Gibt Maja auf und falls ja, in welcher Form? Lebt Lars allein? Bauen Maja und Lars eine Beziehung auf und falls ja, was für eine? Was hat es mit den "bunten Fischen" auf sich und mit der Zahl 5?

Majas und Lars Probleme kenne ich aus eigener Erfahrung nicht. Es war also der Job der Autorin, mich als nicht Betroffene zu den Charakteren und ihrem Innenleben zu führen, sie für mich lebendig zu machen. Und das wurden sie für mich. So manches Mal dachte ich beim Lesen: "Du hast es doch erkannt, Maja. Setze es um". Ich war neugierig, weshalb Maja in Therapie war, weshalb sie versuchte, sich umzubringen. Ich hoffte, daß das Zusammentreffen von Lars und Maja an diesem Wochenende für beide etwas Positives bewirkt und wollte wissen, wie K.M. die Geschichte zu Ende führt.

In meiner emotionalen Wertung liegt "Bunte Fische" zwischen"Sputnik Seetheart" von Murakami (4) und "Papiertiger" (3), also bei 3,5 Sternen.

NACHTRAG: Ich finde es sehr schwierig und irgendwie auch ungerecht, Bücher verschiedener Sparten nach einem System zu bewerten. An Fantasy- oder Mystery-Literatur gehe ich anders heran als an Romane dieser Art. Z.B. habe ich gerade aufgrund Vergeliches mit "Johannes Cabal Teil1"  den Roman  "Die Hunt-Chroniken Teil 1" (Mystery) besser bewertet als "Bunte Fische". Ich bemerke aber selbst, daß ich die Belletristik "strenger" bewerte. Wollt ich nur mal gesagt haben :)

Spoilerwarnung 

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Zweites Adventswochenende - Nachtrag

Wie ich schon erzählte, war ich am Nikolaustag mit Siobhan und ihrem Freund L. auf dem Tecklenburger Nikolausmarkt. Es war so naß! Wäre es wenigstens Schnee gewesen! Aber dazu war es natürlich viel zu warm und so regnete es die ganze Zeit. Das war nun leider schon der zweite Weihnachtsmarkt, den ich im Regen besucht habe. Ich hoffe einfach mal angesichts der Wettervorhersage, daß ich am Wochenende in Baden-Württemberg mal über einen regenfreien Weihnachtsmarkt spazieren kann :) Wenigstens ist die Gesellschaft immer gut gewesen und wird es auch weiterhin sein...

Nikolausmarkt in Tecklenburg: Ich habe ihn schon bei trockener Kälte und Schnee erlebt und dann stimmt einfach alles. Die Straßen mit Fachwerkhäusern, heimelige Beleuchtung, Glühwein, Punsch, heißer Apfelsaft oder Met - ganz zu schweigen von Tee, Kaffee und Kakao -, Bratwurst, Reibekuchen, Plätzchen etc., Kunsthandwerk, Ausstellungen ... Das ist schon was. Ok, dann ist auch immer wahnsinnig viel Volk in Tecklenburg unterwegs, aben in den Abendstunden macht es einfach Freude. Vielleicht wird es wettertechnisch nächstes Jahr besser.

Jedenfalls sind wir nach dem Weihnachtsmarktbesuch  noch bei mir eingekehrt und haben etwas geklönt. Bei dieser Gelegenheit wurden von L. bzw. Siobhan wieder diverse Fotos meiner Kater geschossen und netterweise darf ich auch diese wieder verwenden. DANKE!

Und Glück hatten wir am Nikolaustag:

Nicht nur konnten Siobhan, L. und ich einen kurzen Blick auf die rätselhafte und äußerst scheue Art der Wichtel-Kater werfen. L. gelangen auch fotografische Aufnahmen dieser Katzenat, eine äußerste Seltenheit, findet ihre Arbeit doch im Verborgenen statt.  Für alle Zweifler stelle ich hier die Bilder als Beweis ein:



Durch diese von L. gemachten Fotos konnte ich hoffentlich auch die letzten Zweifel an der Existenz der Wichtel-Kater aus dem Weg räumen. Ich werde an die Wichtel-Kater denken, wenn ich Geschenke unter dem Tannenbaum finde, und ihnen am Heiligabend als Dankeschön etwas Besonderes hinstellen ...

Buchaktionen - Challenges

2016

geplant:
Wiederholungstäter, zumindest eine Auflistung ;) (vgl. Wiederholungstäter-Lesen 2014 u. 2015)

Um die Welt - challengefrei - 2014


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2015

Arianas Adventslesen

Winterkatzes Herbstlesen

Ariana richtet wieder ihre Hörbuch-Challenge aus (mein Übersichtspost).

