Sonntag, 31. Januar 2016

Natira & Co

Ich hatte fest vor, gegen Mitte des Monats Januar Winterkatzes und Arianes Vorschlag aufzugreifen und - hoffentlich regelmäßiger - einen Beitrag über andere Dinge als Buchbesprechungen u.ä. zu schreiben. 

Die Technik machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Nach einigem Hin und Her, Leitungs- Router- und im-Haus-Kabeltests hat sich dann ergeben, dass es wohl am Splitter lag. Hier kam das Ersatzgerät zwar nach drei Werktagen (dazwischen lag ein Wochenende, natürlich) an, aber der Anbieter versäumte es, von allein an einen Restart der Leitung (oder wie auch immer man das nennen mag) zu denken. Erst als ich darum am Donnerstagabend explizit bat, passierte dies - und 10 Minuten später konnte ich wieder DSL nutzen. 

Wenigstens kam im Januar mein neues Sofa. 



Den MuMs geht es gut.  Merlin ist aber entweder der Ansicht, ich würde ihn mit dem vor einem Tag noch normal angenommenen Futter vergiften wollen oder aber meint, er müsse fasten, und zwar jetzt schon. Nun, er wird auch heute wieder dieses Futter angeboten bekommen, da kann er mich anschauen, wie er will. 



Und lasst Euch nicht täuschen, die schwarze Socke ist schon den ganzen Monat auf Krawall gebürstet und scheucht Marlowe durch die Gegend, beißt ihn vom Bett oder der Liegefläche - oder von mir. 
Marlowe will weder freiwillig fasten noch ist er der Ansicht, das Futter sei schlecht. Und auch Merlin erträgt er, wenn auch mit schimpfenden Kommentaren. In gewissem Sinne steht er über diesen Dingen bzw. ist er danach wieder "on Top". :) 



Media

- Gelesen habe ich im Januar, wie man u.a. meiner Leseliste (klick) entnehmen kann, wobei ich besonders "Agatha Christie: Das Leben ist kein Roman" - eine Graphic Novel Biographie und meinen Reread "Alles was wir geben mussten" von Kazuo Ishiguro erwähnen möchte; der letztgenannte Roman war auch beim Wiederlesen wieder berührend, aber auch beängstigend. 

- Gehört habe ich die Hörspielfassung von "Die Bändigung des Weibs" von William Shakespeare, an der nur David Nathan und Simon Jäger als Sprecher mitgewirkt haben. Ich dachte, es wäre eine gekürztes Version des Stückes, aber bei audible ist dies nicht vermerkt. Die Sprecher machen ihre Sache hervorragend und sind stimmlich sehr wandlungsfähig; mir bereitete es trotzdem etwas Mühe, die weiblichen Parts zu erkennen. 

