Donnerstag, 30. Juli 2009

Kochergebnis

Heute mittag sollte es bei mir Spaghetti geben mit Hack, angebraten mit frischen Tomaten und Paprika. Hack also in die Pfanne, die Nudeln ins kochende Wasser, frische Tomaten geschnitten und die Paprika zerkleinert. Dabei hat mein Keramikmesser Blut geleckt: Himmel, habe ich mich beim Paprikazubereiten geschnitten, glatter Schnitt in den linken Zeigefinger rechtsseitig vom Fingernagel hoch und etwas an die Fingerkuppe. Man blutet ja doch recht heftig ... da war ich also damit beschäftigt, Küchenkrepp im Wechsel um den Finger zu wickeln, die Herdplatten auszumachen, den Katzen auszuweichen und etwas zum vernünftigeren Verbinden im Bad zu finden. Nebenbei noch ein Telefonat, dann wurde mir etwas schwummerig und ich hab mich erstmal gesetzt.

Inzwischen hab ich einen vernünftigen Fingerkuppen-Mullverband und das Tippen auf Arbeit und hier gestaltet sich als kreatives langsameres 9-Finger-Schreibsystem. Wie gesagt, ist die Fingerkuppe betroffen und die will ich noch etwas "schonen", damit die Wunde möglichst nicht aufgeht. Natürlich werde ich im Büro seit gestern wieder mit Akten zugestellt,ist ja klar...

Ach so: die Spaghetti mit dem Gemüse-Hack gab es dann heute abend.

Dienstag, 28. Juli 2009

Blick auf Torchwood

Inzwischen habe ich alle bislang veröffentlichten Staffeln von Torchwood gesehen. Captain Jack Harkness, der seinen ersten Auftritt in Dr. Who "Das leere Kind" hatte, ist zurück und leitet jetzt das Institut Torchwood, welches ursprünglich die außerirdischen Gefahren incl. den Doctor bekämpfen sollte, wie er es für richtig hält. Und er wartet auf den Doctor, nicht um ihn zu bekämpfen, sondern um von ihm zu erfahren, warum er nicht sterben kann. Aber man muß bis zur Staffelende1 warten, bis man das vertraute Geräusch der Tardis hört. Ganz besondere Perlen der ersten Staffel sind für mich "Small Worlds" - hier geht es um die durch Elfen manifestierte Naturgewalten und ihre Wahl eines Feenkindes und "Captain Jack Harkness". In dieser Folge werden Captain Jack Harkness und Toshiko in das Jahr 1941 versetzt und treffen dort auf den Mann, dessen Namen "Captain Jack" jetzt trägt; die Anziehung zwischen den beiden Männern, aber auch die Scheu des 1941er Cpt. Harkness wird durch die Schauspieler hervorragend vermittelt. Den Cast finde ich bei Torchwood auch gut, besonders John Barrowman, irgendwie "bigger then life". Vielleicht liegt es an seiner Musical-Erfahrung - er hat eine klasse Singstimme -, daß ich ihm von Anfang an seine Darstellung abgenommen habe.

Staffel 2 bescherte mir ein Wiedersehen mit einem Bekannten aus dem Buffy-Universum, nämlich mit James Masters (bei Dr. Who war Anthony Stewart Head als Gaststar zu sehen). James Marsters mit brauen Haaren (wohl seine Naturhaarfarbe), hm, ich seh ihn gern in blond :)
In dieser Staffel habe ich besonders Gefallen gefunden an "Something Borrowed" (abgedrehter Hochzeitstag!) und "From out of the Rain" (ein Wanderzirkus, dessen Artisten auf etwas andere Art wieder aktiv werden) und natürlich an "Fragments" (wie kamen Ianto, Toshiko, Owen und Captain Jack zu Torchwood) und "Exit Wounds"(Captain Jacks Bruder Grey taucht mit dem Vorhaben auf, Captain Jacks Leben zu zerstören; und er arbeitet zielgerichtet. Das Staffelende bescherte mir einen dicken Kloß im Hals).

Ja und dann kam Staffel 3, bestehend aus 5 Folgen, jede Folge spielt an einem Tag. Alle Kinder der Erde stoppen immer wieder und dienen als Empfänger und Kommunikationsmittel für eine außerirdische Lebensform, die zunächst ganz bestimmte Ansprüche an die Regierung Großbritanniens und dann an die ganze Welt stellt. Und Torchwood ist nicht Jäger, sondern Beute, ich verrate nicht, wer dahintersteckt. Familie spielt eine Rolle, sowohl für Gwen, als auch für Ianto und Captain Jack. Und die Tragödie schreitet mit jeder Folge voran. Ich bekenne, ich hatte Tränen in den Augen.

Ausblick: Wird BBC weitere Folgen von Torchwood anfordern? Ich hoffe es. Wie die Story dann an das Staffelende 3 anknüpft, kann ich mir bislang aber noch nicht vorstellen.

Montag, 27. Juli 2009

UK und Tintentod


Zunächst einmal ist meine letzte Buch-Bestellung aus UK angekommen. Mit den Diaries hatte ich ja schon länger geliebäugelt und sie sogar schon einmal bestellt, jedoch über amazon.de bei einem Londoner Buchgeschäft. Geliefert bekam ich auch Sense & Sensibility, allerdings "a novel by Jane Austen". Ich habe mich dann per Email mit dem Händler in Verbindung gesetzt und auf die Falschlieferung hingewiesen. Kein Problem, wurde mir geschrieben, man werde die richtige Ware umgehend an mich herausschicken. Das falsch gelieferte Buch müsse ich auch nicht zurücksenden, wegen der Unannehmlichkeiten. Klasse, nicht wahr? Die Nachlieferung kam und ... "a novel by jane austen". War ja irgendwie schon klar, oder? Ein zweites Mal habe ich mich auch nicht bei dem Londoner Händler gemeldet, vermutlich würde ich inzwischen sonst eine dritte englische Ausgabe von Sinn und Sinnlichkeit mein eigen nennen. Die jetzt vorliegende Ausgabe enhält nicht nur die Produktionstagebuchnotizen, sondern auch das screenplay von Emma Thompson, geordert habe ich dieses Mal direkt bei amazon.co.uk (eine deutsche Ausgabe gibt es ja - bislang? - nicht).