Winterkatze veranstaltet wieder die Sachbuch-Challenge (mein Übersichtspost).

Wiederholungstäter-Lesen (ja, in dem Beitrag ist auch 2015 enthalten)

Um die Welt - challengefrei - 2014 


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2014

Meine eigene Weihnachtslesewoche habe ich auch wieder veranstaltet. :)

Die Adventszeit bringt wieder Arianas Adventslesen.


Der Herbst zieht ein und er bringt die (September)-Herbsleseaktion der Winterkatze mit sich

Und dieses Mal nehme ich auch der 7-Days-7-books-Oster-Aktion teil.

Da ist dann noch die Mini-7-Days-7-books-Aktion

Ich nehme an der Sachbuch-Challenge by Winterkatze teil.

Und dann bin ich bei der Hörbuch-Challenge 2014 by Ariana schwach geworden.

Mich selbst habe ich als Wiederholungstäter 2014 herausgefordert.

Das 52-Bücherprojekt 2013 by Fellmonsterchen wird in 2014 beendet.

Um die Welt - challengefrei - 2014 


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2013


weiterlesen ...

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Reisevorbereitungen

Ja,ja. Die habe ich heute schon unternommen. Ich habe die Wohnung aufgeräumt, die letzte Wäsche aufgehängt und bereits mein Köfferchen für den Flug gepackt. Da ich ja nur das verlängerte Wochenende unterwegs bin, habe ich mich für meinen Geburtstags-Reisekoffer entschieden :) Allerdings will ich dieses Köfferchen auch als Handgepäck mit in den Flieger nehmen. Ich glaube nämlich nicht, daß er ein Hin- und Herwerfen überleben würde ...







 

Allerdings habe ich in den Koffer auch die Leihgaben meiner Freudin eingepackt und zwei weitere Bücher als Leihgaben für sie. Deswegen wiegt das "Köfferchen" auf dem Hinflug reizende 5,5 kg. Das sollte aber noch gehen beim "Handgepäck", denk ich ...

Gedichtaufsagen am Heiligabend

In Melli's Blog bin ich über das nachfolgende Weihnachtsgedicht gestolpert, es wurde offensichtlich von tintagel im Buchcouch Forum eingestellt.  Leider weiß ich nicht, ob Tintagel Autorin ist oder jemand anderes. Ich schicke jetzt also an die/den unbekannte/n Autor/in mal ein DANKE ins Netz und hoffe, er bzw.sie hat nichts dagegen, daß ich es hier poste.


When the snow falls wunderbar
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And we all a Glühwein need,
Then you know, es ist soweit: She is here, the Weihnachtszeit

Every Parkhaus is besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hirnverbrannte things
And the Christmasglocke rings.

Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuss- and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging off the balls,
Then he from the Leiter falls…

Finally the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And it sings the family
Schauerlich: „Oh, Chistmastree!“

And the jeder in the house
Is packing the Geschenke aus.
Mama finds unter the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.

President speaks in TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei – „Wasser
marsch!“,
Christmas now is in the …

Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits…


*kichert*

Drittes Adventswochenende 2009 und Urlaub

Hach, endlich Urlaub... Ok, ansonsten würde ich wohl  um diese Uhrzeit diesen Post nicht mehr schreiben :)

Der Tag heute war noch einmal richtig lang. Wie bereits gestern habe ich auch heute keine richtige Mittagspause gemacht und war auch wieder erstum 19.00 Uhr aus dem Büro heraus. Aber: Erst wenn man urlaubsreif ist, kann man den Urlaub ja richtig schätzen, oder?

Ich bin dann nach der Arbeit noch direkt bei meiner Freundin C. eingekehrt. Netterweise wurde ich dort gleich zum Abendessen eingeladen... Wahrscheinlich konnten sie und ihr Ehemann meinen lautstark knurrenden Magen einfach nicht mehr ertragen :)

Morgen ... ähm: Heute bin ich mit Siobhan zum Frühstück hier im Samoca verabredet. Dort gibt es den besten Kaffee in der Stadt und leckere Bagels auch noch! Hmmmm, ich bekomme bereits Appetit. Den morgigen Nachmittag werde ich damit verbringen, die Wohnung "auf Vordermann" zu bringen und ansonsten: Es stehen ein paar Fernsehaufnahmen an, die ich endlich schauen möchte. Und dann wären da ja noch die Bücher ...

Am Donnerstag werden C. und ich vormittags nach I. fahren und dort bis mittags durch die Stadt spazieren. Vermutlich werden wir wohl auch im Thalia landen ... Ich kann die Hunt-Chroniken schon fast sehen :) Anschließend muß sie sich um ihre Kiddies kümmern. Und ich?

