Freitag, 18. April 2014

Ostern 7d7b: Tag 5 - "Acht Zimmer, Küche, Meer" von Anna Rosendahl

So ganz habe ich mein Vorhaben heute ja noch nicht geschafft, denn eigentlich wollte ich mit "Acht Zimmer ..." um diese Uhrzeit fertig sein. Da ich aber a) lange geschlafen, b) Fotos gesichtet und c) mit den Katzen gespielt habe, fing ich erst gegen späten Vormittag mit dem Lesen an. Dennoch bin ich inzwischen rund 120 Seiten weiter gekommen. Wirklich glücklich bin ich mit dem Buch nicht, aber da ich ein Grundinteresse an dem Ausgang der Geschichte habe, werde ich es nicht kurz vor Toresschluss (noch knapp 150 Seiten) abbrechen. :) Und damit ich nicht weiter herumtrödele (das ist natürlich der einzige Grund, es liegt ganz und gar nicht daran, dass ich keine Lust zum Kochen haben *g*), wird mein bereits knurrender Magen heute Mittag mit Pizza gefüllt. Die TK-Ware wandert gleich in den Backofen ...

Diesen Post werde ich später noch aktualisieren. Wir lesen uns! :)

Update 15.30 Uhr
"Acht Zimmer, Küche, Meer" von Anna Rosendahl ist ausgelesen und das bedeutet, dass ich das dritte meiner angefangenen Bücher beendet habe. :) Wie schon gestern und heute angedeutet, überzeugt mich der Roman nicht wirklich:

Marina, die Protagonistin, erfährt von einem Rügener Notar, dass ihr vermächtnishalber vom "alten Grünberger" ein Haus zugedacht wurde. Die Nachricht überrascht durchaus, weil sie keinen Grund für diese Zuwendung erkennen kann. Marina hat eine Woche Zeit, sich zu entscheiden, ob sie das Haus in Besitz nehmen will und fährt daraufhin nach Rügen. Sie will herausfinden, was hinter dem Vermächtnis steckt. Und nebenbei werden frischt sie Kindheitserinnerungen auf, denn sie, ihre Schwester und ihre Eltern haben ca. 9 Jahre auf der Insel gelebt.

Die Grundidee - Kindheitserinnerungen einerseits, ein wenig Geheimnisaufdeckung andererseits und alles in einem schönen kleinen Ort an der Ostsee - fand ich interessant genug, um mir das Buch als Urlaubslektüre zu greifen. Aber auch wenn nette Aspekte in dem Roman enthalten sind, stolperte ich immer wieder über steif klingende Sätze (siehe gestriger Post) und außerdem konnte mich mit dem Erzählen im Präsens nicht recht anfreunden. Ich hatte zudem den Eindruck, als wollte die Autorin alles mögliche in der Geschichte unterbringen (und mir war es zuviel):  Es kommt das Gemälde eines Hirsches (Dwalin in der nordischen Mythologie) vor, dessen Eigenschaften natürlich auch für Marina Bedeutung haben und später steht tatsächlich ein Hirsch samt Rudel auf dem Gartengelände in einer stürmischen Nacht (von letzteren gibt es einige, was an der See ja nicht ungewöhnlich ist, aber ihre Beschreibungen haben mich leider nicht an sie erinnert). Eine Frau hat Ahnungen und kennt sich natürlich in der Küche aus, mit Kräutern und macht Liköre... Das Thema Zwillinge kommt immer wieder vor und noch andere Zufälle. Die familiäre Geschichte(n) und wer alles im Haus auftaucht und dann noch DDR-Geschichte ... Nun, falls Ihr den Roman noch lesen möchtet, will ich hier nicht spoilern.

Ein anderer Punkt sind die Figuren, bei deren Aktionen bzw. Reaktionen (z.B. Marinas Vater oder Marinas Gespräch mit Martin nach einem Treffen) ich häufiger den Kopf schüttelte, weil ich sie so unerwartet bzw. unrealistisch fand. Für mich gab es im Wesentlichen zu wenig Ecken und Kanten bei den Charakteren. Am interessantesten fand ich noch Martins Schwester und die Exfrau des Grünbergers.

Im Ergebnis hat mich die Geschichte nicht vom Hocker gerissen. Aber ohne es zu lesen, hätte ich das ja nicht erfahren. :) Nun, der Roman wird auf den Buchspenden-Stapel wandern.

Ich überlege noch, ob ich mir als nächstes "Die weitere Aussichten" von Robert Seethaler - hier hätte ich noch gut 200 der 316 Seiten zu lesen - oder was anderes greife. Darüber werde ich in einem separaten Post am heutigen Abend berichten. Wir lesen uns! :)

ps
Unter diesen Bedingungen - also mit dem Netbook seitlich auf der Hüfte liegend - musste ich übrigens diesen Post schreiben:


Donnerstag, 17. April 2014

Ostern 7d7b: Tag 4

Ich bin gerade erst nach Hause gekommen und habe erst einmal die Katzen versorgt. Die armen MuMs waren ja förmlich verhungert, ich bin so böse ...