- Geschaut habe ich
1) eine filmische Adaption der BBC von "The Taming of the Shrew" im Rahmen der Miniserie "Shakepeare Retold" mit einem, wie ich finde, hervorragenden Rufus Sewell als Petruchio, aber ich bin, was das Stück anbelangt, weiterhin zwiegespalten. Ich kenne das Stück nicht, d.h., ich habe es nie gelesen, wir habe es in der Schule nicht durchgenommen, ich kenne nur noch die Cole-Porter-Musical Version. Ich wünschte, ich hätte hier Interpretationshilfe. Wird hier der Geist Katharinas gebrochen oder ist das Stück anders zu interpretieren? Ich entscheide mich für die Variante, dass hier eine Kritik präsentiert wird und Katharina ihren vorgeblich dominanten Ehemann beginnt zu manipulieren, als sie erkennt, dass sie - zeit- und gesellschaftsbedingt - gegen ihn nicht durch direkte Konfrontation ankommt. Und vielleicht sind sich beide ja auf Dauer zugewandt und leben nach außen eine gesellschaftlich akzeptierte und nach innen eine Ehe, wie sie ihren beiden Temperamenten entspricht. 
2) den Pilotfilm "Flash" - ganz nett, aber ich denke, ich muss erst einmal Arrow schauen. 
3) "Star Wars: The Force awakens" im Kino, hat mir Spass gemacht, es war ein Mittelding zwischen Hommage, reboot und Neuem und funktionierte für mich recht gut. Ich bin neugierig auf die nächsten Teile. 
4) Es war emotional mal wieder Zeit für Star Trek 4 "The Voyage home" und auch für 
5) "Pride and Prejudice" in der BBC-Version mit Jennifer Ehle und Colin Firth, das einzig Nervige an dieser für mich bislang besten Adaption des Romans ist für mich die Interpretation von Mrs Bennet. Ich wünschte weiterhin, dass in dieser Miniserie Mrs Bennet von Brenda Blethyn aus der 2005er Kinoversion gespielt worden wäre...
6) "Austenland". In diesem Film fährt der Jane-Austen-Fan Jane in eine Art Themenpark, um das ultimative Jane-Austen-Erlebnis zu haben, auf einem engl. Landsitz interagierend mit anderen Gästen und Schauspielern und einer garantierten romantischen Erfahrung. Es war ein netter Film für einen regnerischen Tag.
4) mehrere Teile der BBC-Serie "Poirot" mit David Suchet, darunter auch "Murder on the Orient Express". Ich habe danach die Verfilmung mit Albert Finney begonnen - die ich bereits vollständig kenne - , aber ich habe ihn als Poirot mit dem hochgezogenen Nacken, der kaum verständlichen  Sprechweise und dem überschwänglich Jovialem nicht ertragen und ausgemacht. Vielleicht habe ich mich zu sehr an Suchets Darstellung gewöhnt, auf jeden Fall aber an seine kultivierte Aussprache, die trotz belgisch-französisch-fiktivem Dialekt im Englischen sehr gut zu verstehen ist. Die Adaptionen  des Romans könnten auch im Übrigen unterschiedlicher kaum sein; für mich können sie aber als Interpretationen nebeneinander stehen. 

Im Büro hatte ich ein Gespräch mit meinen beiden Chefs, das ich für mich grundsätzlich als Erfolg verbuche, u.a. weil ich zwei Änderungen erfolgreich vorgeschlagen habe, weil ich mein Stresslevel und die Auswirkungen tatsächlich ausgesprochen habe und weil mein Urlaub im Februar sofort bewilligt wurde. Ich habe daraufhin einen Kurztrip nach Kiel gebucht und freue mich außerdem auf den Besuch der Münchenerin. Vollkommen unerwartet für die Chefs und uns zwei weitere Mitarbeiterinnen hat dann aber am Freitag nach diesem Gespräch eine Kollegin zum 01.03.2016 gekündigt. Das hat die Stimmung insgesamt dann deutlich gedämpft. Nun, mein Urlaub steht mit Ausnahme von einem Tag trotzdem. 

Obwohl ich inzwischen über 20 Jahre hier im Westfalenland leben, habe ich eine überschaubare Anzahl an Sozialkontakten. Aus dieser Gruppe ist letzten Mittwoch eine liebe Bekannte verstorben, die wegen eines geplatzten Hirnaneurysmas kurz zuvor ins Krankenhaus gekommen ist. Ich hatte mit ihr und ihrer Familie regelmäßig Kontakt, zuletzt in der Woche vor ihrem Tod wegen der DSL-Probleme bei mir.  Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit miteinander verbringen können.  Es kam so unerwartet und zeigt nur wieder, wie kostbar die Gelegenheiten sind, die wir mit unseren  Freunden und Lieben verbringen. Ich habe mich daher umso mehr gefreut, dass ich Samstagabend meine Freundin Sayuri getroffen habe - es war ein wunderbaren Abend, den ich sehr genossen habe. 