Die Torchwood-Staffeln 2 und 3 habe ich fertig geschaut, auch hier mal wieder in englisch mit englischen Untertiteln für englische Hörgeschädigte :). Während ich noch die letzte Folge aus Staffel 2 verdaute, kam mit Staffel 3 für mich der nächste "Hammer". Die Staffel 3 besteht nur aus 5 Folgen, daher wollte ich sie etwas strecken und nur 1, max. 2 Folgen pro Tag schauen. Funktionierte aber so nicht, ich habe mir die fünf Folgen - ein Handlungsbogen - hintereinander angeschaut; die Staffel 3 muß ich erst mal etwas sacken lassen.

Momentan lese ich in Tintentod von Cornelia Funke, nachdem ich Tintenblut zwischenzeitlich ausgelesen habe. Allerdings muß ich festsstellen, daß mich schon Tintenblut nicht mehr so ans Buch fesselte wie es Tintenherz tat und bei Tintentod ist dies noch stärker ausgeprägt. Ich bemerke, daß ich abschweife oder Absätze überfliege und auch nicht Lust habe, sie noch einmal zu lesen. Wie die Geschichte ausgeht, will ich jedenfalls wissen ...

Samstag, 25. Juli 2009

on tour Freilichtspiele: Aida

Ok, das Bild ist etwas unscharf, allerdings wurde es auch mit einem Handy geschossen... Zu sehen ist ein Teil des Eröffnungsbühnenbildes zum Musical "Aida" nach Tim Rice/Sir Elton John, welches u.a. in diesem Jahr auf der Freilichtbühne in Tecklenburg/NRW aufgeführt wird. Ich war am Freitag in der Abendvorstellung um 20.00 Uhr, ich glaube, es war die zweite Aufführung von Aida in Tecklenburg überhaupt. Während meiner Arbeit am Nachmittag hatte ich dermaßen viel Regen gesehen, daß ich die Aufführung ja bereits wegschwimmen sah. Unglaublich, was an Wasser vom Himmel herunterkam. Glücklicherweise wurde aber so auch gleich der Abendregen miterledigt, denn es war während der ganzen Vorstellung hindurch trocken.

Die Aufführung war einfach fantastisch.

Das Bühnenbild muß zwangsläufig auf der Freilichtbühne den Gegebenheiten angepaßt sein, wirkte auf mich aber nicht etwa reduziert. Auch die Seitenbereich der Bühne und die Zugänge der alten Stadtmauer wurde genutzt, man sah Obelisken, Gefängnisgitter, die auf dem Bild vorn erkennbaren Treppen konnten bewegt werden und dienten naturgemäß als Treppen, aber auch zum Schluß als Grabkammer für Aida und Radames. Mittels Folie und Lichtspiel wurde der Nil zwischen Bühne und Orchestergraben dargestellt und die Illusion des Fließens erzeugt. Und mit Einbruch der Dämmerung und der Dunkelheit kamen zu den Scheinwerfern Fackeln hinzu...

Die Kostüme gefielen mir auch, von dem schlicht geschnittenen Leinenklein in weiß bzw. dunkelgrau (glaub ich) für Aida, Radames schlichter Offizierskleidung, dem strengen militärischem Uniformlook des Pharaoberaters, der etwas extravaganteren Kleider Amneris' (incl. einer erheiternden Modenschaueinlage) am Anfang bis zu ihrer klassischen Pharaoninnentrachten. Die Sklaven wurden in grauen Fetzen gekleidet, die Diener in weiß und gold (Pharao) bzw. türkis (Amneris) und Radamas Soldan in eine rote - hm, tja was? - Seefahrertracht? Mir fällt ein wirklicher Vergleich nicht ein und Fotos dürfen während der Aufführung ja nicht gemacht werden.


Ich habe mich auch daran gehalten.

Diese Fotos entstammen nämlich dem Programmheft für Aida, ich habe sie mit dem Handy nur für diesen Blog abfotografiert.

Die Fotos wurden gemäß Programmheft von Heiner Schäffer gemacht, Impressum kommt vom FreilichtSpiele Tecklenburg e.V. (Spielzeit 2009), die Gestlatung von "idee!" www.bruno-allamel.com, der Druck erfolgte bei der Druckerei Lamprecht,Lengerich (ich möcht ja keine Urheberrechte verletzen.

Und dann sind da natürlich noch die Darsteller und Sänger:

Patrick Stahnke gab Radames, er ist erfreulicherweise regelmäßig für Aufführungen in T. und hat hier schon Mozart, Jekyll&Hyde, den Zahnarzt Orin sowie Audrey II im Kleinen Horrorladen dargestellt. Gem. Programmheft hat er in Berlin D'Artagnan dargestellt, den Heizer Frederick Barret in Titanic, in München auch Mozart ...

Aida wurde von Zodwa Selele gespielt und gesungen, die u.a. im König der Löwen in Hamburg mitwirkte, in Ray Charles - the Musical und in Köln arbeitete.

Als Amneris konnte man Willemijn Verkaik erleben, die u.a. in Holland die Königin in den Drei Musketieren spielte und im Queen-Musical We will rock you, außerdem ist sie auch als Elphaba in der Stuttgarter Broadway-Fassung von Wicked zu sehen.

