Samstag, 19. September 2009

Drei Fragen - Stöckchen

Autsch, da kam ein Stöckchen angeflogen... Guter Wurf, Alexandra :).

Regeln: Beantworte die 3 Fragen die du gestellt bekommst.
Danach überlegst du dir 3 neue die, du dann 3 Bloggern stellen willst.

Dann werde ich mal Deine drei Fragen beantworten:

1. Was wäre dein grösster Wunsch zur Zeit?
Oh je! Daß ich ein paar mehr Wünsche frei hätte? Ich könnte natürlich sagen "Weltfrieden", wer hätte den nicht gern. Für uns alle wünsche ich mir eigentlich, daß wir Menschen allesamt weiser werden und bewußter mit uns und der Umwelt umgehen (ich hege die Hoffnung, daß wir dann in der Lage sind, gleich einige Weltprobleme zu lösen).Aktuell mein größter Wunsch für mich? Gesundheit?Glück?Finanzielle Unabhängigkeit? Wie soll ich mich da entscheiden :)
Ich hätte gern alles, soll heißen ein schönes Leben incl. Gesundheit, Glück, finanzieller Unabhängigkeit, fitten Katern und dann: einen schnellen Tod; ich möchte nicht langsam dahinsiechen und sterben.

2. Welcher Film hat dich tief bewegt?
"Dead man walking". Ist mir auch wirklich als erstes und spontan eingefallen. Ich erinnere mich noch, daß ich mit meiner Freundin R. im hiesigen Kino saß (daß es jetzt  nicht mehr gibt, leider). Zu der Zeit habe ich noch geraucht und bei diesem Film vergaß ich es fast (ja, man durfte in diesem Kino rauchen). Die Trauer und Wut der Eltern der Opfer und das Verlangen nach ihrer Form von Gerechtigtkeit überwältigten mich fast. Weshalb sollte der Täter weiterleben dürfen, selbst im Gefängnis, wenn dem eigenen Kind das Leben weggenommen wurde. Dagegen das sich ändernde Verhalten des Täters, die Auseinandersetzung und Realisierung mit dem von ihm mitverübten Mord, sein Erkenntnisgang, die Reue - die ich als echt empfand: Sprach dies nicht alles dafür, daß die Todesstrafe unangemessen war; war nicht der Weg und die Reue und das Leben mit der Tat Strafe genug? Aber war die Reue echt? Würde er wieder töten, ließe man ihn gehen? Leben um Leben im wortwörtlichen Sinne oder lebenslang für ein ungelebtes Leben? Weder ein einfacher Film, noch einfache Antworten. Auch noch heute bin ich der Ansicht, daß es dem Staat nicht zusteht, ein Leben für ein anderes zu nehmen. Sollte man gesetzlich verankern, daß es die Angehörigen des Opfers verlangen dürfen? Was, wenn es keine Angehörigen gibt? Ich habe noch keine Antworten auf diese Fragen und ebenso nicht, ob ich mein Ideal hochhalten kann und will, wenn ein mir nahestehender Mensch Opfer eines Gewaltverbrechens wird und stirbt.

3. Welche Person hat dich in deinem Leben sehr beeindruckt?

Ich beziehe die Frage mal nur auf mein persönliches Umfeld. Es sind ein paar Menschen, wenn ich so darüber nachdenke, zu verschiedenen Aspekten des Lebens, sei es nun zum Thema Kinder oder Fort-/Um- und Weiterbildung. Nennen will ich aber meine Eltern: Wie sie die Flucht aus Goldap (nördl. Masuren, meine Mutter) und den Krieg (mein Vater) überlebt haben, ist für mich kaum vorstellbar, trotz ihrer Berichte hierüber. Und sich dann losgelöst von ihrer Heimat, denn auch mein Vater stammt ursprünglich aus dem östlichen Pommern (Rützenhagen bei Rügenwald, ja genau dem, grins), im heutigen Mecklenburg-Vorpommern ein neues Leben aufzubauen in der Nachkriegszeit, eine Familie zu gründen und ihre Kinder gut zu versorgen und zu erziehen. Dagegen war mein Leben immer bequem und ist es noch. Es ist ganz gut, daß ich mir das ab und an in Erinnerung rufe.

Meine drei Fragen sind:
1) Wen möchtest Du unbedingt einmal kennenlernen und warum?
2) Entscheidungen machen uns zu dem, was wir heute sind. Trotzdem: Bedauerst Du etwas in Deinem Leben so sehr, daß Du es ändern würdest?
3) Bücher bergen Gefahren, sie können die Leser verändern. Welches Buch/welche Bücher (max. drei) haben Deine Sicht der Dinge geändert?
Und das Stöckchen werfe ich ganz mal Bella zu, außerdem Nina und Melanie. Sicherheitshalber werde ich den dreien mal einen Hinweis bei Bücherblogs hinterlassen :)

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