Sonntag, 1. November 2009

Halloween 2009

Gestern habe ich bei meiner Freunde R. und ihrem Mann den Halloween-Abend verbracht. Wir haben uns in der Videothek nach einem "Klassiker" wie Halloween umgesehen: leider ergebnislos. An diversen Splatterfilmen bestand kein Mangel. Allerdings habe ich mein Veto eingelegt: ehrlich, ich möchte keinen Film sehen, bei dem ich schon von Anfang an weiß, daß mir schlecht wird. Oder, daß ich sowieso nicht hinsehe.

Ich hoffte mehr auf einen gute Psychothriller oder Horrorfilm, der mehr psychologisch aufgezogen ist. Vor ein, zwei Jahren habe ich einen solchen Film gesehen, der spielte in Ungarn oder Rumänien. Ein Pärchen wohnt in einem Haus im Wald und hört im Haus diverse Geräusche. Der Horror daran ist, daß es keine übernatürlichen Ereignisse gibt: Die Geräusche und daß, was dort Furchtbares geschieht, beruhen auf falsch verstandenen und agressiv/blutigen Streichen, die dem Pärchen gespielt werden. Die ganze Story soll auf einer wahren Begebenheit beruhen und ich habe die darauffolgende Zeit immer ein ungutes Gefühl gehabt, wenn ich im Haus Knirschen/Knacken etc. hörte. Wie der Film hieß, weiß ich leider nicht mehr, irgendetwas mit "spielen" im Titel, glaube ich .Oder halt mit Schockmomenten und Grusel, wie z.B. "The Fog - Neben des Grauens" (aber bitte das Original), meinetwegen auch die "Scream"Reihe oder "The Crow" bzw. "Dark City". Solche Filme waren nicht da und auch R. und ihr Mann waren von "The Crow" z.B. nicht so angetan. Wie also verschiedene Geschmäcker zusammenbringen?

Wir haben uns letztlich für Halloween den Film "Der Schrei der Eule" mitgenommen, der lt. Angabe auf dem Cover eine der besten Patricia Highsmith Verfilmungen darstellen sollte. Hm, das hätte bei mir eigentlich schon "roten Alarm" auslösen sollen. Ist "Der talentierte Mr. Ripley" nicht auch von ihr? Bei dieser Verfilmung habe ich dermaßen gelangweilt! Und bei dem Film "Der Schrei der Eule" fielen mir fast die Augen zu. Auch R. und ihr Mann saßen wie ich 90 Minuten lang vor dem Fernsehr in der Erwartung, daß es gleich spannend würde. Blieb aber leider aus. Nun, wir sind dann etwas durchs Programm gezappt, bei Scream hängengeblieben, den wir allerdings alle kanten, und haben einfach nebenher geredet und Fotos angeschaut. Unter anderem die Fotos, welche ich am 24.10.2009 in Tecklenburg/NRW aufgenommen habe.

Am 24.10.2009 waren wir nämlich zum "Halloween-Event" nach Tecklenburg gefahren, allerdings nur am Nachmittag, da wir Kinder von 2 1/2 bis 4 dabei hatten. Am Abend ab 19.00 Uhr fand für die älteren Kinder und die Erwachsenen der Gang durch Tecklenburg statt, vermutlich wieder incl. Statisten oder auch Anwohnern, die für Adrenalinschübe sorgten. Das kann in der bergigen und mit der alten Burg ausgestatten Stadt wunderbar atmosphärisch und gruselig sein. Wir sind dagegen nur am Nachmittag durch die nett ausgestaltete Stadt gelaufen, zur dortigen Freilichtbühne (alte Burganlage). Dort hatte ich im Sommer ja Aida gesehen. Über diverse Treppen und Wege ginge es zum Wehrturm und dann zurück zum Markt, schließlich hatten wir ja Kinder mit kurzen Beinen und entsprechender Ausdauer dabei. Als Nichtelternteil fand ich es etwas schade (R. und ihr Mann sahen es übrigens auch so), daß auf dem Markt für die Kinder nichts "Aktives" geboten wurde. Zwar gab es zwei Schminkstände, einen Luftballon-Gestalter, Gewinnrad etc., jedoch nichts in Richtung auf eigene Aktionen. Vielleicht hätte man irgendwie "Himmel und Hölle" oder Zeichnen mit Kreide usw. als für Halloween abgewandelte Spiele einbauen können. So waren die Kinder hauptsächlich mit Warten "beschäftigt". Nun, vielleicht wird es nächstes Jahr anders.

Und möglicherweise findet Tecklenburg-Halloween  auch wieder zeitlich näher an Halloween statt. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung von Halloween, Samstag, 31.10.2009, auf Samstag, 24.10.2009 vorverlegt. Mir wurde gesagt, dies hätte mit der Intervention der Tecklenburg Evangelischen Kirche zu tun, da der 31.10.2009 Reformationstag sei, an dem die Reformation der Kirche durch Luther gefeiert würde. Ooookaay. Halloween hat grundsätzlich katholische Wurzeln

aus Wikipedia zu Halloween: "Das Wort Halloween, in älterer Schreibweise Hallowe’en, ist eine Kontraktion des Wortes All Hallows’ Even (Allerheiligenabend). Wie auch bei Heiligabend ist der Vorabend des Festtages gemeint, da aus liturgischer Sicht der Abend als Beginn des Folgetages zu zählen ist"

Und am 01.11.2009 haben wir hier auch den katholischen Feiertag "Allerheiligen".

So kommerzialisiert, wie "Holloween" heute ist, sollte man doch diese kulturellen Halloween-Events von den kirchlichen Feiertagen trennen können? Oder man betrachtet Halloween als Ausdruck der ökumenischen Bewegung!? :) Wird wohl nicht passieren, oder?



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