Und nein, ich habe nicht bis vor kurzem gearbeitet, sondern mein Arbeitstag endete um 18.30 Uhr. Ich bin heute nach der Mittagspause mit Peddy den Berg hoch geradelt, einfach, damit ich etwas frische Luft und Sonne bekomme. Am Nachmittag meldete sich dann eine Freundin und fragte, ob wir uns nicht abends noch treffen könnten und ich habe spontan zugesagt. Nun, so gab es leckere Pasta (mit dem Knobi werden die MuMs leben müssen), Merlot und nette Unterhaltung. Später gesellte sich noch Cheffe dazu und wir hatten einen wirklich lustigen schönen Abend, der natürlich aber auch irgendwann enden musste. ;)

Gelesen habe ich heute, allerdings nichts 7d7b-taugliches, da nicht privat. ;) Und auch mit "Der unendlichen Geschichte" bin ich nur etwas weiter gekommen, nämlich nur ca. 20 Minuten. Und ganz ehrlich, jetzt werde ich auch nicht mehr großartig etwas lesen. Aber was soll's. Der Arbeitstag war intensiver als gestern, der Abend war sehr schön und morgen werde ich mich auf die acht Zimmer mit Küche und Meer stürzen (denke ich).

Ich wünsche Euch jetzt schon mal eine schöne Osterzeit. Wir lesen uns. :D


Mittwoch, 16. April 2014

Ostern 7d7b: Tag 3

Einen Tagespost muss ich doch wenigstens online stellen. :)

Ich bin, wie erwartet, nicht wirklich zum Lesen gekommen. In der Mittagspause habe ich mir zwar "Acht Zimmer, Küche, Meer" von Anna Rosendahl gegriffen, aber die etwas steife Sprache der aufgeschlagenen Seiten (Zitat: "Ich muss nur noch meine Jacke und den Schlüssel holen, denn die Terrassentür unversperrt zu lassen, traue ich mich nicht. Auch weiß ich nicht, wie lange mein Spaziergang ausfallen wird" *) zog mich nicht wirklich ins Geschehen. Das Buch hatte ich mir als Urlaubslektüre für den Zug ausgesucht und gekauft, aber ich habe im Urlaub nicht mal die Hälfte des Buches gelesen, sondern bin auf "Indexing" von Seanen McGuire ausgewichen und dort hängengeblieben. ;) 

Nach der Arbeit habe ich noch einen kleinen Gang gemacht und dabei "Die unendliche Geschichte" weitergehört. Gert Heidenreich ist wirklich ein guter Hörbuchsprecher und hauchte gerade sowohl der goldäugigen Gebieterin der Wünsche als auch dem Alten auf dem Berge Leben ein. :)

Ich werde jetzt gleich die MuMs versorgen und dann selbst etwas zu Abend essen. Vielleicht lese ich doch noch ein paar Seiten in "Acht Zimmer, Küche, Meer", bis ich mich um 20.00 Uhr mit zwei Freundinnen online zur Castletime treffe. :)

Einen weiteres Update wird es von mir heute nicht geben und wie die Blogrunde ausfällt, mag ich auch noch nicht einschätzen. Morgen wird es ähnlich wie heute laufen, aber ich werde auch am Abend des Gründonnerstag einen Post einstellen.

Wir lesen uns!

*Zitat aus "Acht Zimmer, Küche, Meer" von Anna Rosendahl, Wilhelm Heyne Verlag München, S. 140 der Originalausgabe 4/2014, ISBN 9783453410701

Dienstag, 15. April 2014

Ostern 7d7b: Tag 2 - "Ich und die Menschen" von Matt Haig

An meinen letzten Urlaubstag habe ich mich am Vormittag mit einer Freundin zum Frühstück getroffen, habe danach meinen Ostereinkauf erledigt, die kätzischen Helden bespaßt, Blogrunden gedreht, ein paar Urlaubsfotos bearbeitet und irgendwann auch in meinem Buch "Ich und die Menschen" von Matt Haig weitergelesen. Dann gab es eine Unterbrechung für ca. 1 1/2 Stunden, weil ich mit einer Freundin zusammen eine Stunde lang durch den Wald gewalkt bin (ohne Stöcke, die ich mir auf Dauer wohl mal besorgen sollte). Danach war ich dermaßen warm, dass nicht einmal mein Schulterbereich mehr weh tat (offenbar ausstrahlende Brustwirbelblockade, wenn ich es richtig verstanden habe, am kommenden Dienstag habe ich einen Physiotherapie-Termin). Und nach der Dusche, der Versorgung der MuMs und dem eigenen Abendessen konnte ich auch tatsächlich ein weiteres angefangenes Buch beenden:

Ausgangspunkt von "Ich und die Menschen" von Matt Haig ist, dass eine außerirdische Intelligenz von den sogenannten Moderatoren seines Planeten auf die Erde geschickt wird und dort den Körper und die Identität des Mathematikers Andrew Martin annimmt. Letzterem ist ein wichtiger mathematischer Durchbruch gelungen und die Vonnadorianer wollen diese Information vollständig vernichten, damit sich die Konsequenzen dieses Durchbruches nicht realisieren. Nun sind die Vonnadorianer so ganz anders als die Menschen, nicht nur physisch (deswegen auch die Übernahme des Körpers), sondern auch von ihren Fähigkeiten und ihrer Psyche her, also ihrer gesamten Einstellung zum Leben.