Januar 2016 - Zugänge und Winterkatzes SuB-Trahieren

Bis ungefähr zur Mitte des Monats dachte ich, dass das Jahr vielleicht ohne Geldausgabe für Bücher beginnt, aber das änderte sich dann spontan durch drei Graphic Novels, drei Miss-Marple-Romane (ich habe schließlich nur noch einen Poirot über), zwei hier nicht abgelichtete ebooks und ein neues Kochbuch.


Das Kochbuch "Wir haben einfach gekocht" interessierte mich dabei weniger wegen der 100 Rezepte, sondern mehr deswegen, weil die Autoren in verschiedenen Seniorenheimen waren, um dort die Rezepte zu sammeln. Ich lese derzeit in diesem Buch und habe fest vor, das Buch in einem separaten Post vorzustellen. 

Das eine der ebooks ist ein kostenfreies Sachbuch gewesen "Rule #1 - Crazy people make you crazy" von John J. Patterson, welches ich auch bereits gelesen habe. Es beschäftigt sich damit, wie man mit einem gewissen Schlag Menschen klar kommt.  Crazy wird hier eindeutig im umgangssprachlichen Sinne für "Das ist ja verrückt!" benutzt und der Autor stellt auch klar, dass Menschen, die unter rule#1 fallen, von Natur aus weder krank noch bösartig oder intrigant o.ä. sind. Der Autor nennt zwar auch andere Beispiele, aber wenn z.B. der Teil einer Projektbearbeitung an einen Mitarbeiter M vergeben wird und dieser immer wieder "noch ein Problem" findet und deshalb nicht fertig wird oder wenn dieser einfach bestreitet, dass bestimmte Absprachen mündlich getroffen worden sind, könnte er unter diese rule#1 Menschen fallen. Das Gesamtprojekt kann dadurch verzögert bzw. sogar vollständig torpediert werden, falls hier nicht die Situation beobachtet, neu bewertet und ggf. eingegriffen wird. Dies kann z.B. durch den Einbau von Kontrollinstanzen wie Dokumentation erfolgen. Es bedarf des Erkennens von Warnzeichen (für die Beispiele genannt werden) und letztlich wird die eigene Einstellung des Lesers thematisiert. Alles in allem war es ganz interessant zu lesen. 

Das andere ebook war "Indexing - Reflections" by Seanan McGuire. Es ist aktuell für 3,50 EUR zu haben und da mir ja Teil 1 bereits gefiel ... Angefangen habe ich es allerdings noch nicht. 

Die Graphic Novels "Hotel Hades" und "Patchwork" von Katharina Greve habe ich bereits gelesen. Ersteres zeigt, wie drei in Berlin an einem Imbiss Erschossene ihre Reise in die Ewigkeit antreten und im dreigeteilten Reich des Hades (Tartaros, Elysion  und Asphodelos (Lethe)) ankommen. Ich fand die Zeichnungen und Farbgebung gut, die Perspektive erfrischend (z.B. mit Blick darauf, was die Ewigkeit im Elysion bewirken kann), restlos vom Sitz gerissen hat mich die Graphic Novel aber nicht (u.a. wegen des Endes von Florians Handlungsbogen, da hätte ich mir etwas anderes vorgestellt). Auch in "Patchwork"gefiel mir die zeichnerische Arbeit; d die Geschichte  - die im Job erfolgreiche und im Forschungsinstitut lebende Frau Dr. Waldbeck kommt auf recht ungewöhnliche Weise zu ihren Kindern und betritt mit ihnen nach Jahren auch die "Öffentlichkeit", was die Story thematisiert - überzeugte mich mehr als "Hotel Hades". 

