Sonntag, 14. Juni 2009

Kingmania

Ja, so kann man das wohl nennen. Nach meiner fast 3stündigen Samstagarbeit im Büro bin ich wie geplant nach I. in die Bibliothek und habe mir "Das letzte Gefecht" ausgeliehen sowie "Die Augen des Drachen", jeweils Stephen King.

Gestern habe ich das wunderbare Wetter dazu genutzt, auf dem Balkon "Das letzte Gefecht" zu lesen, heute morgen bin ich auf S. 262 und Larry Underwood ist gerade durch den New-Yorker "Gruseltunnel" durch und in New Jersey angekommen. Randall Flagg hatte neben den Traumauftritten bereits seinen ersten Auftritt im Buch. Nach R.F.'s Beschreibung in diesem Kapitel und insbesondere Kings Andeutungen von R.F.'s Wiedergeburt wage ich mal folgende Annahme, um die Verbindung zum D.-T.-Zyklus herzustellen: In dieser Ebene des Turms (in der der Roman spielt, es ist offensichtlich nicht meine Ebene: wir haben die Vogel- und Schweinegrippe im Hier und Heute) ist R.F. ein normal geborener Mensch. R.F. dient bereits jetzt auf seine Art dem Scharlachroten König. Walter o'Dim inkarniert in dieser Ebene des Turms in R.F. und verstärkt das Chaos durch die ihm eigenen Kräfte. Vermutlich wird in dieser Ebene des Turm deswegen auch nur der hierher gehörende R.F. getötet, nicht aber der inkarnierte Walter. Dieser kann offensichtlich nur in der fundamentalen Welt des Scharlachroten Königs getötet werden, aus welcher heraus das Chaos in die verschiedenen Ebenen des Turms "strahlt".

Parallel lese ich auch noch "Das Leben und das Schreiben" von S.K. Ich finde dieses Buch äußerst interessant, da es mir einen Einblick in sein Leben verschafft und seine Art, zu arbeiten. Ob es für jemanden hilfreich ist, der selbst schreibt oder schreiben möchte, kann ich nicht beurteilen. Ich lese das Buch nicht unter diesem Aspekt. Jedenfalls habe ich in dem Buch "Das Leben und das Schreiben" Kings D.-T.Zyklus vermißt. Obwohl: King erwähnt eine männliche Muse, schweigsam und hauptsächlich "nonverbale"-Geräusche abgebend, könnte eine Beschreibung von Roland sein :-) Was ich aber noch sagen wollte: Die Lektüre dieses Buches bewirkt auch einen neuen Blick auf "Das letzte Gefecht". Ich denke, daß der Stephen King aus dem Jahre 1999 wohl bei einem Zweitlesen von "Das letzte Gefecht" noch einige Passagen und Wörter herausgekürzt hätte, wenn ich sein Buch "Das Leben und das Schreiben" richtig umsetze. Zum Beispielt hätte er wohl aus dem Satz (Original Stephen King "The Stand" Copyright 1978, deutsche Lizenzausgabe 1985/1989, Übersetzung Harro Christensen, Bastei Lübbe Taschenbuch Allg. Reihe, Bd. 13213 3. Aufl.)

"Norman Bruett und Tommy Wannamaker, die beide in der Papierfabrik gearbeitet hatten, lebten von der Sozialhilfe, denn ihre Arbeitslosenunterstützung war inzwischen ausgelaufen."

den kompletten Teilsatz"denn ihre Arbeitslostenunterstützung war inzwischen ausgelaufen" gekürzt, weil es sich um eine überflüssige Ergänzung handelt: Diese Information ist ja schon in der Aussage "lebten von der Sozialhilfe" enthalten.

Schon mit den Jahren änderte sich ja nicht nur die Art und Weise, wie ich ein Buch lese, sondern auch, was ich aus dem Buch an Inhalt und Bedeutung für mich "herauslese". Ich denke, das geht uns allen so. Anders ist es für mich, die Geschichte unter dem Gesichtspunkt der Sprache an sich zu lesen. Da S.K. einen kleinen Einblick in seine Schreibtechnik und seinen Stil gewährt, wird es für mich interessant sein, "Das letzte Gefecht" und andere Stephen-King-Bücher auch unter diesem Aspekt "neu" zu lesen. Vor einigen Jahren war ich wohl damit überfordert, diese Gesichtspunkte zu werten und vermutlich meiner Freundin anläßlich eines Probelesens ihrer Geschichte keine große Hilfe. Nach meiner Erinnerung hatte ich mich zwar auf den Inhalt konzentriert, aber nicht auf Technik und/oder Stil. Ich habe auch heute keine Fachkenntnisse, um Technik, Sprache und Stil qualifiziert zu beurteilen, aber ihre Vernetzung mit dem Inhalt ist stärker in das Bewußtsein gerückt .

Noch etwas zum Bereich TV-SciFi/Fantasy

Diese Woche wurde "Doctor Who" Series 1 u. 2 sowie "Battlestar Galactica" Series 3 geliefert. Ich habe mir alle drei Serien über amazon.co.uk bestellt, problemlos kann ein deutsches Kundenkonto dort angelegt werden, vor endgültiger Bestellungsbestätigung wird sogar automatisch der Euro-Betrag ermittelt, Zahlung ist natürlich nur über Kreditkarte möglich. Interessant ist, daß ich für diese drei Staffeln incl. Versand nur 54 € bezahlt habe, dabei ist bei jeder dieser Serien Audio und Untertitel nur in englisch vorhanden. Zum Vergleich amazon.de:

Battlestar Galactica 3 in der deutschen Version erscheint erst noch in Deutschland, und zwar in 2 Teilen, der eine für knapp 30 €, der andere für knapp 35 EUR derzeit; ein UK-Import "meiner" Ware würde bei amazon.de 60 (!) € kosten, offensichtlich wird diese Version aber auch auf dem Marketplace erheblich günstiger angeboten.
Dr. Who St. 1 kostet bei amazon.de 30 €, Staffel 2 schon mal 43 €.

Wie gesagt, für mich ist es ok, diese Sachen nur in englisch zu haben, ich nutze dann doch lieber den Preisvorteil und übe mein verstehendes Englisch :-) Aber das ist schon ein Geldunterschied, oder? Ich denke jetzt darüber nach, meine Star-Trek-Voyager Sammlung zu komplettieren, die ich bislang ja nur ab Scorpion Teil 2 , also ab Staffel 4, im Regal habe. In den UK gibt es die kompletten Staffeln 1, 2 und 3 als Slim-Version, interessanterweise incl. deutscher Audiospur lt. Angabe bei amazon.co.uk, Kosten pro Staffel unter 18 Britische Pfund (also ca. 21 EUR). In Deutschland gibt es diese "Slim-Version" der Staffeln auch, jedoch ist jede Staffel in zwei Teil aufgesplittet, die halbe Staffel kostet ca. 25 EUR, eine Staffel also jeweils 50 EUR (bei amazon.de ist auch uk-import slim-version bestellbar, kostet dann bei amazon 35 EUR, auf dem marketplace ist sie allerdings auch ab 23 EUR zzgl. Versand erhältlich). Muß ich dazu noch etwas schreiben?

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