Ich finde es Wahnsinn, diese Musical-Darsteller hier in T. erleben zu dürfen. Die Darstellung und den Gesang empfand ich als so schön, nicht nur von den drei Hauptdarstellern Zum Beispiel bekam ich, als der "Sklavenchor" auftrat und erstmals um Aidas Führung "warb", eine Gänsehaut. Während Amneris entdeckt, daß ihre Liebe für Radames nicht erwidert wird und auch später, als sie um die Gnade bittet, Radames und Aida gemeinsam sterben zu lassen und nicht einsam allein (sie kann weder seinen Tod, noch Aidas verhindern), hatte ich Tränen in den Augen. Aidas Tragik, gefangen zwischen Stolz, Reue, Nubien und Ägypten, ihrem Volk und ihrer Liebe wurde mir ebenso vermittelt wie Radames Weg vom erobernden Heerführer, der versucht pflichtbewußt zu sein und Amneris zu heiraten bis zu dem Mann, der zuletzt nicht dieser Pflicht, sonder seinem Herzen folgt und dadurch zum Verräter am eigenen Volke wird. Einfach wundervoll.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Noch Fragen?






........ heutiger Nachschub.













Noch Fragen?

Mittwoch, 22. Juli 2009

Donnerwetter, Sisyphos oder Motivationstraining

Die Donnerwetter am Dienstagabend und im Verlauf der Nacht habe ich im hiesigen NRW-Bereich gut überstanden. Streckenweise rauschte es nur so um mich herum und einige Zeit drückte der Wind den starkem Regen auf meine Küchenfensterfront und sorgte für Feuchtigkeit zwischen Fensterrahmen und Fensterbank. Aber angesichts der Unwettermeldungen im übrigen sind wir hier in L. klasse weggekommen. Nein, ich schalte auch nicht mehr beim ersten Blitzen alle Geräte aus :-) Vielmehr habe ich gestern abend in aller Ruhe Torchwood, die 2. Staffel (engl.), geschaut und bin gegen 24.00 Uhr in die Koje gegangen, habe noch ein paar Seiten in "Tintentod" gelesen und schlief irgendwann ein.

Auf Arbeit sah es dann heute am Mittwochmorgen so aus


im Vergleich zu gestern nachmittag:


Ich war dann auch ganz guter Dinge, heute ein paar liegen gebliebene Sachen aufarbeiten und vielleicht sogar einen pünktlichen Feierabend genießen zu könnne. Aber der Tag war ja noch jung, ab Mittag fand dann folgende Entwicklung statt


und mein pünktlicher Feierabend verschwand. Positiv denken: Du bist nicht mit Sisyphos verwandt, es ist vermutlich nur eine neue Form von Motivationstraining ...

Dienstag, 21. Juli 2009

Lesen

Ich habe auf What Kind of Reader Are You? einen kleinen Test mitgemacht. Das ist das Ergebnis:

What Kind of Reader Are You?
Your Result: Dedicated Reader
 
You are always trying to find the time to get back to your book. You are convinced that the world would be a much better place if only everyone read more.
Obsessive-Compulsive Bookworm
 
Literate Good Citizen
 
Book Snob
 
Fad Reader
 
Non-Reader
 
What Kind of Reader Are You?
Quiz Created on GoToQuiz


Wie bei dieser Art Kurztest üblich, sind ein paar Fragen nicht eindeutig zu beantworten. Aber ich habe mich in den zur Auswahl gestellten Antworten doch wiedererkannt :)

Samstag, 18. Juli 2009

Harry Potter und der Halbblutprinz

Am Samstag,18.07.09, habe ich mich nach I. ins Kino begeben. Pünktlich um 15.00 Uhr sah ich noch folgendes vor mir:


Wenigstens hatten die Kinoleute Mitleid, es gab recht wenig Werbung vorab, drei Trailer oder so. Dann ging es also los mit HP 6. Angesichts der Überlänge war ich dann um kurz nach halb sechs wieder raus aus dem Kino. Auch wenn die Handlung ja bekannt sein dürfte, kommt jetzt für alle, die unbeeinflußt in den Film wollen, die

SPOILERWARNUNG.

MEINE Meinung zum Film? Hm, gar nicht so einfach. Ich bin aus dem Kino heraus und fühlte mich irgendwie..... enttäuscht? Ist ein hartes Wort und trifft es auch nicht wirklich. Paßt betrogen besser? Jedenfalls ging ich aus diesem Film leider nicht wie aus Teil 5 heraus, mit dem Gefühl "Ja paßt, gute Adaption". Möglicherweise war ich zu nahe an dem Geschehen dran, da es noch nicht so lange her ist, daß ich die Bücher gelesen habe. Vielleicht hatte ich zudem meine Erwartungen unbewußt immer höher geschraubt, nachdem der Filmstart um mehr als ein halbes Jahr verschoben wurde und der Trailer so interessant aussah. Dieser "Look", düster grau, sepia, manches Mal mit Lichtpunkten in den Szenen, setzt sich im Film fort, nun er paßt ja auch zur Story. Aber im Vergleich zu den früheren Buchadaptionen incl. Kürzungen haben mich diese Änderungen beim Halbblutprinzen gestört, ICH habe dieses Mal zuviel vermißt:

- die Hintergrundinformationen zu Snape, weshalb Dumbledore ihm weiterhin so vertraut und woher seine ambivalente Haltung zu Harry herrührt,
- ein paar mehr Details zu Fenris Greyback (ganz kurz war ein Suchfoto im Bild, so daß man seinen "Gefangenenstatus" erfährt, aber was er ist und sein Verhältnis zu der Zauberer"klasse" - nun vielleicht gibt es hier mehr im nächsten Film zu erfahren), dieser Punkt ist auch nicht sooo wichtig, obwohl ich mir hierzu mehr gewünscht hätte,
ABER für mich essentiell:
Voldemorts Geschichte wurde so zusammengestrichen! Er ist DER ultimative Gegenspieler und von ihm erfahren wir hier kaum etwas, nur Dumbledors Waisenhaus-Erinnerung, ergänzt von dem Slughorn-Rückblick. Was ist mit seiner Herkunft, seinem Vater, seiner Mutter, sein Teenagerleben...