Ebenfalls bereits gelesen ist "Agatha Christie - Das Leben ist kein Roman" von Anne Martinetti und Guillaume Lebeau. Diese Graphic Novel beschäftigt sich mit Agatha Christies Leben, in welchem ein paar ihrer Charaktere auch mal Zwiegespräch mit der Autorin halten (insbesondere ein gewisser Belgier). Da ich die Biographie Agatha Christies nicht weiter kenne, kann ich derzeit nicht beurteilen, wie viel diese Graphic Novel auslässt bzw. wie prägende Momente hier interpretiert wurden im Vergleich zu anderen Biographien. Dies mal außer acht lassend: Mir gefiel diese "Biographie" sehr gut; sie liefert sicherlich einen Überblick, enthält leisen Humor und ich mochte den Zeichenstil.

"The Body in the Library" by Agatha Christie lese ich gerade (ich kann diesen Miss-Marple-Roman auf deutsch gekürzt und verfilmt mit Joan Hickson), außerdem klangen "A Murder is announced" und "The Mirror crack'd from side to side" gut. ;)

Winterkatzes SuB-Trahiert

Ich vermelde hier drei Bücher, auch wenn eines erst im Oktober 2015 auf meinem TuB gelandet ist, pfft. :)



"Der Mann, der vergessen wurde" von Mia Ajvide kam erst im Oktober zu mir, gefühlt lag es länger auf dem TuB. Der Protagonist Jack wird von seinen Mitmenschen vergessen. Es beginnt schleichend und nur kurzfristig: Seine Frau oder sein Chef sind kurz irritiert, wer vor ihnen steht, aber alle denken, sie waren nur gedanklich abwesend. Aber dann reagiert seine Frau voller Angst auf ihn, er ist ein Fremder, der in ihr Haus eindringt, andere Menschen vergessen ihn, sobald sie sich umdrehen. Während er versucht, zu überleben und herauszufinden, was passiert ist und wie es rückgängig gemacht werden kann, trifft er auf ein paar Menschen, die sein Schicksal teilen. So interessant ich den Ansatz und die Geschichte grundsätzlich auch fand - und die Vorstellung beängstigend, dass man sofort vergessen wird, sobald sich jemand umdreht, denn wenn man das zu Ende führt, ist das ein sozialer Tod bei lebendigem Leib -, den von der Autorin gewählten Endpunkt finde ich unglücklich; ich hätte gern gewusst, wie sie sich den weiteren Fortgang vorgestellt hat. Aber vielleicht war das etwas, was ihr erzählerisch nicht mehr wichtig war.

Agatha Christies "Elephants can remember" ist ein Poirot-Roman, veröffentlicht 1972. Mich hat er trotz des Auftrittes von Ariadne Oliver enttäuscht zurückgelassen, da sich für mich viel zu früh abzeichnete, wie die Auflösung aussieht. Das konnte die Autorin auch subtiler u. besser, ich denke besonders an "Five little pigs". Interessant fand ich in diesem Zusammenhang den in der englischen Wikipedia verlinkten Artikel aus "The Guardian"(klick), wonach aufgrund einer Studie Textforscher vermuten, dass die Autorin zu dieser Zeit an Alzheimer erkrankt war. Nach Lektüreende war ich beunruhigt wegen der möglichen Qualität von "Curtain", Poirots letztem Fall; das Buch steht hier noch ungelesen. Aber aus der weiter oben bereits erwähnten und später gelesenen biographischen Graphic Novel habe ich gelernt, dass "Curtain" deutlich früher geschrieben wurde.

"Der Atlas der fiktiven Orte" führt den Leser genau zu diesen, z.B. Atlantis, Mittelerde, die Sonneninsel, Lummerland, Schlaraffenland, Xanadu oder den Zauberberg. Eine grundsätzlich schöne Idee (die Landkarten fand ich nett), muss aber sagen, dass ich die Fakten zu den fiktiven Orten mangels Kenntnis bzw. weil ich entsprechende Stellen vergessen habe, nicht bewerten kann. ;)

Was ich sonst noch in diesem Monat gelesen habe, könnt ihr titelmäßig meiner Leseliste (klick) entnehmen.


