Donnerstag, 3. September 2009

neuer Blog und neue Lektüre

Ziemlich offensichtlich habe ich das Design meines Blogs überarbeitet. Für den neuen Header habe ich meine Jungs mit der Kamera "gejagt" und einige Ebenen meines Wohnzimmerbücherturms fotografiert. Gefällt mir ganz gut ...  Bei dieser Gelegenheit habe ich auch den Bereich zu meinem TuB neu gestaltet und die Gedächtsnisstütze in eine zweigeteilte Leseliste umgewandelt. Die im aktuellen Monat gelesenen Büchern werden jetzt separat aufgeführt und wandern nach Ultimo in die Textliste. Der Lesesessel bleibt erhalten, vielleicht werde ich ihn noch etwas umgestalten und jeweils ein Bild der aktuellen Lektüre einstellen. Da Merlin und Marlowe jetzt im Header zu sehen sind, habe ich auch gleich mein Profilfoto für den Blog geändert. Leider ist der Postbereich jetzt wieder etwas kleiner, aber dafür habe ich drei Spalten. Tja, ich kann nicht alles haben, denn ich habe keine Kenntnisse in Richtung Anpassung der Html-Vorlage. Vielmehr habe ich diese in allen möglichen Bereichen abänderbare Vorlage bei  YummyLolly.com gefunden und bin dankbar dafür.

Neben der Neuordnung des Blogs habe ich aber auch in den letzten beiden Tagen ein Buch aus meinem TuB ausgelesen. War eigentlich auch keine Kunst, schließlich handelte es sich um zwei - in einem Buch veröffentliche - Kurzgeschichten von Nikolai Gogol in der Übersetzung von Georg Schwartz.  Die Kurzgeschichten haben auch nicht wirklich Zeit gekostet, sie lasen sich vielmehr total schnell weg.

"Die Nase" beginnt mit dem Satz:

"Am 25. des Monats Mai ereignete sich in Petersburg ein außerordentlich merkwürdiger Vorfall."

Das kann man wohl sagen, findet doch der Barbier Jakowlewitsch in seinem frisch gebackenem Brot eine menschliche Nase, und zwar diejenige des Majors und Kollegienassessors Kowaljow. Letzterer erwacht bei sich zu Hause und vermißt seine Nase natürlich, die ihm später am Tag voll bekleidet wie ein Adliger über den Weg läuft und später auch versucht, die Stadt zu verlassen. Bizarr, nicht war?

Die Kurzgeschichte "Der Mantel" beginnt

"Im Departement ... Aber nennen wir es lieber nicht beim Namen."

Obwohl sich der Autor offensichtlich scheut, das in St. Petersburg gelegene Departement zu nennen, wird doch der dort arbeitende Kopist Akaki Akakijewitsch namentlich aufgeführt. Und um ihn geht es ja auch, denn sein arbeitsames Leben gerät ins Wanken, als er bemerkt, daß sein Mantel ihn nicht mehr vor der russischen Kälte schützt. Sein Versuch, den Mantel flicken zu lassen, schlägt fehl, es muß ein neuer her. Aber ach, was ist das teuer und langwierig. Und als er ihn endlich hat und im Grunde das erste Mal stolz und glücklich mit seinem neuen Mantel gesellschaftlich abends verkehrt, wird er überfallen und bestohlen. Natürlich.

Gogol überzeichnet in beiden Kurzgeschichten die Realität und geht bewußt in die Absurdität. Die Geschichten strotzen nur so an seltsamen Vorkommnissen, die in der russischen Realität des 19. Jahrhunderts und auch in der Mentalität verwurzelt sind. Sei es nun Beamtentum, Alkohol, die polizeiliche Willkür oder die "bedeutende Persönlichkeit", die nur durch Herabsetzung der Untergebenen sich selbst erhöht. Geschrieben sind die Geschichten flüssig. Sie sind, wie ich finde, sehr gut lesbar und könnten in heutiger Zeit vielleicht von Walter Moers Kapitän Blaubär gesponnen werden ....

Kommentare:

  1. Guten Morgen Natira

    WOW, das gefällt mir doch richtig gut dein neues Blogkleidchen!! Ich bin immer weider begeistert von deinem Bücherturm, sowas muss ich echt auch haben!! Sogar Schatzi findet die Idee super.

