Sonntag, 27. Dezember 2009

"Wilde Schafsjagd" von Haruki Murakami

Im Rahmen einer privaten Minileserunde (Wilde Schafsjagd) Dezember 2009 mit Sayuri und Tine habe ich diesen Roman von Murakami. Der Roman ist im Original gem.Wiki wohl 1982 erschienen. Es ist, wie ich in Wiki gelesen habe, auch nicht sein Erstling, wenngleich einer seiner frühen Romane. Vor kurzem erst habe ich von  *****"Schlaf" von Haruki Murakami gelesen und ****"Sputnik Sweetheart" und war von beiden bezaubert. An "Naokos Lächeln" erinnere ich mich auch positiv zurück.


Worum geht es:
Der - namenlose - Protagonist betreibt mit einem Partner eine Werbeagentur. Für eine Lebensversicherung verwendet er ein Foto: Schafe auf einem Hügel in Hokaido. Dieses Foto führt zu dem Besuch eines mysteriösen Mannes (namenlos) auftrags des Chefs eines großen japanischen Imperiums. Mehr oder weniger durch Erpressung wird der Protagonist genötigt, den Ort der Fotoaufnahme zu ermitteln. Weshalb? Weil sich auf dem Foto ein Schaf mit einem Stern im Fell befindet, daß es nicht geben kann, von dem "der Chef" jedoch geträumt hat und welches besonderes Kräfte haben soll... Und so begibt sich der Protagonist auf die Jagd nach "dem Schaf" ...

2,5 * Nachlese
So sehr ich Murakami schätze, mit diesem Roman hatte ich Schwierigkeiten. Ersteinmal fand ich die zeitliche Aufteilung, konkreter die Einführung, des Romanes verwirrend. Der Roman beginnt mit der Beerdigung - ich weiß auch nach Beendigung des Romans nicht, was diese Figur in dem Roman sollte. Ich fand den Roman am Anfang auch unglaublich zäh. Auch im weiteren Verlauf war ich so manches mal ob der umfangreichen Informationen zur Schafzucht auf Japan irritiert. In der "Wilden Schafsjagd" hat mich auch mal wirklich die nicht vorhandene Namensgebung gestört (obwohl das in den Murakami-Romanen ja häufig vorkommt). Wäre es nicht ein Leserunden-Buch gewesen, hätte ich es vermutlich wieder ins Regal gestellt und die Lektüre auf unbestimmte Zeit verschoben. So war ich aber motiviert, weiterzulesen :)

Jedenfalls gewann der Roman auch endlich an Fahrt, sobald der mysteriöse Mann auftrat.  Nach und nach blitzte dann auch der Murakami auf, den ich so schätze. Der Humor (Gott in allen Dingen und der Frage, welcher Gott in den Autos zu finden ist, die in den USA gebaut und nach Saudi-Arabien exportiert werden, Namensgebung von Bahnhöfen, Bückling und die Ainu-Story etc.) ist skurill, die Charaktere sowieso eigen und auch das Surreale - es geht schließlich um ein Schaf! - ist natürlich auch in diesem Roman zu finden.

Trotz der Steigerung zum Ende hin war dieses Murakami-Buch in der Gesamtschau für mich leider enttäuschend und aus meinem Bauchgefühl nur etwas besser als **Tintentod. Ich habe bei Amazon die positiv überwiegenden Rezensionen gesehen, kann ihnen aber  nicht folgen. 2,5 Sterne (leider, leider).


Was mir noch aufgefallen ist
Obwohl ich das Cover dieses Taschenbuches interessant finde, kann ich schlicht weg nicht sagen, worin der Bezug zum Roman besteht.

1 Kommentar:

  1. oh, stimmt, das cover... ich glaub, das zählt als eye-catcher ;)
    alles weitere bei mübile morgen...

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