Sonntag, 27. September 2009

"Schattenwandler: Jacob"

Ich habe die TB-Ausgabe des Egmont-Lyx-Verlages von "Schattenwandler: Jacob" by Jacquelyn Frank, übersetzt von Karina Schwarz, gelesen. Er ist der erste Teil, der sich mit der Rasse der Schattenwandler befaßt. Der erste Satz von "Schattenwandler: Jacob" lautet:

"Es wäre geradezu lächerlich einfach, ihnen etwas anzutun".

Die Autorin wirft den Leser sofort ins Geschehen, denn Jacob, der Vollstrecker, ist gerade dabei, das Gesetz der Dämonen zu schützen: "Paare Dich nicht mit einem Menschen, verletze keinen Unschuldigen". Der Roman beginnt damit, daß ein Dämon im Bann des Mondes - der intensiv in den Zeiten um Samhain und Beltane herum Einfluß auf die Dämonen hat - versucht, Kontakt mit einer menschlichen Frau aufzunehmen. Und Jacob muß einschreiten.

Der Plot ist interessant:

Dämonen, Vampire, Lykoantropen gehören zur Rasse der Schattenwandler, Ureinwohner der Erde neben den Menschen, jeweils mit eigener Kultur, eigenen Gesetzen, eigener Regierung. Dämonen werden mit besonderen Kräften geboren, die sie Feuer oder Erde oder andere Elemente mehr oder weniger beherrschen lassen, die Kräfte sind unterschiedlich bei männlichen und weiblichen Dämonen ausgebildet. Und auch die Dämonen sind anfällig für den Einfluß des Mondes, zudem können sie von menschlichen Magiern, den Nekromanten, gerufen und gefangen werden. Aus dem vorstehendem Gesetz und den gerade geschilderten Umständen spinnt J.F. ihren Roman, Jacob als Vollstrecker ist eine Art Polizist mit Vollstreckungsbefugnis. Im Verlauf seiner "Arbeit" begegnet er Isabella, einer Bibliothekarin. Und wenn ich jetzt mehr darüber schreibe, würde ich richtig spoilern.

Die Autorin schreibt jedenfalls lebendig. Wie Jacobs Geschichte voranschreitet ist ist spannend geschrieben.Wie gesagt, auch der Plot und die Kreation der Dämonen-Welt ist interessant. Andererseits:

Isabella akzeptiert "einfach so" sehr viele Umstände. Nun gut, es ist Fantasy, manche Sachen sind einfach so hinzunehmen. Und ja, die Charakterentwicklung könnte bestimmt noch besser sein; Sabine Wassermann hat das, wie ich finde, im "Gläsernen Tor" sehr gut geschafft. Allerdings war der Roman von S.W. auch umfangreicher, sie hat sich also mehr Zeit genommen....Hinzu kommt, daß für für MICH die Schilderung der sexuellen Begegnungen in diesem Roman in der geschehen Form "to much" ist.  Also habe ich Seiten nur überflogen und geblättert. Der Sex ist nicht überflüssig für die Storyentwicklung, aber die Form der Schilderung empfand ich als ausufernd und so nicht notwendig. Aber wie so vieles ist dies Geschmackssache.

Mehr brauche ich davon nicht.

Kommentare:

  1. Hi natira

    KLint ja wirklich etwas abivalent. Und kann dich gut verstehen das du überlegst da überhaupt weiter zu lesen.

    Ich werd mir also das noch mal gut überlegen, zumal ich ja so viele andere Bücher auf meiner Wunschliste habe *gg*

    Danke für deine Meinung ;)

    Liebe Grüsse
    Alexandra

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  2. Je nachdem wie neugierig Du bist - grins - kannst Du ja in einer Buchhandlung mal ab S. 58 ff (TB Lyx) anblättern, dann erhältst Du einen Eindruck vom Sex. Wie gesagt, ist Geschmackssache...

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  3. *gg*
    So wie ich mich kenne, vergess ich das eh... Na ja, nicht tragisch.

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  4. Ich hab das Hörbuch immerhin angefangen ... -lach-
    Ja, die Grundidee mit den Dämonen ist interessant, aber andererseits fand ich den Anfang schon furchtbar banal, tausendmal gelesen und langweilig. Inzwischen hab ich aufgegeben, ich mag einfach nicht mehr.
    Anfangs hatte ich einfach noch das Gefühl, dass ständig nur ... rumgelabert wird, obwohl eigentlich gerade was geschieht und geschehen sollte & dass das nun wirklich nicht passt. Ist der Rest des Buches denn auch so? -lach-

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  5. Hallo Shiku!

    Falls ich mich recht erinnere ...
    - oh, oh, wenn ein Buch keinen dauerhaften Eindruck hinterläßt ;) -, wird einiges strategisch besprochen (sowohl Kampf, als auch Jacobs Beziehung), während Dämonen auf der Erde beschworen werden.

    Ich meine auch, daß Potential zum Straffen vorhanden gewesen wäre, andererseits mußte sie für den Serieneinstieg natürlich auch eine Bühne bereiten, die "Gesellschaftsstruktur" der Dämonen darlegen etc. Aus der _Erinnerung_ heraus würde ich sagen, das Verhältnis Charakterentwicklung/Plotaufbau/Aktion war nicht so recht ausgewogen im ersten Teil.

    Weitere Romane von ihr habe ich übrigens bislang nicht gelesen. Kaufen will ich sie nicht und in den Büchereien sind sie mir noch nicht begegnet ;)

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  6. Das klingt wahrlich nicht so reizvoll. Vielleicht hör ich es irgendwann mal zu Ende, aber weitere Bücher werde ich - wenn überhaupt - dann auch nur ausleihen. >:
    (Sollte sich unsere Bibo dazu herablassen & es anschaffen. xD Erfahrungsgemäß heißt es bei jedem Vorschlag: "Wir haben kein Geld!")
    Aber Geduld soll ja eine Tugend sein ;)

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  7. ;)
    Ich gebe zu, "Schattenwandler" würde ich meinen Biblios nicht zur Anschaffung vorschlagen, dann lieber mehr von den Klassikern wie Austen, Bronte, Wilde, Mann, Storm ... Oder etwas neuere Romane von John Irving oder Gail Tsukiyama oder, oder oder :D

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