Freitag, 16. Oktober 2009

"Die kleine House-Apotheke" von Michael Reufsteck/Jochen Stöckle

Natürlich ist es ein Fan-Buch.

Der "Beipackzettel zur Kultserie" erschien im vgs-Verlag 2008 - es gibt inzwischen auch die House-Apotheke II mit verbesserter Wirksamkeit und erhöhter Dosis von denselben Autoren.

Herr Reufsteck ist Hörfunkmoderator beim SWR3 und Buchautor und Mitautor der Seite Fernsehlexikon.Über ihn wird im TB ausgeführt: (Er)"... ist Hypochonder und sollte Arztserien eigentlich meiden. In den ersten 70 Folgen von Dr. House entdeckte er mindestens 54 neue Symptome an sich selbst." Herr Stöckle ist Hörfunkjournalist beim SWR1 und gleichfalls Mitautor der Seite Fernsehlexikon.Zu ihm ist vermerkt:  (Er) "... mußte während der Ansicht von 70 Folgen Dr. House feststellen, dass entgegen bisheriger Erkenntnisse Hypochondrie zu den ansteckenden Krankheiten gehört."

Die "House Apotheke" beinhaltet eine natürlich eine Einführung in die Serie und die Hauptcharaktere incl. Darsteller: Da sich aber wohl nur Fans und Kenner der Serie das Büchlein überhaupt kaufen werden, ist dieser Passus kurz und knackig.  Dann folgt noch ein kurzer Text zum Aufbau der House Apotheke und es folgen die einzelnen Medis, ähm Episoden, der Staffeln 1 bis 3 in angenehm kompakter Form.

-Fallbeschreibung,
-diverse Diagnosen (incl. der richtigen),
-besondere Extras (wie Sprechstundendienst, Einbrüche, Ratschläge),
-bemerkenswerte (ins Deutsche übersetzte) Zitate,
-Gaststars,
-Musik,
-Anzahl der Vicodintabletten oder anderweitiger Drogen
-und weiteres

Nachlese
Die Sprache ist locker flockig und reicht von witzig über ironisch und makaber zu zynisch. Für mich greifen die Autoren gefühlt den Serienton auf und zeichnen hierbei ein liebevolles Fanbild. Natürlich muß man nicht mit den Wertungen der beiden Autoren übereinstimmen (z.B. "Nervfaktor" Cameron), kann man aber.

Was sich mir nicht ganz erschlossen hat, ist
a) weshalb die Autoren zu fast jeder Folge einen "Anmach-/Baggersatz" aufgenommen haben und
b) nach welchen Kriterien sie ihn auswählten
(Beispiel? Für Ep. 3 der Staffel 1 wird als "Anmachspruch der Woche:  Ich warte auf das Epstein-Barr-Virus. Geht auch als Entwschuldigung auf die Frage durch: Was machen Sie im Schrank meiner Frau?" aufgeführt. -?-).
 Ich nahm die Zitate zur Kenntnis, sie sind unabhängig von der Intention der Autoren so manches Mal sehr witzig.

Erheiternd fand ich auch die Referenzen zur Popkultur:

"Im Diagnosezimmer übt sich die Gang im Absingen von Hits der Fantastischen Vier. 
Foreman: "MRSA"
Chase: "VRE"
Foreman: "HIB"
Alle: "MfG, mit freundlichen Grüßen, die Welt liegt uns zu Füßen, doch wir stehen drauf ..."
(Zu Ep. 4 Staffel 1)

Ein Fanbuch eben. Für "Houssies". Wie mich zum Beispiel.

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