    Leider liegt das lesen grade doch sehr brach bei mir. Aber ich hoff das ich bald den Kopf soweit frei habe das ich wieder richtig eintauchen kann.

    wünsch dir noch einen guten Start ins Wochenende und schick dir liebe Grüsse

    Alexandra

    AntwortenLöschen
  2. ... :-) ... danke für die Grüße
    Das neue Blog-Outfit hat mich die Woche wach gehalten und mir den Genuß einer Flasche trockenen Rieslings verschafft (teilweise aus Frust, grins).

    Wie Du schon selbst sagtest, es braucht auch seine Zeit, den Verlust eines lieben Hauskaters zu verarbeiten und sich anzupassen. Ich hoffe, auch Danu wird sich anpassen, schließlich trauern ja Katzen auch, und manchmal sehr lang. Sei lieb gegrüßt!

    Natira

    AntwortenLöschen
  3. Oh, so lange? Aber es hat sich ja gelohnt ;)Und ich find es immer wieder spassig was neues zu basteln ;) Bei mir ist auch bald wieder ein neues Kleid angesagt. ich pass es immer etwas den Jahreszeiten an.

    Ja da hast du recht. Danu sucht immer mal und macht die Runde. Ich hoff wirklich das sies verkraftet. Aber sie muss nicht alleine bleiben, das hat sie nicht verdient.

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    AntwortenLöschen
  4. Ich finde es schön, daß Ihr irgendwann einen weiteren Kater(?) aufnehmen wollt, wird Euch allen bestimmt dann guttun.

    AntwortenLöschen
  5. Das wird sich zeigen ob es ein Katzer oder noch mal eine Kätzin für Danu geben wird, es muss einfach passen. Aber in erster Linie denk ich mal an Danu denn die ist erst 2 jahre und so lange alleine bleiben muss sie nun wirklich nicht, wär was anderes wenn sie schon in den jahren wäre.

    Aber wie gesagt, Schritt für Schritt ;)

    AntwortenLöschen
  6. Du bastelst häufiger an Deinem Blog-Design? Bei war diese Umstellung die erste größere. Ich hatte voll Panik, daß meine Blogeinträge verloren gehen und wußte auch so recht am Anfang nicht, wie ich das organisatorisch machen sollte bei google (habe dann einfach einen 2. nicht veröffentlichten Blog fertigt designt und zum Schluß die Vorlage aus dem 2. Blog runter- und in meinen Haupt-Blog hochgeladen). Für den Header mußte ich mich erst einmal mit Adobe-photoshop beschäftigen, ächz, bevor ich überhaupt anfangen konnte :) Beim nächsten Mal geht's vielleicht schneller :)

    AntwortenLöschen
  7. Jep, ich brauch Abwechslung *gg* immer mal was neues ;) Ja, das hatte ich früher auch. Aber je öffters man es macht desto einfacher wird es. Und zur Sicherheit hab ich ein Testblog da steste ich erst ob das Kleidchen gefällt und passt. Und halt ne Kopie des verwendeten Blogs, so das ich den HTML Code wieder draufspielen kann wenn es doch mal zerschossen ist. Bis jetzt ist mir das aber noch nie passiert. Vielleicht dauerte es mal etwas länger als gedacht bis ich es so hatte wie gewollt aber sonst war immer alles ok.

    Oh, mit Photoshop arbeite ich schon läner und auch sehr gerne ;) Wenn du mal Hilfe brauchst ;) Vielleicht kann ich dir ja helfen.

    Und ja, es wird sicher schneller gehen ;)

    AntwortenLöschen
  8. dann weiß ich ja, wo ich fragen kann, danke. wie gesagt, ich mußte mich erst einmal etwas "puzzeln" :)

    AntwortenLöschen

Einerseits will ich Spam, andererseits Captcha-Codes für Euch vermeiden. Das Experiment mit nur registrierten Nutzern ist leider nicht vollständig geglückt, da ein paar von Euch trotz Open-ID. nicht kommentieren konnten. Also wieder frei für alle und Moderation bei Posts älter als 20 Tag/e. Ggf. muss ich wieder auf vollständige Moderation umstellen, falls der Spam bei aktuellen Posts überhand nimmt.
Wir lesen uns. :)