Was MIR auch noch wichtig war: Neville Longbottom. Im Orden-des-Phönix Buch erfahren wir als Leser, welche Rolle Neville hätte spielen können, im 5. Film erinnere ich mich nicht an die entsprechende Enthüllung und im aktuellen ist auch nichts zu finden. Nun, es ist natürlich meine persönliche Ansicht und die Umsetzung zum Film kann nicht allen Vorstellungen der Leser Rechnung tragen - gilt offensichtlich für alles hier Gesagte -, aber ich fand die Information schon interessant, daß sich Voldemort seinen Gegner selbst schuf (nun, Kreachers Verrat ist ja auch, ebenso wie die Hauselfengeschichte in Hogwarts, bislang unerwähnt geblieben).

Natürlich war es nett, die Teenies unter Hormoneinfluß mit und ohne Liebeszauber zu sehen und das Quidditch-Spiel, ich hätte mir aber hier weniger Filmzeit gewünscht und mehr an den oben genannten Stellen. Oder aber, man hätte auch aus diesem Buch zwei Filme machen sollen, die die Vergangenheit der doch wichtigen Todesser und Voldemorts mehr erforscht. Tom Felton spielte seinen Antihelden Malfoy gut, irgendwie verloren, die Konfrontation seiner Figur mit Dumbledore fand ich überzeugend. Auch seine Figur zwischendurch melancholisch angehaucht in Fluren sitzen zu lassen, vermittelte mir dieses Gefühl von Einsamkeit und Romantik. Letztere mit Draco Malfoy's Figur in Verbindung zu bringen, fiel mir etwas schwer. Allerdings ist Draco Malfoy eine tragische Figur, leidenschaftlich, düster. Und Romantik enthält den "Drang nach Unendlichkeit, Leidenschaftlich-Bewegtem, Dunklem, maß- und regellosem Sprengenwollen aller Grenzen". In Wikipedia findet sich weiter:

"Die Grundthemen der Romantik sind Gefühl, Leidenschaft, Individualität und individuelles Erleben sowie Seele, vor allem die gequälte Seele. Romantik entstand als Reaktion auf das Monopol der vernunftgerichteten Philosophie der Aufklärung und auf die Strenge des durch die Antike inspirierten Klassizismus. Im Vordergrund stehen Empfindungen wie Sehnsucht, Mysterium und Geheimnis. Dem in die Zukunft gerichteten Rationalismus und Optimismus der Aufklärung wird ein Rückgriff auf das Individuelle und Numinose gegenüber gestellt. Diese Charakteristika sind bezeichnend für die romantische Kunst und für die entsprechende Lebenseinstellung."

Also ist die mir vermittelte Romantik dieser Figur vielleicht doch nicht so weit hergeholt?

Was mir noch auffiel: Weshalb sitzt Neville bei Slughorn beim "Ehrendinner"? Ohne Buchkenntnis ist dies -sorry Neville - dermaßen unglaublich, ihn bei den übrigen "Berühmtheiten" zu finden. EDIT 13.11.2010: Jawohl, Neville ist dabei, weil er der Sohn berühmter Auroren ist!

Mir ging es auch zu schnell, zunächst Harry im Unterricht und holper die polter bei Dumbledore im Turm zu sehen; er schaut sich die Waisenhaus-Erinnerung an und zieht sofort die für den Plot erforderlichen Schlüsse (es fühlt sich jedenfalls zu schnell an, vielleicht erinnere ich auch die Szenen nicht richtig). Hier sind vielleicht erklärende Szenen der Schere zum Opfer gefallen, vermutlich auch am Filmende. Wie sonst kann man zu diesem Filmschluß kommen, in welchem Harry, Hermine und Ron traurig und melancholisch Dumbledore nachtrauern, Harry sich Vorwürfe macht und seinen Entschluß verkündet, die Horkruxe weiter zu suchen, Hermine und Ron ihm erklären, daß sie ihm natürlich helfen - SCHNITT/ENDE? Nein. Hermine teilt Harry noch Ron's Einverständnis zu Harrys und Ginnis Freundschaft mit und regt an, es mit dem Knutschen vor Ron nicht zu übertreiben, was zu einer Teenager-Kicherei führt!? Was sollte das denn in dieser sonst stimmigen Endszene? Möchte man den Zuschauer nicht ganz so deprimiert angesichs Dumbledores Tod aus dem Kino schicken? Also diese Nebeninformation hätte ich an dieser Stelle nicht gebraucht (mal abgesehen von der Buchkenntnis und der "Auszeit"), sie hätte auch in den nächsten Film einfließen können.

Jetzt sitze ich also hier und denke "Mach doch den Film nicht so madig". Vielleicht bin ich wirklich zu nah am fehlenden Geschehen durch die Buchlektüre. Andererseits: Was ist mit dem Zuschauer, die die Bücher nur teilweise oder gar nicht gelesen hat. Ich finde es schade, daß ihm bei der Adaption insbesondere dieses Buches meiner Meinung nach wertvolle Hintergrundinformationen vorenthalten bleiben. Wie soll dieser Zuschauer erkennen können, wo die Anlagen für die Entwicklung von Tom Riddle zu Voldemort verborgen sind und wodurch Snapes Handlungen motiviert werden etc. Sicherlich stelle ich mir diese Fragen wieder auf dem Hintergrund, daß ich die Bücher kenne. Aber möglicherweise sind diese Fragen gar nicht so theoretisch?

Freie Tage

Diesen Anblick durfte ich vorgestern, als die Sonne morgens in mein Schlafzimmer fiel, genießen: Merlin und Marlowe einträchtig und sonnenbeschienen. Hm, schön.



