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Sonntag, 6. Dezember 2009

Nikolaus-Wichteln

Heute durften wir endlich die Wichtelgeschenke (über Buecher-Blogs) öffnen. Für mich war es - wenn ich mich richtig erinnere - mein erstes Wichteln überhaupt, definitiv aber über das Internet. Das hat sich auch gleich bei meinem in die Welt entlassenen Wichtelgeschenk gezeigt. Mir war etwas der Zeitablauf aus dem Kopf geraten, schließlich lag zwischen Versand und Öffnen ja noch eine Woche. Ich hoffe für meinen Wichtelgeschenkempfänger, daß alles gut gegangen ist (*auf den Nägeln kaut*).

Obwohl ich ja heute morgen um 03.00 Uhr noch wach war und Gelegenheit hatte, mich auf mein Wichtelpäckchen zu stürzen, habe ich die Spannung und Vorfreude noch etwas in die Länge gezogen und bin erst einmal in meine Koje gefallen. Da das Wichtelpäckchen aus Österreich kam, hatte ich sehr schnell herausgefunden, wer mein Wichtel war :)

Gegen 14.30 Uhr habe ich mich dann mit einem frischen Kaffee und ein paar Plätzchen in das Wohnzimmer  begeben und dort erst einmal ganz passend zwei Adventskerzen angezündet. Und dann ging es los :)

Ich war ja sooo aufgeregt und neugierig.



Das Päckchen konnte ich gar nicht schnell genug aufbekommen. Ist es nicht wunderbar, wie man wieder diese kindliche Freude am Geschenkeaufmachen erlebt...

Da auf dem Briefumschlag stand, daß ich den Brief möglichst mit dem Geschenk gemeinsam öffnen sollte, habe ich mich im Multi-Opening versucht, scheiterte jedoch. Also erst den Brief geöffnet und nur den ersten Teil gelesen, dann das Päckchen geöffnet (*hüpfte vor Freude und wurde mit einem irritierten Blick von Merlin bedacht*)  und im Anschluß den restlichen Brief gelesen ...


Toll, toll, toll: Ich freue mich ganz riesig über Wolfram Fleischhauers "Der gestohlene Abend". Und den "Freu-Dich-Tee"  - ein Kräutertee mit Lemongras, Apfel, Grüner Tee, Orangenschalen, Ringelblumenblüten, Ingwer, Korianer, Kardamon und Zimt - werde ich auch gleich ausprobieren. Ist der Stern nicht klasse?

DANKE Stefanie Emmy!!!

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Leseabend - Nachtrag

Am Samstag um 18.30 Uhr begann ja der Leseabend/die Lesenacht in Melli's Bücherforum. Ich habe an diesem Abend Daniel Glattauers Der Weihnachtshund" begonnen und am Sonntag um kurz vor ein Uhr beendet. Da ich noch relativ fit war, schloß sich auch gleich das Posting im Blog an.

Während meine Socke Merlin den Abend hauptsächlich in seinem Körbchen unter meiner Gäste-Couch verbrachte, leistete Marlowe mir auf derselben Gesellschaft. Streckenweise war es recht schwierig für mich, die Sitz- bzw. Halbliegeposition zu wechseln oder zwischendurch das Netbook auf die Knie zu legen, um im Forum zu posten. Tatsächlich hat er es durch sein stetiges Dieselmotor-Schnurren auch geschafft, mich für gut eine halbe Stunde in den Schlaf zu schnurren :) Ok, die Nacht von Freitag zu Samstag war auch mal wieder kurz gewesen und ich hatte wohl auch gerade meinen "toten Punkt" erreicht. Jedenfalls meldete sich netterweise Merlin zu Wort und spielte so gegen 22.30 Uhr lebender Wecker. Nachdem dann die Katzen versorgt waren, kuschelte ich mich wieder ein und las weiter. Merlin ging wieder in sein Körbchen, Marlowe kam wieder zu mir. Hier ein paar Schnappschüsse:




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"Der Weihnachtshund" von Daniel Glattauer





Wie von mir an anderer Stelle bereits erwähnt, habe ich  mir das Buch in Hamburg (Rückreise) am ersten Adventswochenende gekauft. Es schien mir eine gute Lektüre für den heutigen Leseabend in Melli's Bücherforum zu sein.Und tatsächlich habe ich den 224seitigen Roman heute früh um 00.50 Uhr beendet.
Der erste Absatz lautet:

"Kurt feiert Weihnachten heuer wie üblich daheim. Sein Herrl (ich) sicher nicht. Also nehmt mir bitte den hund ab. Er ist zutraulich und pflegeleicht. Er ist ein guter Hund."