Samstag, 2. Januar 2016

Katrins Blogparade 2015


Mich überrascht es nicht, dass ich meinen Beitrag zur Buchsaiten-Blogparade 2015 nicht in 2015 geschafft habe. Jetzt aber:

Kurz vorab: Wie schon im letzten Jahr erwähnt, habe ich eine gewisse Mindesterwartung bei Büchern, sodass die die ersten beiden Fragen ins Leere laufen. Aber auch 2015 gab es Bücher, die diese Mindesterwartungen überschritten haben und mich besonders intensiv beeindruckten bzw. Bücher, die deutlich hinter den Mindesterwartungen zurückblieben. In diesem Sinne:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)
Als erstes kommt mir hier ein Titel von Michael Ende in den Sinn, und zwar "Der Spiegel im Spiegel", der mich sowohl in Printform als auch in der  zweiteiligen Umsetzung als Hörspiel "Der erste Buchstabe" und "Das gefundene Wort" beeindruckte. Es handelt sich um surreale, lose zusammenhängende traumartige Geschichten von Michael Ende, die eine ganz eigene Qualität im Gegensatz zu seinen Romanen haben und voller Bilder, Reflexionen sind. Die Hörspieladaption zeichnete sich zudem durch großartige Interpreten und eine interessante künstlerische Umsetzung (Lesung, Musik, Gesang) aus.

Auch erwähnenswert: "The Arrival" von Shaun Tan, eine Graphic Novel, die ausschließlich in Bildern ohne Text die Geschichte einer Immigration erzählt und "Die Woche des Rabbi" von Harry Kemelmann, eine zwar schwer zu haltende Ausgabe von 7 Krimis, an deren Lösung Rabbi Small seinen Anteil trägt, die ich aber wegen der Einblicke in das Leben und die Kultur einer jüdischen Gemeinde in den USA in den 60er Jahren wirklich interessant fand (sogar mehr als die Krimianteile).

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung):
Hier geht mir als erstes "Das Zeugenhaus" von Christiane Kohl durch den Sinn. Im Zeugenhaus waren während der Nürnberger Prozesse diverse Zeugen untergebracht, die sowohl zur Täter-, Mitläufer- als auch Opferseite gehörten. Das Buch geht hier aber für meinen Geschmack zu wenig auf diesen Bereich des Lebens im Zeugenhaus ein und bietet dafür zu viel Füllmaterial im Sinne von Flirtgeschichten etc.

Auch erwähnenswert: "Star Trek: The Next Generation: Warped: An Engaging Guide to the Never-Aired 8th Season". Diese Parodie  habe ich mir selbst zu Weihnachten geschenkt - ein wenig hatte ich von dem Twitter-Account des Autors mitbekommen, in welchem er quasi als Oneliner den Inhalt der Folgen einer (nicht veröffentlichten) 8. Season von Star Trek TNG präsentierte. Das Buch stellt eine elaborierte Version mit mehr Details dar - und ich fand sie ermüdend. Ich habe als Fan weder ein Problem mit Parodien noch mit Nitpicking (die Bücher von Phil Farrand fand ich unterhaltsam), aber dieses Buch ritt für meinen Geschmack zu viel auf den Figuren-/Plotproblemen der Serie herum (z.B. Riker und die Frauen, Wesley als Teenager, Picard und Turbolifte), ohne dabei als Gegengewicht genug davon einzubringen, was die Show für mich und viele andere interessant, sehens- und liebenswert machte. Und meinen Humor traf der Autor auch nicht.

* Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Johan Theorin hat mich mit seinen ruhigen und stimmungsvollen Bildern im Krimi "Öland" beeindruckt; ich werde sicher noch mehr von ihm lesen.

Auch erwähnenswert: Alina Bronsky. Ich habe dieses Jahr "Baba Dunjas letzte Liebe" von ihr gelesen und mochte ihren Erzählstil und die Fähigkeit, zwischen den Zeilen Raum für mich als Leser zu lassen.

* Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?
"The Arrival" hat ein interessantes Cover mit dem sich wundernden Mann.  Gelungen finde ich auch das Cover von "Indexing" (dieses Jahr habe ich die Hörbuchversion konsumiert) mit Schneewittchens Apfel vor der modernden Großstadt-Cityline. Erwähnenswert finde ich auch "Am Beispiel der Gabel" (das Buch hätte gern innen auch noch ein paar Illustrationen dieser Art haben können) und das Cover von "The Invention of Morel" - ich mag das Bild der auf mich nachdenklich, doch schläfrig wirkenden, auf Bücher sehenden Frau.

* Welches Buch wollt ihr unbedingt in 2016 lesen und warum?
Unbedingt ... Ich relativiere mal auf geplant, weil ... nun der TuB ist weiterhin gut gefüllt und merkwürdigerweise kommen neue Titel dazu und andere will ich einfach wieder lesen. :)
Ich habe schon die Winterkatze damit überrascht, dass ich von der Veröffentlichung von "Indexing: Reflections" by Seanan McGuire im Januar 2016 informiert bin. ;) Allerdings warte ich trotzdem noch etwas ab, weil ich ggf. wieder die digitalen Versionen kindle/audible nutzen möchte. Nur mal so zur Info: "Indexing" (Teil1) ist aktuell (01.01.16) mal wieder günstig als engl. kindle-ebook für 1,29 EUR zu haben.
Auch zu erwähnen: Die Saga um den Dunklen Turm möchte ich auch dieses Jahr beenden (wiederholte Lesung bzw. neue Lesung auf englisch). Es steht jetzt eigentlich "Wind" an, aber ich überlege, ob ich diesen Teil jetzt wirklich lese, nachdem ich schon in "Wizard and Glass" so lange in Rolands Vergangenheit verbracht habe. Vielleicht setze ich die Lketüre mit "Wolves of the Callah" fort.

Ich werde Katrins Fragen noch um zwei Fragen, die mit meiner Teilnahme an Arianas Hörbuchchallenge (die ich nicht erfolgreich beendet habe) und an Winterkatzes Sachbuchchallenge zu tun haben:

*Welches der von Dir in 2015 gehörten Hörbücher/Hörspiele empfiehlst Du?
Neben der weiter oben bereits angeführten Umsetzung von Michael Endes Buches "Der Spiegel im Spiegel" mochte ich sehr Mary Robinette Kowals englische Interpretation von "Indexing" von Seanan McGuire (Märchen und andere Geschichten sind nicht von der realen Welt losgelöst, vielmehr leben potentielle Dornröschen, Prinzen, Kobolde, Stiefmütter etc. in der realen Welt in einem Status, der quasi nur darauf wartet, geändert zu werden, auf dass diese Charaktere ihr vorgesehenes Schicksal erfüllen).

Außerdem: "Ein Mann namens Ove" von Frederik Bachmann, ein wundervoll von Heikko Deutschmann gelesenes Buch über den Frührentner Ove, der eigentlich nur einen Plan umsetzen will, dabei jedoch immer wieder gestört wird, z.B. von nicht Einparken könnenden Nachbarn. Ove wuchs mir erst während des Hörens des Buches ans Herz, dann aber richtig.

7) Welches der von Dir in 2015 gehörten/gelesenen Sachbücher kannst Du empfehlen?
Wer an einem Besuch bei den Inuit interessiert ist (allerdings in den 70er u. später noch einmal in den 80er u. 90er Jahren des 20. Jahrhunderts), sollte zu "Mein Leben mit den Inuit" von Fred Bruemmer greifen, ein relativ schmales Büchlein mit vielen - und gut lesbaren - Einblicken. Wer mehr an der Geschichte von Essgeschirr und -werkzeug interessiert ist, werfe einen Blick in "Am Beispiel der Gabel" von Bee Wilson - ich fand die Darstellung sowohl unterhaltsam als auch informativ, vermutlich weil die Autorin die Details gut aufbereitet und mit persönlichen Anekdoten garniert präsentierte. ;)


Liebe Katrin, 
Deine Buchsaiten-Blogparade ist wieder eine schöne Gelegenheit, sich das vergangene Lese-/Hörjahr noch einmal zu vergegenwärtigen. 
Ich werde später bei den anderen Teilnehmern stöbern gehen. :) 

Euch allen ein frohes neues Jahr
mit erholsamen, fordernden, zauberhaften, aufregenden, erheiternden, informativen, schönen Lese- und Hörzeiten!