Außerdem habe ich mich am Donnerstag in die Stadt begeben und mir meine neue Kette in einer örtlichen Schmuckwerkstatt abgeholt. Die Kette selbst mußte noch in der richtigen Länge bestellt werden, der Anhänger ist ein Einzelstück der Firmeninhaberin, beide sind aus 925er Sterling Silber gearbeitet. Ich habe mich bereits vor gut zwei Monaten in den Anhänger "verliebt" und mich dann am Mittwoch zum Kauf entschlossen. Hier ist das Schmuckstück:


Aber noch zu meiner aktuell beendeten Lektüre:
Auch den 3. Band der Sandman-Comic-Reihe habe ich zwischenzeitlich genossen. Er enthält die folgenden vier Erzählungen:

"Kalliope" - eine Muse, die von einem Schriftsteller gefangen gehalten wird und die eine - unschön geendete - Beziehung zum Sandmann hatte vor tausend Jahren (es wird angedeutet, als sei Orpheus der Sohn von Kalliope und dem Sandmann). In der Geschichte geht es um ihre Schicksalals Gefangene und die Frage, ob der Sandmann ihr hilft bzw. überhaupt helfen kann (sie erfährt, daß er selbst in Gefangenschaft ist, vgl. Bd. 1 der Reihe).

"Der Traum von 1000 Katzen" - Eine Katzenversammlung findet auf einem Friedhof statt, eine Katze spricht zu ihnen. Diese lebte, wie andere Katzen auch, bei Menschen, war zufrieden, kommt aber zu der Erkenntnis, daß sie - und die anderen Katzen - versklavt sind: ihr aufrüttelndes Erlebnis ist die Wegnahme ihrer Jungen durch den Menschen und ihre Tötung, die sie nicht verhindern kann. Sie berichtet von ihrer Trauer und ihrem Traum: sie betritt das Traumreich und sucht den Traumkönig, "ihren" Sandmann, um ihn zu fragen, warum die Katzen so leben, sie möchte eine Antwort, eine Offenbarung. Wird sie den Traumkönig finden und hört er sie an? Wird ihr etwas offenbart und wenn ja, was? Sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich Merlin und Marlowe träumen sehe?

"Ein Sommernachtstraum" - schließt an eine Geschichte aus Band 2 an, in welcher der Sandmann Will Shakespeare kennenlernt. Ein Spiel im Spiel, denn die Premiere des Sommernachtstraums im Grünen findet für ein besonderes Publikum statt.

"Fassade" - eine einesame Frau, die nicht mehr in die Welt gehen mag, die Alpträume - mit denen sie zurechtkommt - und wirklich schreckliche Träume hat. Sie wünscht sich ihren Tod, doch sie weiß nicht, wie sie sterben soll....

In dem Vorwort von Steve Erickson zu diesem Band wird ausgeführt, daß sich "Neil Gaimans Storys in Sandman konzentrisch durch einen Nebel zu einem Raum in der Mitte bewegen, wo man erwartet, ein Bekenntnis vorzufinden. Aber statt dessen betritt man ein weiteres Reich ..." Ich finde, das trifft es ganz gut: Die Geschichten, die ich bislang gelesen haben, sind natürlich durch einen roten Faden verbunden: das Traumreich bzw. sein Herrscher. Und natürlich werden Fäden aufgegriffen, aber sie werden nicht immer in der "Erwartungshaltung" des Lesers verwoben. Ich meine damit, daß sie nicht unbedingt zu einer kohärenten Story fortgeführt werden

- hier ist meiner Ansicht nach Kohärenz vorhanden: Gaiman führt die Begegnung mit Shakespeare aus Bd. 2 in diesem Band fort, und zwar durchaus mit einer vom Leser nachvollziehbaren Logik, das Treffen hat Folgen, die man erwarten KANN - ,

sondern plötzlich taucht eine Figur in dem Alptraum eines anderen auf, gibt es keine "Anschlüsse", findet man den letzten Satz, das letzt Bild einer Story und sucht ein Ende... Für mich hat Gaiman dieses Gefühl, im Traum gefangen oder verloren zu sein, sich aus ihm zu befreien oder sich in ihn zurückzuwünschen, eingefangen und transportiert, natürlich mithilfe der weiteren Comic-Mitarbeiter. Ich freue mich auf die weiteren Bände.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Gedächtnisstütze, die 2.

Sozusagen als Zwischenspiel hatte ich "Exponentialdrift" von Andreas Eschenbach gelesen. Dieses Taschenbuch hatte ich zugleich mit "Bis(s) ans Ende der Nacht" aus der Bibliothek mitgenommen. Klappentext klang interessant und seinen Roman "Das Jesus-Video" fand ich klasse (die Verfilmung allerdings nicht). Wie auch immer:

"Exponentialdrift" ist als zunächst als Fortsetzungsroman in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung erschienenen, welcher aktuelle Ereignisse miteinbinden sollte, so daß also "Echtzeitbezug" vorlag. Die einzelnen Kapitel sind - in der Taschenbuchform - ca. 2 bis 4 Seiten im Schnitt lang. Diese Form fand ich interessant, auch den Plot: Ein Wachkoma-Patient erwacht, erinnert sich zwar an sein Leben, sieht und erinnert es jedoch aus einer Drittperspektive und kommt zu dem Schluß, ein Außerirdischer zu sein. DerRoman geht dieser Frage nach, es wird ein Zeitraum von gut 10 Monaten umfaßt. Die Schwierigkeit für Eschenbach dürfte nicht nur darin bestanden haben, eine Story zu entwickeln und in ihr so manches Mal gerade stattgefundene echte Ereignisse einfließen zu lassen, sondern natürlich auch die Spannung in den doch recht kurzen Textpassagen so zu halten, daß der Leser dranbleibt. Bei mir zumindest hat das funktioniert, ich habe den Roman - der ja auch nicht allzu umfangreich war - in zwei Tagen in Ruhe ausgelesen.

zur Gedächtnisstütze 2009

Ein wenig muß ich hier "umarbeiten". Die Bücher, die ich vor meinem Blogbeginn dieses Jahr gelesen habe, werde ich dort lassen incl. meiner Empfindungen zu ihnen. Aber bei den aktuellen Bücher werde ich dort wohl doch nur die Titel erfassen und im übrigen hierzu direkt posten, sonst wird es an der Stelle schlicht zu voll. Also zu den letzten Büchern hier die aus der Gedächtnisstütze übernommenen Überlegungen:

