Samstag, 22. November 2014

für Interessierte: Zugänge im November 2014

Leseproben sind so gefährlich! Zwei sind inzwischen ausgewachsen, die eine hat sich zu "Salamandersommer" von Oliver Schlick" entwickelt, die andere zu "The firtst fifteen Lives of Harry August" von Clarie North. Und ich muss die anderen beiden Leseproben ("Winston - Ein Kater in geheimer Mission" und "Die Buchwanderer") im Blick behalten,die Gefahr eines Wachstumsschubes ist relativ hoch, besonders bei Winston (Wochendeal bis kommenden Freitag).

Printbücher gab es auch in diesem Monat und ich kann dabei auch noch Blogger beschuldigen, irgendwie jedenfalls. ;)



Cat hat nämlich im Rahmen von Winterkatzes Herbstleseaktion auf "Am Beispiel der Gabel" von Bee Wilson hingewiesen. ;) Über "Kunden kauften auch" bin ich beim Einkauf des Gabel-Buches auf "Madame de Pompadour und die Macht der Inszenierung" von Andrea Weisbrod gestolpert, also ist Cat in gewissem Sinne auch an diesem Buchzugang schuld. Die Dame interessiert mich und die Vermittlung von Informationen über Bilder erscheint mit interessant.

Über "Gretchen" von Einzlkind bin ich gestolpert, als ich mich mit dem Bibendum und Sayuri getroffen habe. Heute habe ich ein wenig intensiver hineingelesen und Gretchen Morgenthau ist definitiv keine liebe nette alte Dame, was letztere auch sofort so unterschreiben würde. ;) Und als ich heute im örtlichen Buchladen war, um eine Glückwunschkarte zu kaufen, fiel mein Blick auf "Alle unter eine Tanne" von Lo Malinke, welches sich gut für Arianas Adventslesen eignet, also ist Ariana schuld. *G*

Dienstag, 18. November 2014

Arianas Adventslesen 2014

Ich freue mich so, dass Ariana auch in diesem Jahr wieder ein Adventslesen veranstaltet. Sie schreibt:

" Wie schon im letzten Jahr entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion."

Letztes Jahr habe ich u.a. die Gelegenheit genutzt, endlich mal wieder ein Märchenbuch (von Hans-Christian Andersen) zu lesen. Ich weiß noch nicht genau, ob ich mir auch dieses Jahr wieder eines meiner alten Märchenbücher über die Adventswochen greifen werde. Auf jeden Fall halte ich auch schon die Augen nach Büchern auf, die thematisch zur Advents- bzw. Weihnachtszeit passen. :)

Voraussichtlich werde ich wieder an den Adventswochenenden von der Woche in einem oder zwei Posts berichten. Allerdings kann ich noch nicht sagen, ob und wann ich am ersten Adventssonntag einen Beitrag einstellen werde - ich bin ab dem Nachmittag vermutlich auf Dauer eingespannt.

Ich gehe davon aus, dass Arianas Aktion nur bis incl. 21.12.2014 läuft, falls nicht, werde ich die Aktion für mich entsprechend wie im letzten Jahr begrenzen. Wenn alles glatt läuft, will ich nämlich nach dem 4. Advent wieder die Weihnachtslesewoche bis zum 28.12.2014 für mich einläuten. ;)

Sonntag, 16. November 2014

"Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt" von Susan Cain

Ich bin skoobe-Abonnement und liebe es, mich durch den (regelmäßig wöchentlichen) "Katalog" neu ins Angebot genommener Titel zu klicken. Vor vielleicht drei Wochen fiel mir ein Cover auf. Es zeigte einen sich vorbeugenden, neugierig wirkenden, schwarzen Raben, der auf eine zwar aufmerksam wirkende, sich aber auch zurücknehmende weiße Eule schaute. Es handelte sich um Susan Cains Buch "Still: Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt".

Susan Cain ist selbst eine introvertierte Person, die in ihrem Job ein Aha-Erlebnis hatte, dass nämlich die mit dieser Persönlichkeitsstruktur einhergehenden Eigenschaften Stärken sein können. Dies führte nicht nur dazu, dass Susan Cain mehr über Introvertierte und Extravertierte und ihr Leben in unserer Gesellschaft wissen wollte, sondern sie sattelte letztlich beruflich um. Das Buch fußt auf ihren eigenen Erlebnissen und Teilnahmen an z.B. "Redeseminaren", auf ihren Gesprächen mit anderen Introvertierten und Extravertierten (teils - anonymisiert - aus Cains beruflicher Praxis) sowie auf Gesprächen mit Psychologen und Forschern. Daneben präsentierte sie auch Verhaltensstudien und Theorien aus der Forschung und führte Persönlichkeiten wie Eleanor Roosevelt oder Steve Wozniak an.