Worum geht es:
Mit vorstehender Anzeige sucht Max, ein verkappter Journalist und Kolummnist, einen Hundesitter über die Weihnachtstage. Er will auf die Malediven fliegen. Auf die Anzeige meldet sich Katrin, eine med.-technische Angestellte bei einem Augenarzt. Sie mag zwar keine Hunde und er soll sie auch in Ruhe lassen, er erscheint ihr aber als Ausweg aus ihrer Weihnachtsroutine: jährliches Geburtstags- und Weihnachtsfest mit ihren Eltern. Und dieses Jahr wird sie 30. Kurt ist der fragliche Hund, der seine Zeit in Max' Wohnung unter einem Sessel im Halbschlaf verbringt und regelmäßig aus dem Haus "geschleift" werden muß, damit er überhaupt raus kommt. Kurt ist der im Titel genannte Weihnachtshund. Wie er zu diesem Namen kommt, ob Katrin das Hundesitting vornimmt und aus der Weihnachtsroutine ausbricht und ob Max seine Weihnachten auf den Malediven verbringen wird, erzählt dieser Roman.

***Nachlese
Sayuri hatte mir von Daniel Glattauers "Gut gegen Nordwind" vorgeschwärmt und mir auch daraus vorgelesen, klang gut (bislang von mir nicht gelesen). Das war mein ersten Kontakt mit Daniel Glattauer. Jetzt also "Der Weihnachtshund", mein erstes Buch von ihm: Der Autor schreibt mundartlich, aber nich so sehr, daß es nerven würde. Der Roman ist in 24 Kapitel unterteilt für den Tageszeitraum 01.12. bis 24.12. Jari hat am  Leseabend übrigens gesagt, sie  nutzt den Roman als eine Art literarischen Adventskalender, eine schöne Idee, wie ich finde.

Die Charaktere sind schon skurill. Max hat ein Kußtrauma erlitten und dadurch eine Kußphobie entwickelt, was sich natürlich auf sein Liebesleben auswirkt. Katrin dagegen hat nicht wirklich ein glückliches Händchen bei ihren Beziehungen, steckt in der eingangs erwähnten Weihnachtsroutine. Beide sind auf ihre Art unglücklich und auf der Suche. Kurt ist natürlich auch zu erwähnen: Der Autor schildert ab und an Geschehnisse auch aus Kurts Sicht, aber auch hier aus der Außenperspektive wie bei Katrin und Max.

Ich fand den Roman, ja, "nett". Wenn ich lese, daß es sich um eine Weihnachtsgeschichte handelt, gehe ich mit gewissen Erwartungen an das Buch heran. Daher sah ich bei diesem Buch auch recht schnell voraus, wohin sich die Geschichte entwickeln wird, was ich aber in diesem Fall - Weihnachtsgeschichte - nicht als schlimm empfand. Viel mehr als eine Weihnachtsgeschichte mit zugegebenermaßen skurillen Charakteren war es aber auch nicht wirklich. Zwar sind in Nebensätzen "Spitzen" zu finden in Richtung auf Tier-Kolummnen zum Beispiel. Auch die Nebenbemerkungen zum Singledasein verbunden mit Weihnachten oder den Schwierigkeiten beim Daten bzw. Beziehungsauf- und abbau sind unterhaltsam eingebracht. Aber viel mehr als nett und kurzweilig kann ich das Buch auch nicht bezeichnen. Offensichtlich habe ich einen anderen Humor: weder ein Schmunzeln noch ein Lachen wurde mir entlockt.


Daher: 3 Sterne von 5

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