Roman "Bis zum Ende der Nacht"
Ich wollte wissen, wie die Reihe ausgeht. Weiß ich jetzt auch. Das Buch las sich ebenso flott weg wie die übrigen aus der Reihe und war durchaus unterhaltsam. Vielleicht war es auch ganz gut, daß ich die drei Vorbände nicht direkt davor gelesen habe: Aus der Erinnerung heraus war der Erzählfluß in Ordnung. Hätte ich alle vier Romane hintereinander weggelesen, wäre ich vielleicht genervt gewesen von den Eigenarten der Hauptfiguren Bella, Edward und Jacob. Vermutlich wäre in zwei Büchern die Geschichte auch erzählbar gewesen. Bellas Änderungen, insbesondere ihr "Reifen" im Verlauf der Geschichte zwischen den Vorbänden und Band 4 empfand ich als etwas sprunghaft, durchaus motiviert aus der Geschichte heraus, aber hier hätte sich S.M. etwas mehr Zeit für die Figurenentwicklung nehmen können, die sie an anderen Stellen durch Wiederholungen verschenkt. Den Wechsel der Erzählperspektive im 2. Teil auf Jacob fand ich schon seltsam und nicht wirklich stimmig. Nun, ich mußte ihn hinnehmen, aber für die Ausgewogenheit insofern fehlt mir dann der Wechsel auf Edward. Ich. Für mich ist Billy zu kurz gekommen, aber auch Charlie und Reneè, Bei Reneè erwähnt Bella irgendwann, daß der Kontakt eingeschlafen sei?! War sie nicht vorher mehr Bellas beste Freundin, denn Mutter? Und in dieser Doppelfunktion kümmert sie sich nicht mehr um ihre Beziehung zu Bella? Ich kann nur vermuten, daß Reneè mit ihrem Lover in einem der letzten Gebiete ohne Telefon/Funk/I-Net (in einem Blizzard) Urlaub machte und ganz spontan nach Schluß von Band 4 den Kontakt wieder aufnimmt.Ansonsten war das Buch, wie gesagt, unterhaltsam und befriedigte meine Neugierde.

"Im Kabinett des Todes"
Es handelt sich um diverse Kurzgeschichten, in manchen habe ich Bekannte aus dem Dunklen-Turm-Zyklus getroffen, sie sind so verschieden: psychologischer Horror, Fantasy, Grusel, Spur ("1408") und "Achterbahn: Riding the Bullet" war auch nicht schlecht . Von letzterer gibt es offenbar auch noch eine längere Fassung, die als separates Buch veröffentlicht wurde, vielleicht stolpere ich mal darüber.

"Es"
Diesen Roman wiederzulesen war wieder mal klasse, und hallo GANT, du alte Schildkröte. Ich empfinde das Buch als gruselig, die Einführungen der Figuren (Kind u. Erwachsen) und ihrer Lebensumstände gelungen. Und King schildert Horror so vielfach: einmal verkörpert durch Pennywise an sich, aber nicht zu übersehen der Horror durch die Gleichgültigkeit der Mitmenschen (ob nun durch Pennywise forciert oder nicht), die schlichte Bösartigkeit mancher Figuren, ob nun in Derry oder woanders (man denke nur an Bev's Ehemann) , die Hölle, die sich die erwachsenen Figuren selber schaffen (durch Isolation von anderen oder z.B. in Bev's Eheleben oder allein durch Imagination, hierzu zähle ich auch Stan). Für mich ein atmosphärisch dichter Roman mit einem Manko: Audras Wiedererwachen als Happy End empfinde ich als unpassendes Ende dieses Romans. Vielleicht liegt es ja an mir, aber dieser "Kunstgriff", Audra durch Fahrradfahren - nur Bill allein - ist nicht stimmig. Wenn es wenigstens eine gemeinsame Aktion des verbliebenen "Verliererklubs" und ihrer Magie/ihres Glaubens gewesen wäre: Damit wäre ich vermutlich zufrieden gewesen.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Am Sonntag war ich ja in T. Hier noch ein Bild des Eingangs zum "Unicum", eine Art Verkaufsgalerie mit Bildern, Reliefs, Skulpturen etc.

Hier habe ich die Metallfigur "Stier im Sprung" erworben:


Ich finde ja, daß sich die Figur dort auf dem Bücherturm gut macht. Trotzdem werde ich ihn dort vermutlich wegnehmen. Wenn meine Felidae-Jungs am Toben sind, springen sie gern vom benachbarten Kratzbaum auf den Bücherturm und von dort zur Fensterbank bzw. zurück. Dabei geht es manchmal recht rasant her, so daß ich fürchte, daß die Figur fällt oder schlimmstenfalls, daß sich die Jungs an den recht spitzen Hörnern der Figur verletzen. Mal sehen,

Übrigens, direkt neben dem Unikum fand ein "Garagenflohmarkt" statt:

In T. mitten in der Stadt ca. 10 m vom historischen Marktplatz entfernt findet ein Garagenflohmarkt statt. Wenn man T. kennt, dann stimmt man mir vielleicht zu, daß dies irgendwie seltsam war.

Dienstag, 14. Juli 2009

Freie Tage in Sicht

Schon ist wieder eine Woche um. Ich habe mir etwas Zeit gelassen, meinen Blog zu aktualisieren, abgesehen von der "Gedächtnisstütze", die vielleicht schon zur Kenntnis genommen wurde.

Nun ja, es hatte etwas damit zu tun, daß ich mich in der letzten Woche eigentlich immer nur in eine Decke eingekuschelt auf das Sofa begeben wollte. Es war so kalt.