Der "neue" Andrew Martin materialisiert sich nun auf der Erde, und zwar unerwarteterweise nicht im Büro, sondern irgend wo. Und nackt. Außerdem  gelingt der mentale Gehirnscan incl. Wissensweitergabe vom entführten Andrew Martin nicht, sodass "der Neue" auch z.B. zunächst die Sprache nicht versteht. Dennoch soll und will er seine Aufgabe erledigen und macht sich auf den Weg.

Der Plotbestandteil, dass ein Außenseiter die menschliche Natur beobachtet und kommentiert, ist für mich nichts Neues. Auch wenn mir genau in diesem Moment kein Buch einfällt, so kenne ich dieses Konzept aus den verschiedenen Star-Trek-Serien (ja, mal wieder ein Star-Trek-Bezug *g*), in denen z.B. Spock, Data oder Odo diese Position einnehmen. Aber es gibt so viele menschliche Aspekte, die man kommentieren kann - und in diesem Fall spielt die Geschichte in der Gegenwart. :) Die Entität dieses Romans nenne ich ab jetzt 97, da diese Zahl für sie eine Bedeutung hat:

97 muss sich, um seinen Auftrag zu erledigen, mit den Menschen und ihrer Welt arrangieren und dabei hilft ihm die u.a. auf Mathematik basierende Lebensphilosophie der Vonnadorianer nicht wirklich. Ich musste schon etwas schmunzeln, als 97 seine Schlüsse aus dem ersten von ihm beobachteten Verhalten der Menschen zieht bzw. seinen Wortschatz (und weitere Schlussfolgerungen) aus der Cosmopolitan entnimmt.
Ein paar von 97s Beobachtungen und Fazits sind im ersten Augenblick irrwitzig falsch und durchaus erheiternd. Andere sind neu formulierte, wieder andere schlichte bekannte Wahrheiten, was ihren Bedeutungen natürlich jeweils keinen Abbruch tut (z.B. Planet der verpackten Dinge - und dabei sind nicht nur Lebensmittel gemeint - oder die Beobachtungen anlässlich der Nachrichtensendung). In diesem Zusammenhang: Ich mag 97s ganz persönliche Hinweise an einen Menschen (Nr. 5 lautet z.B. "Lache. Es steht Dir." *).

Ein anderer Aspekt: Durch 97s Beobachtungen, Schlussfolgerungen und die von ihm getroffenen Entscheidungen werden nicht nur die Menschen beleuchtet und beurteilt, sondern indirekt auch die Vonnadorianer, nicht nur in deren Reaktion in den regelmäßigen Kontakten. Dies ist ein Gesichtspunkt, der bei den ganzen Beschreibungen des Lebens auf der Erde vielleicht etwas untergeht. 97 hat in der Geschichte halt eine besondere Position mit den Menschen auf der einen und den Vonnadorianern auf der anderen Seite.

Zu den Punkten, ob und wie 97 seine Aufgabe erfüllt, ob und in welcher Weise seine notwendigen Arrangements mit der Welt der Menschen Auswirkungen auf ihn haben, will ich hier, schon um Spoiler zu vermeiden, nichts weiter schreiben. Mich haben jedenfalls 97s Fortschritte (und nicht nur diese) interessiert und der Autor konnte mich mit seinem Protagonisten sowie seiner Erzählweise problemlos "bei der Stange" halten. Ich kann mir übrigens vorstellen, dass auch das englische Original gut verständlich ist.

Für mich war es ein sehr gut lesbarer humorvoll-ernsthafter Roman mit einigen zum Nachdenken anregenden Fragen und Ansätzen. Und sicher werden mir einige Formulierungen in Erinnerung bleiben, wie z.B. der Hinweis Nr. 47, der da lautet "Eine Kuh bleibt eine Kuh, auch wenn Du sie Steak nennst." * ).


*Zitate aus "Ich und die Menschen" von Matt Haig in der Übersetzung von Sophie Zeitz, dtv-premium Verlag, dt. Erstausgabe 2014 S. 324, 327, ISBN 9783423260145


Ich werde gleich noch eine kleine Blogrunde drehen, denn ich muss in meine Koje. Morgen wird es vermutlich nur einen überschaubaren Post geben. Selbst wenn ich zum Lesen kommen sollte, wird es nicht viel sein. Die Arbeit hat mich wieder und abends bin ich verabredet. Ich sage jetzt schon mal gute Nacht - und wir lesen uns demnächst in diesem Blog-Theater. :)