Ich fand die Thematik faszinierend.

Zwar konzentriert sich Susan Cain auf die Anforderungen und das Leben in den USA (was z.B. ihre Praxisbeispiele, der Besuch von Hochschulen zeigen), aber ihre Erfahrungen spiegeln meiner Ansicht nach im Kern das Leben in der westlichen Welt wieder: In ihr wird extravertiertes Auftreten und die mit der Extravertiertheit verbundenen Eigenschaften wie Geselligkeit, soziale aktive Interaktionen, geschätzt, in den Medien vorgelebt, gefördert und gefordert. Großbüros, verbales Gruppen-Brainstorming zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit, größer werdende Lerngruppen statt Frontalunterricht, Seminare für die direkte Kommunikation etc. finden sich dort wie hier. Diese Anforderungen können Introvertierte sozial überfordern, sie noch stiller werden lassen, sie ggf. zwingen, sich entgegen ihrer Natur zu verhalten und dabei psychisch auslaugen.

Es war für mich spannend, über Experimente und Studien aber auch tatsächlichen Erfahrungen in der Geschäftswelt (Banken) zu lesen, welche die Schwächen z.B. diese noch immer herrschenden Strukturen in Entscheidungsgruppen aufzeigen. So kommt es z.B. vor, dass Introvertierte nicht gehört werden, weil sich ein in der Gruppe befindlicher Extravertierter als "Leiter" herauskristallisiert und in seiner dynamischen Führungsart mit Selbstbewusstsein vorgetragene Ideen den leisen "vielleicht könnte man" den Vorzug gibt. Oder Introvertierte sind bei verbalen Gruppen-Brainstormings überfordert, wobei eine Firma bei Einrichtung einer Online-Ideenbox auch von ihrer Kreativität und Intelligenz profitiert.

Die Autorin beschäftigt sich u.a. damit, ob und in welchem Ausmaß Intro- und Extravertiertheit angeboren ist, welche Zwischenstufen es gibt. Sie spricht verschiedene Lebensbereiche an, in denen Extravertierte und Introvertierte aufeinander treffen: Eltern/Kinder, Eheleute, Firmen, Verkäufer/Käufer, Professoren/Studenten. Faszinierend fand ich dabei die von der Autorin mit Studenten asiatischer Abstammung geführten Gespräche. Diese hatten kultur- und familiärbedingt Schwierigkeiten, da ihnen z.B. Respekt vor den Gefühlen der Anderen beigebracht wurde oder nur dann zu reden, wenn es etwas Wesentliches beizutragen gilt (Susan Cain führt an, dass in Fernorst die traditionelle Einstellung zum gesprochenen Wort sei, notwendige Informationen zu vermitteln; Stille und Innenschau würden Anzeichen für tiefes Nachdenken und Wahrheitssuche sein, während man mit Worten - möglicherweise auch besser ungesagte - Dinge offenbart und deshalb mit ihnen vorsichtig umgehen muss). 

Susan Cain hat Gespräche, Erfahrungen und Informationen im Wesentlichen abwechslungsreich und lebendig aufbereitet. Ich hatte teilweise das Gefühl, einen populärwissenschaftlichen Dokumentarfilm in Printform oder einen solchen Zeitungsartikel (in Serie). Die Art der Aufbereitung beinhaltet machmal aber auch z.B. Ausführungen der folgenden Art:  Sie war eine gut gekleidete Anwältin, die sich scheiden lassen wollte. Die Kleidungsfrage empfinde ich als überflüssiges Füllmaterial, die nichts mit dem Thema des Buches (und auch nicht mit der Scheidung und dem Problem der Frau) zu tun hat, und so habe ich manchmal die Augen gerollt. ;) 

Alles in allem fand ich das Sachbuch gut lesbar, interessant und informativ, wobei der Hauptaugenmerk aber auf den USA liegt.

Freitag, 31. Oktober 2014

Freitagsfüller

Da ist er, der


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