Freitag, 1. Januar 2016

zum Jahresende 2015

Ich habe in 2015 an einigen Leseaktionen teilgenommen, außerdem - erfolgreich - an Winterkatzes Sachbuchchallenge und ganz und gar nicht erfolgreich an Arianas Hörbuchchallenge. Genügend Hörbücher habe ich dabei gehört, aber je mehr das Jahr voranschritt, desto weniger konnte ich mich zum Schreiben von Besprechungen aufraffen. Ich vermute, dass ich bei der Sachbuch-Challenge aus diesem Grund auch gescheitert wäre, wäre ich mit dieser nicht schon sehr früh sehr weit gewesen... Auf meiner Übersichtsseite (klick) sind auch die Links zu den übrigen Leseaktionen 2015 zu finden. Allen Veranstaltern, von den Leseaktionen bis hin zu den Challenges, ein großes Dankeschön für das Organisieren und auch Betreuen! :)

Meine eigene Wiederholungstäter-Challenge funktionierte grundsätzlich gut, allerdings fehlt es an den Besprechungen auf dem Blog.

Die Weltkarte habe ich in 2015 ebenfalls aktualisiert, siehe hier (klick).

In 2015 habe ich erstmals Winterkatzes Sub-Trahieren angeschlossen und das Ergebnis kann sich sehen lassen: Über das Jahr hinweg habe ich 41 Titel vom TuB geholt, davon 28 print-, 7 ebook- und 6 audio-Titel (6 der 41 Titel habe ich übrigens nicht beendet, sondern abgebrochen und aussortiert).

Goodreads zeigt hier (klick) meine gelesenen Bücher in 2015 mit Cover etc., dummerweise fehlen dort aber einige (wurde beim reread zum Teil nicht mitgezählt) und auch die Seitenzahlen stimmen (vermutlich unterschiedliche Editionen).  Eine vollständige Aufstellung 2015 ist hier (klick) zu finden. Danach habe ich in diversen Formaten 124 Titel (von denen 95 vom TuB stammten) gelesen bzw. gehört , 77 davon waren print-Ausgaben, 27 ebooks und 20 audiobooks. Um aber auch die andere Seite der Medaille zu betrachten: Ich habe in 2015 insgesamt 118 Titel erworben, davon 63 print-Ausgaben, 24 ebooks und 31 audiobooks, und für diese potentiellen literarischen Reisen 988,09 Euro ausgegeben (weniger als 2014, yeah).

Über Enttäuschungen, Überraschungen, Neuentdeckungen etc. im Lesejahr 2015 werde ich im Rahmen von Katrins Buchsaiten-Buchparade (klick) separat berichten.

Kleiner Ausblick:
Bislang habe ich mich nicht zu der Teilnahme an einer Challenge entschlossen. Vielleicht ändert sich das noch, aber meine Hoffnung, mehr auf dem Blog zu besprechen durch den Challenge"zwang" hat sich in 2015 nicht erfüllt (Hörbuch-Challenge). Ich werde meine literarischen Besuche in den Ländern der Welt allerdings auch in 2016 aufzeichnen und ich habe mir vorgenommen, auch 2016 ein Wiederholungstäter zu sein. Außerdem will ich weiter SuB-Trahieren. :)

Ansonsten sehe ich einfach mal, wohin mich das Lesejahr führen wird.