Am Freitag kamen zur Kälte und Nässe Überstunden und auch am Samstag mußte ich für 3,5 Stunden ins Büro. Später habe ich dann mit meiner Freundin R. in der Stadt Kaffee getrunken und auf dem Heimweg die neue Unterkunft von Familie O.-M. angeschaut, was Wetter wurde endlich besser:-). Sonntag war ich mit meiner Freundin G. unterwegs. Wir sind nach T. gefahren und etwas durch die Stadt geschlendert. Ich habe eine neue Metall-Skulptur erworben (einen in Bewegung befindlichen, unter Spannung stehender Stier, der gut zu meinem Bild im Wohnzimmer paßt, ein Foto stelle ich noch ins Netz) und werde demnächst einen biologisch angebauten trockenen Riesling testen.

Tja und gestern sowie heute habe ich brav gearbeitet von morgens um 08.00 Uhr durchgehend bis um 19.00 Uhr bzw. 18.30 Uhr. Mein Chef sorgt für mich: Er möchte, daß ich meine drei freien Tage auch wirklich zu schätzen weiß und genieße, also verschafft er mir Urlaubsreife.

Ist ihm gelungen.

Nun, im Moment sitze ich jedenfalls noch auf meinem Balkon, trinke einen Glas Dimple, schreibe meinen Blog und genieße die noch immer wunderbar warme Luft. Die Vögel zwitschern und Marlowe streicht mir um die Beine, während Merlin sich auf meinen Balkontisch gesetzt hat und mich - leicht vorwurfsvoll - anschaut. Ja, ich hatte an den letzten beiden Tagen auch wenig Zeit für die Jungs, nachher wird noch eine Runde getobt.

Dr. Who Staffel 4 habe ich gestern bei amazon.co.uk geordert, ebenso Torchwood Staffel 2 und "Torchwood - children of earth". Ich konnte schlicht nicht länger wiederstehen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Dr. Who Staffel 3

Ich habe gerade den letzten Teil Staffel 3 Dr. Who geschaut und bin noch ganz hin und weg. Der Dreiteiler, also Utopia/The sound of drums/Last of the Time Lords war fantastisch. Die Story, die Schauspieler, für mich echte Glanzleistungen. John Simm's Darstellung als "Master" finde ich genial. David Tennant war in der ganzen Staffel wundervoll, besondere Höhepunkte für mich waren seine Darstellungen in The sound of drums/Last of the Time Lords und Human Nature/The family of blood, schlicht authentisch und bewegend. Freema Agyeman's Charakter gewann an Stärke, ich habe ihr die Freude, die Verletztheit, die Tragik ihrer Martha Jones abgenommen.

Die Staffel strotzte nur so von guten Einfällen und Stories. "Runaway Bride" setzte dort an, wo Staffel 2 aufhörte, und war eine nette "tour de force". Die Entführung eines ganzen Krankenhauses auf den Mond incl. der Strohhalm-Attacken und der rigiden Space-Polizei - in dieser Folge "Smith and Jones" treffen der Doctor und Martha aufeinander - war schon abenteuerlich. Hoverville und die Dalek-Entwicklung waren interessant in "Daleks in Manhatten/Evolution of the Daleks", allerdings war Sec's Schicksal nicht wirklich überraschend, oder? Bizarr fand ich Shakespeares mögliche Inspiration für "seine" Hexen in der Folge "Shakespeare-Code" und als etwas beunruhigend "Gridlock", hier gibt es ein Wiedersehen mit dem Face of Boe (auf seine Identität gibt es tatsächlich in der letzten Folge der Staffel einen - ernstgemeinten? - Hinweis). "The Lazarus-Experiment" ordnete sich in die Serie ein, ich fand die Episode gut gemacht, aber nicht sooo überragend, sieht man davon ab, daß auch hier spätere Folgen vorbereitet werden. "42" - der Titel erinnerte mich an eine Folge von Battlestar Galactica (die neue Serie) - fand ich spacig gelungen. "Human Nature" und "The family of Blood": wundervoll und herzzerreißend. Die weeping angels aus "Blink" haben mich tatsächlich zum Zusammenzucken gebracht und mir einen Adrenalistoß versetzt (nach dieser Folge sieht man Steinfiguren vielleicht etwas anders, das Design der Engel ist äußerst gelungen, wie ich finde). Ja und der dreiteilige Abschluß - genial. Viele gut aufgelegte Gaststars und ein cross-over von Captain Jack, die Staffel machte mir mehr als nur Freude.

Hinzu kommt noch, daß auch die Staffel 3 - ebenso wie 1 und 2 - top mit Extras ausgestattet ist, zu allen Episoden gibt es Audiokommentare, außerdem Video-Diaries von David Tennant, eine Musikgala-Mitschnitt für "Children in Need" mit Dr.-Who-Soundtrack, Outtakes und Deleted Scenes, und auf der letzten DVD Dr. Who Confidential (backstage, interviews) und die Cutdowns (design-extras, sets etc.). Ich schreibe hier natürlich von der englischen Boxausgabe, dh die specials sind in englisch und - mit Ausnahme der Audiokommentare - mit englischen Untertiteln für englische Hörgeschädigte :-). Klasse finde ich übrigens, daß auch diese Box mit AudioNavigation und AudioDiscrption für Blinde ausgestattet sind.

Meine Euros habe ich wirklich gut investiert. Und Staffel 4 wartet schon im Hintergrund auf meine Bestellung. Nun, obwohl ich mir für diesen Monat vorgenommen habe, nicht so viel Geld bei Amazon(uk) auszugeben, werde ich wohl nicht sehr lange wiederstehen können ...

Montag, 6. Juli 2009

Kater

Ich wollte noch fix Fotos meiner beiden Kater vom Wochenende zeigen (da die Sonne von ca. 11.00 Uhr bis abends 18.00 Uhr meinen Balkon "verwöhnt", hatte ich ihn am Sonntag "verschattet", fand ich ganz angenehm so):



Erkannt?

