Dienstag, 4. August 2009

Mal etwas älteres aus dem TuB

Neil Gaimans Sandman Comic Teil 4 "Die Zeit des Nebels" habe ich durch. In diesem Buch wird die bereits in Teil 3 angerissene Geschichte Nada's aufgegriffen. Morpheus entscheidet sich zu dem Versuch, Nada aus der Hölle zu holen, in die er sie verbannt hat. Und trotz seiner Macht als einer der Ewigen ist da noch Luzifer zu berücksichtigen. Morpheus rechnet mit Problemen, aber er geht trotzdem. Und es erwartet ihn in der Hölle ... Stille.

Die Storyline von Gaiman ist dieses Mal durchgängig, es gibt keine Sprünge in verschiedene Traumgeschichten, die lose oder gar nicht verbunden sind, so wie es noch in Band 3 der Fall war. Nun ja, mit Ausnahme der Geschichte von den zwei Jungen, die aus dem Internat weggehen. Dieser Handlungsbogen hat zwar seinen Ausgang bei den Geschehnissen, die in der Hölle stattfinden, aber was mit den Jungen genau passiert - und im übrigen auch mit Luzifer - bleibt offen. Die Zeichner variieren erneut, so daß auch dieser Band im Detail wieder anders ausschaut als die anderen. Und auch dieser Band hat mich wieder in seinen Bann gezogen und ich bin mit Morpheus durch den "Nebel der Möglichkeiten" gewandert, bis sich dieser durch die Wahl des Sandmans klärte. Man kann sich zum Schluß durchaus die Frage stellen, ob es tatsächlich Morpheus' Wahl war. Den neuen Sandman-Comic Band 5 "Über die See zum Himmel" habe ich bereits begonnen, später mehr.

Da ich in letzter Zeit soviel Fantasy und Horror bzw. SciFi gelesen habe, habe ich mich für einen kleinen Themawechsel entschieden. Seit längerer Zeit befindet sich in meinem Turm ungelesener Bücher "Nietzsche - Biographie seines Denkens", geschrieben von Rüdiger Safranski. Der Kauf erfolgte per Katalog, also ohn Blick in das Buch, einfach weil ich neugierig war und man es als Sonderangebot bei zweitausendeins günstig erwerben konnte. Der erste richtige Satz des ersten Kapitels lautet:

"Die wahre Welt ist Musik."


Ein Satz, der Appetit auf mehr machte. Und weshalb? Zum einen, weil der Satz wirklich schlicht und schön ist. Ist der Satz vom Autor? Schreibt er weiter in dieser Kompaktheit? Oder ist dieser Satz ein Zitat von Nietzsche? Womit ich zum anderen komme: Weshalb ist die Musik die wahre Welt für ihn?

Inzwischen habe ich die ersten beiden Kapitel gelesen. Ich nehme an, daß der vorstehende Satz kein Zitat von Nietzsche ist. Es fehlt die Zitatstelle. Aber er spiegelt wohl Nietzsches Einstellung zur Musik wieder, vielleicht noch mehr. Die Frage nach dem weshalb bleibt also.

Ich gehe jetzt weiterlesen ...

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