Ich werde mein Köfferchen packen und mich mit meinen MuM's beschäftigen. Schließlich will ich noch etwas Zeit mit ihnen verbringen, bevor ich am Freitag ganz früh aufstehe und vermutlich noch schlaftrunken aus dem Haus gehen werde ... Mein Flieger nach Stuttgart startet um 06.20 Uhr - gähn! Über den Dritten Advent besuche ich nämlich meine Freundin R. ihren Mann T. und ihre Tochter L. in Baden-Württemberg und bin schon voller Vorfreude. Ich habe sie alle lange nicht gesehen. Meine Freundin hat am Freitag auch frei, was bedeutet: Sie holt mich nicht nur vom Flughafen ab, wir haben auch den Tag Zeit für uns, das ist wunderbar. Die Wahrscheinlichkeit eines Weihnachtsmarktbesuches ist auch am Dritten Adventswochenende relativ hoch  .... 

meine MuM's #2

Gestern abend nach dem langen Bürotag hatte ich nicht wirklich Lust, noch irgendetwas zu tun. Also ging erst einmal der Fernseher an ... aber wirklich gefolgt bin ich dem Geschehen nicht, also aus das Teil.

Dann nahm ich mir "Wilde Schafsjagd" zur Hand, kam aber auch hier nicht weiter.

Also schaute ich mir meinen Merlin an, der sich zu mir auf die Couch begeben hatte und griff zum Fotoapparat. Das Regalbild ist aber ein Bonus, es ist bereits ein paar Tage alt...

Meine Socke Merlin vor schwarzem Hintergrund zu fotografieren ist auch eine echte Herausforderung, lach. Aber seht selbst:



Natürlich habe ich auch Marlowe fotografiert. Ich kann meinen lustigen Felltorpedo ja schließlich nicht ignorieren...




@Kirsten und Winterkatze:
Nachschub, sozusagen :)

... Die Details- gerade bei Merlin - sind nach Klick auf das Foto und Vergrößerung in Picasa doch erheblich besser zu sehen. Tja, ich habe wohl die Qualität beim Komprimieren versehentlich verstellt ...

Sonntag, 6. Dezember 2009

Nikolaus-Wichteln

Heute durften wir endlich die Wichtelgeschenke (über Buecher-Blogs) öffnen. Für mich war es - wenn ich mich richtig erinnere - mein erstes Wichteln überhaupt, definitiv aber über das Internet. Das hat sich auch gleich bei meinem in die Welt entlassenen Wichtelgeschenk gezeigt. Mir war etwas der Zeitablauf aus dem Kopf geraten, schließlich lag zwischen Versand und Öffnen ja noch eine Woche. Ich hoffe für meinen Wichtelgeschenkempfänger, daß alles gut gegangen ist (*auf den Nägeln kaut*).

Obwohl ich ja heute morgen um 03.00 Uhr noch wach war und Gelegenheit hatte, mich auf mein Wichtelpäckchen zu stürzen, habe ich die Spannung und Vorfreude noch etwas in die Länge gezogen und bin erst einmal in meine Koje gefallen. Da das Wichtelpäckchen aus Österreich kam, hatte ich sehr schnell herausgefunden, wer mein Wichtel war :)

Gegen 14.30 Uhr habe ich mich dann mit einem frischen Kaffee und ein paar Plätzchen in das Wohnzimmer  begeben und dort erst einmal ganz passend zwei Adventskerzen angezündet. Und dann ging es los :)

Ich war ja sooo aufgeregt und neugierig.



Das Päckchen konnte ich gar nicht schnell genug aufbekommen. Ist es nicht wunderbar, wie man wieder diese kindliche Freude am Geschenkeaufmachen erlebt...

Da auf dem Briefumschlag stand, daß ich den Brief möglichst mit dem Geschenk gemeinsam öffnen sollte, habe ich mich im Multi-Opening versucht, scheiterte jedoch. Also erst den Brief geöffnet und nur den ersten Teil gelesen, dann das Päckchen geöffnet (*hüpfte vor Freude und wurde mit einem irritierten Blick von Merlin bedacht*)  und im Anschluß den restlichen Brief gelesen ...


Toll, toll, toll: Ich freue mich ganz riesig über Wolfram Fleischhauers "Der gestohlene Abend". Und den "Freu-Dich-Tee"  - ein Kräutertee mit Lemongras, Apfel, Grüner Tee, Orangenschalen, Ringelblumenblüten, Ingwer, Korianer, Kardamon und Zimt - werde ich auch gleich ausprobieren. Ist der Stern nicht klasse?

DANKE Stefanie Emmy!!!