Merlin befindet sich auf der "Sonnenseite" des Balkons. Er war zu schnell für mich, sonst hättet ihr seine seitliche Silhouette sehen können. Dann wäre er auch besser von Marlowe zu unterscheiden....

Ich war neuen Eistee holen. Das Ergebnis:


Marlowe schnappte sich recht schnell meinen Leseplatz und arbeitete ihn für seine Bedürfnisse um. Wir haben uns dann aber arrangiert.

Und so sieht es dann schon mal morgens aus, Marlowe ist ja häufig in der Kratzbaumrolle zu finden:

Er hält dort auch regelmäßig Siesta, heutiges Beispiel:



Merlin ist zur Mittagszeit regelmäßig bei mir, so auch heute:



Sieht er nicht gegenüber Marlowe wie ein Hungerhaken aus? Ich schwöre, er bekommt regelmäßig vernünftiges Futter (manchmal auch Leckerli) und Marlowe kann ihm auch nichts davon wegnehmen.

Sonntag, 5. Juli 2009

Wochenende

Viel passiert ist an diesem Wochenende nicht. Am Samstag war ich vormittags in der Stadt, ein Keramikmesser habe ich gekauft; den Granitmörser habe ich bei Roßmann leider nicht mehr bekommen. Also benutze ich weiterhin meinen Holzmörser. Tja, dann ging es nach Hause und ich habe abwechselnd meine Zeit auf dem Balkon verbracht und innen:

Draußen wurde gelesen in den Kurzgeschichten "Das Kabinett des Todes". "Es" ist inzwischen ausgelesen, nächste Woche werde ich das Buch in die Bibliothek zurückbringen. Die Verfilmung habe ich mir in den letzten Nächten angesehen, als ich vor Wärme nicht zur Ruhe kam und nicht schlafen konnte. Die DVD ist zweiseitig "beschrieben", man muß die DVD also ca. in der Mitte des Films wenden. Die Verfilmung mit Tim Curry als Pennywise ist nicht schlecht, aber nach meinem Empfinden etwas behäbig. Nun, manche Effekte sind heute natürlich besser machbar, aber das meine ich nicht. Die Geschichte entwickelt sich ähnlich langsam wie es auch in Steven King Bücher auch so manches Mal stattfindet, allerdings wurde das Buch natürlich für den Film bereits gekürzt und streckenweise umgearbeitet. Trotzdem baut sich die Spannung recht langsam auf, meine Meinung. Wie auch immer: Die Stimme von Tim Curry im Original ist klasse und gruselt auf jeden Fall. Und es gibt Gerüchte, daß "Es" neuverfilmt werden soll.

Am Samstag habe ich dann auch die 2. Staffel von "Dr.Who" beendet. Rose ist ab der 3. Staffel nicht mehr dabei, mit David Tennant als Doctor habe ich mir inzwischen "angefreundet", die Interpretation von Christopher Eccleston gefiel mich auch gut. Tja und offensichtlich sind die Daleks nicht Tod zu kriegen und - wie aus Torchwood Staffel 1 ersichtlich - auch die Cybermen irgendwie nicht. Mal schauen, ob letztere auch wieder bei Dr.Who in der 3. Staffel auftauchen, die Daleks sind auf jeden Fall dabei.

Am Sonntag habe ich mir ein Frühstück im Bett gegönnt und bin um halb zehn Uhr morgens zum Schwimmen gefahren. Ich habe nicht geschaut, wieviel Grad das Wasser hatte, aber es war schon morgens total warm, gefühlte 20 Grad bei 22 Grad Lufttemperatur am Morgen. Es war fast nicht erfrischend.

Tja und dann habe ich mir für den Tag eine Riesenkanne Pfefferminzeistee gemacht - heute habe ich garantiert genug Flüssigkeit zu mir genommen -, bin bei peggster.net vorbeigesurft (Simon Pegg und Nick Frost drehen gemeinsam einen neuen Film, da bin ich ja neugierig), wäsche mußte gemacht werden, das "Kabinett des Todes" habe ich ausgelesen und mit der dritten Staffel von Dr. Who angefangen (Martha Jones ist eigenständig und sympathisch). Und im Moment läuft "The Mentalist" im Hintergrund.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Woche schreitet voran und ich bin froh, daß sich das Wochenende mit Riesenschritten nähert. Heute nachmittag hatte ich erneut das Gefühl, daß die Wärme mein Gehirn gart. Meine Konzentration läßt ab Mittag spürbar nach. Letzteres hängt auch damit zusammen, daß ich nicht gut schlafe, es ist einfach zu warm. Also lese ich um halb zwei Uhr nachts noch oder sehe fern und komme um halb sieben Uhr morgens nicht aus dem Bett. Eine Umfrage zu den Auswirkungen des aktuellen Wetters brauche ich nicht zu starten, wie ihr Ergebnis aussehen würde kann ich mir lebhaft vorstellen.....

Bei Amazon konnte ich nicht wiederstehen und habe mir die DVD's "Es" von Stephen King gekauft und "The Stand". Nachdem ich "Es" gerade ausgelesen habe, befriedige ich gerade meine Neugierde in Bezug auf die filmische Umsetzung. Ich erinnere mich noch an manche Filmszenen (ich weiß aber nicht mehr, wann ich den Film das letzte Mal gesehen haben!), lasse aber jetzt den Originalton mit deutschen Untertiteln laufen. Und "The Stand" werde ich mit meiner Freundin D. aus Bielefeld schauen.

Was mich dann doch überraschte war der Betrag, den ich im letzten Monat bei Amazon gelassen habe. Soviele Einzelbeträge, die alle nicht soooo hoch waren, wurden abgebucht und ergaben satte 200 EUR. Hm. Hört sich nicht nur viel an, ist es natürlich auch. Trotzdem habe ich kein schlechtes Gewissen, ich habe mir jedes einzelne "Stück" erarbeitet. Den Überblick habe ich aber schon etwas verloren, das sollte nicht passieren.