Sonntag, 29. November 2009

"Die Schattenkönigin" von Assia Djebar

Während meines Ausfluges am 1. Adventswochenende nach Lübeck zu Melli habe ich versucht,dieses Buch zu lesen. Der erste Satz:

"Schatten und Sultanin; Schatten hinter der Sultanin"

Bei Amazon wird erklärt:

"Erzählt wird die Geschichte von Isma, die Hajilas Weg nachzeichnet, sich die Außenwelt anzueignen und dabei selbst zu entdecken. Zudem erinnert sich Isma an die Liebesnächte mit ihrem Mann sowie an ihre Kindheit in der abgeschlossenen Frauenwelt des Hauses und die Schicksale einzelner Frauen, wie der »Ausgestoßenen«, die aufgrund des vagen Gerüchts einer verbotenen Kontaktaufnahme mit einem Mann verbannt wurde und später im Unabhängigkeitskrieg Gefangene besuchte. Eingewoben in die kunstvoll komponierte Handlung ist zudem das Geschick von Scheherazade aus den Märchen aus Tausendundeiner Nacht, die nicht nur dank ihres Erzähltalents, sondern auch der Wachsamkeit ihrer Schwester überlebt. Solch weibliche Solidarität erscheint als Zielpunkt, als Chance für die Frauen auf dem Weg ihrer Befreiung."

Nachlese
Obwohl ich auf während der Bahnfahrt nach Lübeck am 28.11.09 gut 3 Stunden Zeit zum Lesen hatte, kam ich nur bis Seite 38. Und ich mochte auch nicht weiterlesen, zu blumig ist die Sprache der Autorin, zu verworren für mich der Aufbau der Geschichte, der Kapitel, der Sätze. Hajilas Geschichte war für mich schon nachvollziehbar.

Die Unterbrechungen, die offenbar zu Isma gehörten, verwirrten mich, denn ich wußte nie, ob es Ismas Geschichte mit dem "Ex-Mann" (jetzt Hajlas Mann) ist, oder mit einem Fremden, ob es Vergangenheit oder Gegenwart ist. Das "große" Bild war mir nur deshalb klar, weil ich die Inhaltsangabe bei Amazon gelesen hatte. Was die Rezensenten auf der Amazonseite bewundern und positiv erwähnen -  die bilderreiche Sprache - bereitet gerade mir keinen Lesegenuß und verführt mich nicht dazu, das Buch "vernünftig" zu lesen. Ich habe auf der Rückfahrt das Buch noch einmal hervorgeholt und durchblättert, immer wieder in die Seiten gelesen und mit einem gedanklichen Nein dann doch zur Seite gelegt. Bei diesem Buch hat sich für mich mal wieder bewahrheitet, daß man in Bücher vor dem Kauf doch einmal hineinlesen sollte. Da ich das Buch gebraucht gekauft habe, empfinde ich es nicht so schlimm, daß "Die Schattenkönigin" keine Heimat bei mir finden wird

Ergebnis: 
dauerhaft abgebrochen, keine Wertung

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